Test: Vermarc Aqua Zero – Regentrikot mit gutem Preis-Leistungsverhältnis

Test: Vermarc Aqua Zero – Regentrikot mit gutem Preis-Leistungsverhältnis

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Test: Auf den ersten Blick wirkt das Zero Aqua Trikot von Vermarc wie eine recht offensichtliche Kopie des Gabba 2 von Castelli. Im Detail finden wir doch einige deutliche Unterschiede. Diese machen aus dem Zero Aqua um Himmels Willen kein schlechtes Allwetter-Trikot – aber eben im Detail ein bisschen einfacher – nicht zuletzt kostet es auch 30 Euro weniger als das Gabba 2.

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Die äußere Erscheinung ist äußerst minimalistisch; zwei kleine, reflektierende Logo-Aufdrucke auf Brust und Rücken, ein Reflexionsstreifen entlang der Rückentaschen und das war’s; ein Trikot schwarz wie die Nacht. Die Front ist recht hoch geschnitten, die Rückenpartie etwas länger. Wie bei der Gabba lässt sich der Spritzschutz am Rücken einklappen und mit Hilfe des Silikonbandes im Bund auch fixieren. Das klappt nicht ganz so gut wie bei Castelli, aber es klappt. Der verarbeitete Stoff wirkt weicher und flexibler und obwohl er nicht den teuren Namen einer bekannten Membrane wie Gore trägt, funktioniert der Wasserschutz sehr effektiv. Der Tragekomfort des Zero Aqua ist sehr angenehm. Bei Trockenheit und steigenden Temperaturen fühlt sich das Vermarc-Trikot deutlich wärmer an. Einsätze aus leichterem Material unter den Armen, die den Tragekomfort etwas erhöhen könnten, fehlen leider.

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Über die Trikottaschen wurde eine durchgehende, breite Stofflasche gelegt, die dafür sorgen soll, dass der Inhalt der Taschen trocken bleibt. Dies funktioniert gut, macht den schnellen Griff in die Tasche aber etwas pfriemelig; speziell die beiden äußeren Taschen sind sehr klein – mehr als ein Gel oder ein Smartphone findet hier keinen Platz.
Der Kragen des Zero Aqua ist nur etwas höher geschnitten als bei einen „normalen“ Trikot. Innen ist er mit einem angenehmen Mesh-Material abgesetzt. Der Reißverschluss ist deutlich schwergängiger als beim Gabba 2 und hat auch keine schützende Windleiste. Vor allem der Griff des Zippers ist extrem klein. Da man bei kühlem Regen gerne mal lange Handschuhe trägt, oder die Finger schon etwas taub sind, wird das Öffnen und Schließen zur Fummelei.
Die Arme sind lang geschnitten und reichen bis fast in die Ellenbeuge. Der Armabschluss ist aber sehr angenehm; er ist klassisch nach Innen vernäht und schnürt nicht ein.

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Auf einen Blick: Vermarc Zero Aqua

  • Erhältlich nur in Schwarz
  • Gewicht: 278 Gramm (Größe L, kurzarm)
  • Erhältliche Größen: XXS bis XXXXL
  • Optional auch als Langarmvariante; außerdem sind Armlinge aus dem identischen Zero-Aqua-Material erhältlich.
  • Waschbar nur bis 30 Grad – was, wie bei vielen anderen Trikots dieser Art den Einsatzzweck leider etwas ad absurdum führt, aber wohl der Preis für die Funktionalität sein muss.
  • Preis: 119,95 Euro (kurzarm), 149,95 Euro (langarm), 29,95 Euro (Armlinge)
  • Website des Herstellers
Test: Vermarc Aqua Zero – Regentrikot mit gutem Preis-Leistungsverhältnis Test von am .
4.5

Bewertung

Wetterfestigkeit 92
Passform 90
Verarbeitung 88
90 Herausragend
Man könnte den Belgiern von Vermarc vorwerfen das Gabba von Castelli einfach kopiert zu haben, doch im Detail ist das Zero Aqua ein völlig eigenständiges Trikot, das sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis auszeichnet. Dass es in sage und schreibe neun Größen erhältlich ist, zeigt den Anspruch bei Vermarc es möglichst jedem Recht machen zu wollen, was durchaus gelingt.

über den Autor

Marcus Degen

Marcus Degen ist Gründer des deutschen Radsportmagazins Procycling und war für neun Jahre dessen Chefredakteur. Während dieser Zeit gründete er als Herausgeber auch die Magazine Fahrrad News und World of Mountainbiking. Er hat Physik und Ingenieurwesen in München studiert und war in den späten Achtzigern und Neunzigern als Radamateur und Triathlet aktiv. Anfang 2013 rief er das digitale Fahrrad-Magazin Velomotion ins Leben.

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