Shimano PD-M424: Der Einstieg in die Welt der Klickpedale

Shimano PD-M424: Der Einstieg in die Welt der Klickpedale

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Test: Die Frage, ob die Klick- oder die Flatpedale besser ist, kann man nur schlecht beantworten. Beide haben ihre Vor- und Nachteile und beide Pedaltypen sind auf den Trails regelmäßig zu anzutreffen. Während sich die einen daran erfreuen im Uphill mit der Klickpedale bequem ziehen zu können und somit Kraft zu sparen, sind Flatpedal-Fahrer in kniffligen Situationen bestens aufgestellt.

Das SPD-System von Shimano ist dabei das wohl meist genutzte Klick-System. Der japanische Fahrradgigant bietet je nach Einsatzbereich gleich mehrere Klickpedal-Modelle an. Eins davon ist die Shimano PD-M424 Pedale, ein günstiges Einsteigermodell, welches sich jedoch einer großen Anhängerschaft erfreuen kann.

Die PD-M424 hat seinen eigentlichen Einsatzbereich vorrangig im Gelände, kann aber auch gut und gerne für den Trekkingbereich genutzt werden.  Für den leichten Einstieg in die Welt der Klickpedale verfügt die PD-M424, wie bei den meisten anderen MTB-Klickpedalen, über ein beidseitiges Einklicksystem. Dieses lässt sich über einen Inbus in der Härte verstellen, wodurch sich Anfänger nicht zu sehr eingeengt fühlen und es je nach dem fahrerischen Level anpassen können.

Das recht simpel aufgebaute System wird von einem massiven Plastikkäfig geschützt, welcher auch beim Einsatz von Flatschuhen oder im uneingeklickten Zustand genügend Grip bieten soll. Gelagert ist die Pedale mit zwei Kompaktlagern auf einer CrMO-Stahlachse.

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Für den sofortigen Einsatz werden die passenden Cleats beim Kauf der PD-M424 mitgeliefert. Hält man die Pedale das erste Mal in der Hand machen die Einsteiger einen soliden Eindruck. Der breite Pedalkörper sind an den Enden mit einer großen Fase versehen, so dass diese bei Bodenkontakt nicht hängen bleiben können und ein Sturz vermieden werden kann. Die gesamte Konstruktion ist jedoch sehr eng. Zwischen den einzelnen Bauteilen der Pedale ist nur wenig Platz vorhanden und lässt bereits einen großen Nachteil  erahnen. Denn der natürliche Feind dieses Systesm ist Schlamm.

Doch fangen wir zu allererst bei optimalen Bedingungen an. Die Pedale funktioniert bei trockenen Verhältnissen so wie man es sich wünscht. Die Cleats an der Unterseite des Schuhs finden nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell das System und man ist zügig mit der Pedale verbunden. Je nachdem, wie hart man das System eingestellt hat, braucht es etwas mehr oder weniger Kraft und wieder auszuklicken. Das System löst bei einem Winkel von 30 Grad aus. Dabei dreht man den Hacken lediglich vom Rad weg und ist schnell von diesem gelöst.

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Der Plastikkäfig der PD-M424 erscheint uns schon fast überflüssig, macht jedoch für Anfänger durchaus sind. Zum einen wird das Klicksystem geschützt, zum anderen soll er für den Fall, dass man es nicht sofort schafft einzuklicken, eine große Auflagefläche bieten. In diesem eiert man jedoch mehr auf dem Pedal herum als anständig treten zu können. Der Klickmechanismus baut vergleichsweise hoch und steht somit recht weit aus dem Pedal heraus. Einen wirklichen Kontakt zu dem Plastikkäfig kann man somit nicht herstellen und der Fahrspaß bleibt auf der Strecke.

Der Vorteil der Klickpedale wird besonders im Uphill deutlich. Während man mit dem Flatpedal nur drücken kann, ist es mit dem Klicksystem möglich gleichzeitig zu drücken und zu ziehen. Die feste Verbindung zwischen Pedal und Fahrer sorgt somit für optimale Kraftübertragung und verteilt die Beanspruchung auf mehrere Muskelpartien.

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Schwächen weist die PD-M424 im Einsatz unter widrigen Wetterbedingungen auf. Vor allem bei Schlamm muss man vor dem Einklicken oftmals die Cleats und die Pedale vom Schmutz befreien. Dafür kann man einfachheitshalber mit den Cleats auf die Pedale klopfen, was diese auch gut verträgt und keine Schäden entstehen. Eine lästige Prozedur ist es dennoch.

Fazit

In unserem Langzeittest überzeugten die PD-M424 mit einer zuverlässigen Funktion. Auch bei großen Kräften blieb man sicher mit der Pedale verbunden. Dank der einstellbaren Härte und des großen Käfigs ist die Pedale ein super Einsteigermodell. Zudem der Preis schmale 39,90 Euro UVP beträgt (viele Onlineshops bieten die Pedale bereits für unter 30 Euro an).

Produkthighlight

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • einstellbare Härte
  • sehr gute Funktion

Preis und Web

über den Autor

Rick Schubert

Rick Schubert ist bei Velomotion der Mann für’s Grobe. Alles, was Stollen hat, ist sein Metier. Kein Wunder, gehört er doch der BDR-Auswahl im Fourcross an. Zudem ist Rick Schubert als Fotograf für die Bildauswahl der meisten Testberichte verantwortlich.

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