Gravity Gap: Hochglanz für die Lenkzentrale

Gravity Gap: Hochglanz für die Lenkzentrale

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Test: Die Lenkzentrale spielt beim Handling eines Rades eine besondere Rolle. Sie entscheidet oftmals über die Position des Fahrers über dem Bike. Aus diesem Grund sollte man die Entscheidung bezüglich einer neue Lenker-Vorbau-Kombination nicht leichtfertig fällen.

Mit dem Gap hatten wir in den vergangenen Wochen ein Kombination aus dem Hause Gravity, der Tochterfirma von FSA, im Einsatz und testeten sie in uns bekannter Umgebung auf Herz und Niere.

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Sowohl Lenker als auch Vorbau kommen in einem schlichten Schwarz daher und überzeugen mit einem tollen glänzenden Oberflächenfinish. Weiße Decals verraten lediglich aus welchen Haus die beiden Komponenten stammen und so verzichtet man auf schnörklige Verzierungen.

Der Vorbau hat eine Länge von 60 Millimeter und eine Steigung von acht Grad. Vorbauten mit Neigung können ihre Vorteile haben. Je nach Vorlieben kann man ihn mit negativer oder positiver Neigung fahren und somit den Druck auf dem Lenker und vor allem den Druck auf dem Vorderrad gut anpassen beziehungsweise sich entscheiden, was für einen selber am besten funktioniert. Optisch angenehm schlicht ist besonders der Übergang von Steuerohr- zu Lenkerklemmung schön gelungen.  Ein schmal gefräster Hals führt zu der 31,8 Millimeter dicken Lenkerklemmung, in der der Lenker an Ort und Stelle gehalten werden soll.

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Der Lenker macht einen soliden Eindruck. Mit einer Höhe von 25 Millimeter und einem Backsweep von neun Grad ging man keine großen Experimente ein. Die Breite des Lenker beschränkt dessen Einsatzzweck etwas. Mit lediglich 710 Millimeter ist dieser recht schmal, soll dennoch perfekt zu einem Enduro-Bike passen und nötiges Handling vermitteln. Hergestellt aus haltbarem, konifiziertem 6061/T6 Aluminium soll er selbst den härtesten Belastungen standhalten.

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Das schlichte Design zieht sich auch durch die Funktionalität der Gap-Kombination. Während andere Hersteller versuchen sehr eigenständige Klemmungen zu designen, bleibt man bei Gravity der altbewährten Methode treu und nutzt vier Schrauben und einen recht massiv daherkommenden Frontdeckel. Was beim montieren auffällt ist die fehlende Riffelung am Lenker. Die glatte Oberfläche neigt dazu den Lenker verrutschen zu lassen und so muss man den Vorbau extrem fest anziehen, dass dieser alles beisammen hält. Gleiches gilt für die Griffe.

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Für unseren Test entschieden wir uns, den Vorbau verkehrt herum zu montieren, so dass die Front ein Stück niedriger kommt und mehr Druck auf dem Vorderrad entsteht. Lenker und Vorbau harmonieren in ihrer Formgebung ausgezeichnet. Mit 336 Gramm gehört der Lenker zweifelsohne nicht zu den leichtesten, überzeugt indes jedoch mit einer sehr guten Stabilität und wenig Flex. Der Fahrer erhält trotz der relativ schmalen 710 Millimeter Breite ein gutes Handling.

Fazit

Die Gravity Gap-Kombination hat ihre Stärken vor allem im Preis-Leistungs-Verhältnis. Für ein kleines Budget bekommt man hier solide Komponenten, die nicht nur schick aussehen sondern auch noch sehr haltbar sind. Das schlägt sich jedoch auf das Gewicht nieder und somit gehört weder Lenker noch Vorbau zu den Leichtgewichten. Im Einsatz überzeugt uns die Kombination, doch würden wir uns beim Lenker den ein oder anderen Zentimeter breiter wünschen.

Produkthighlights

  • schlichte Optik
  • angenehme Kröpfung
  • Lenker recht schmal

Preis und Web

  • 29,90 Euro – Lenker
  • 35,90 Euro – Vorbau
  • www.ridegravity.com

über den Autor

Rick Schubert

Rick Schubert ist bei Velomotion der Mann für's Grobe. Alles, was Stollen hat, ist sein Metier. Kein Wunder, gehört er doch der BDR-Auswahl im Fourcross an. Zudem ist Rick Schubert als Fotograf für die Bildauswahl der meisten Testberichte verantwortlich.

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