Jan Frodeno pulverisiert Weltrekord über Langdistanz
Foto von Ingo Kutsche

Jan Frodeno pulverisiert Weltrekord über Langdistanz

Triathlon-News: Jan Frodeno hat bei der DATEV Challenge Roth den seit 2011 bestehenden Weltrekord über die Langdistanz gebrochen. Mit einer Sensationszeit von 7:35:39 unterbot er die von Andreas Raelert aufgestellte Bestmarke um fast sechs Minuten und dürfte nun wohl endgültig als einer der besten Triathleten aller Zeiten in die Geschichte eingehen.

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Wenn der Sieg bei einem der größten Triathlon-Rennen überhaupt zur Nebensache gerät, steht fest, dass soeben etwas bahnbrechendes passiert ist. Jan Frodeno gewann am Sonntag nicht nur die DATEV Challenge Roth in überlegener Manier mit über 20 Minuten Vorsprung auf die Verfolger, sondern knackte vor allem den Weltrekord über die Langdistanz. An Frodenos Sieg dürften wohl selbst die größten Skeptiker zu keinem Zeitpunkt gezweifelt haben. Bereits nach dem Schwimmen hatte der 34-jährige Kölner ein beachtliches Zeitpolster auf die Verfolger, das er in der Folge in seiner Paradedisziplin auf dem Rad noch deutlich ausbauen konnte. Auch beim Laufen gab sich Frodeno keinerlei Blöße und unterbot die bisherige Weltrekordzeit nicht nur, sondern pulverisierte sie förmlich. Die Erwartungen hatte Frodeno selbst im Vorfeld bereits hochgeschraubt und unter dem Namen Project740 das Ziel einer Zeit von unter 7:40:00 ausgegeben – Projekt geglückt.

Mit einer sensationellen Zeit von 7:35:39 dürfte dem Weltmeister und Olympiasieger der Rekord auf viele, viele Jahre sicher sein. Dass er momentan keine Konkurrenz fürchten muss, zeigte sich auch wieder in Roth: Das Verfolgerduo Joe Skipper und Vorjahressieger Nils Frommhold hatten über 20 Minuten Rückstand auf einen entfesselten Frodeno. Die beiden hatten sich jedoch einen packenden Kampf um die Silbermedaille geliefert: Lange sah es so aus, als würde Frommhold sich souverän den zweiten Platz sichern, doch nach einer enorm starken Laufleistung des Briten Joe Skipper, der einen Rückstand von über acht Minuten aufholen konnte, musste sich der Sieger des Vorjahres am Ende mit Bronze begnügen.

„Ich bin einfach dankbar, dass ich nicht eingebrochen bin, aber es gab keine andere Wahl, als volles Risiko zu gehen. Die Marke soll ja noch die nächsten zwei, drei Jahre halten,“ kommentierte der neue Weltrekordhalter seine neue Bestmarke und schickte direkt eine Liebeserklärung an seinen Sport hinterher: „Ich liebe diesen Sport, ich wüsste gar nicht, was ich sonst machen sollte.“ Das sieht man in jeder Sekunde. Hut ab vor dieser unglaublichen Leistung.

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