KTM Ultra 1964 LTD: 650B mit Geschichte

KTM Ultra 1964 LTD: 650B mit Geschichte

ktm_ultra_1964

Der österreichische Bike-Hersteller KTM feiert im kommenden Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund haben die Mattighofener eine besondere Version des altbekannten Ultra in ihr Programm aufgenommen, das Ultra 1964 LTD.

Bedenkt man den mit 1300 Euro doch recht günstigen Preis, kommt das Rad relativ gut ausgestattet daher. So verfügt es über eine 30-Gang-Kettenschaltung, die an der Kurbel eine Übersetzung von 42 zu 32 zu 24 Zähnen aufweist. Eine ähnlich breite Spreizung weist die Kassette auf. Mit einer Übersetzung von 11 auf 36 Zähnen ist man im Alltag für jede Situation gewappnet. Bei den Schaltkomponenten greift KTM auf einen Komponenten-Mix aus Shimanos Deore-Reihe zurück und verbaut ein Deore XT-Schaltwerk, einen Deore M611-Umwerfer sowie Deore-Hebel. Auch gebremst wird mit Shimano. So wurde an der Front eine 180-Millimeter-Scheibe mit der hydraulischen M395-Scheibenbremsen kombiniert. Am Heck kommt eine 160-Millimeter-Scheibe zum Einsatz.

Des Weiteren kommt, neben den hauseigenen KTM-Komponenten, eine RockShox Reba RL-Federgabel an der Front zum Einsatz. Diese ist speziell für die Verwendung mit 650B-Laufrädern konzipiert und verfügt über einen Remote-Lockout. Mittels diesem kann man die Front während der Fahrt bequem hart stellen. Somit lässt sich bei steilen Anstiegen ein kräfteraubendes Wippen der Gabel bestens vermeiden.

ktm4

Das Besondere am KTM Ultra 1964 LTD ist der schwarz lackierte, mit orangen Grafiken versehene Alu-Rahmen. Anders als bisher von den Modellen der sportiven Ultra-Serie gewohnt, ist dieser für die Verwendung von Laufrädern der Größe 27,5 Zoll ausgelegt. Um den damit verbundenen Anforderungen gerecht zu werden, haben die Mattighofener vorn ein konisch zulaufendes Steuerrohr verbaut. Dadurch soll der Rahmen mehr Steifigkeit gewinnen und ein besseres Handling erhalten. Am Heck wurden die Streben etwas verlängert (an den Stützstreben kann zudem ein Gepäckträger montiert werden). Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen sitzt man nun wesentlich aufrechter.

ktm3

In der Praxis funktioniert dieses Rahmenkonzept durchaus gut.  Man ist mit dem Rad wesentlich sportlicher unterwegs, als man es von seinen 26-Zoll-Ahnen kennt. Auch die Ausstattung funktioniert im Alltag bestens. Lediglich die Kurbeln bereiten uns hier etwas Kopfzerbrechen, schließlich löste sich hier schon nach einer Ausfahrt der Lack. Davon abgesehen, hinterlässt das Rad aber einen guten Eindruck. Schwalbes Racing Ralph bieten jederzeit Grip und rollen sowohl auf Asphalt wie auch auf Waldwegen leicht ab. Zusammen mit dem Radius der 650B-Laufräder resultiert daraus ein angenehm komfortables Fahrverhalten. Die Reba-Gabel federt auch gröbere Unebenheiten ab und lässt sich schnell öffnen beziehungsweise schließen.

Ambitionierte Fahrer dürften sich jedoch an dem mit knapp 12 Kilogramm etwas hohen Gewicht stören. Diese machen das Rad im Antritt etwas träge. Hinzu kommt, dass, abgesehen vom Schaltwerk, die Komponenten im Renneinsatz Federn lassen müssen. Ihre Performance in Sachen Schaltschnelligkeit und Bremskraft reicht nicht an die der prestigeträchtigeren Gruppen XT und XTR heran. Das muss sie aber auch nicht, denn schließlich zielt KTM mit dem Ultra 1964 LTD auf einen Einsatz im Alltag ab. Und in dieser Hinsicht ist das Rad stimmig.

//Fazit

Alles in allem hat KTM mit dem Ultra 1964 LTD, in der Entwicklung der Ultra-Modellreihe, einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Damit beschenken sich die Mattighofener letzten Endes auch selbst. Denn Fahrer, die ein Rad für den täglichen Einsatz suchen, mit dem sie am Wochenende auch einmal ein Abenteuer erleben können, liegen hier richtig. Da auch das Design stimmig ist, erhält das Ultra 1964 LTD von uns den Alltagstipp.

//Produkthighlights

  • schönes Design und durchdachte Rahmeneigenschaften
  • sportlich komfortable Sitzposition
  • Alltagstauglichkeit

//Preis und Web

über den Autor

Veit Hammer

Veit Hammer hat in Deutschland, Norwegen und Japan studiert und promoviert. Bevor er das digitale Fahrrad-Magazin Velomotion seit dessen Einführung im Jahr 2013 als Chefredakteur betreute, arbeitete er für das Magazin ProCycling sowie die Online-Portale MTB-News und Rennrad-News.

1 Kommentar

Erstelle einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.