TEAM GREEN’N FIT: Materialbericht B&W Bike box

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Materialbericht von Tamara Kroll / Team Green`n Fit

Ich möchte heute die B&W Bike box vorstellen, die uns das Team für Flugreisen zu Verfügung stellt. Und das ist genau das, was ich mache, denn ich wohne in Südfrankreich und fliege regelmäßig mit meinem Rad für Rennen nach Deutschland. Ich schreibe also nicht wie viele über meine einmalige Erfahrungen mit einem vom Hersteller zum Testen geschickten Produkt, ich habe die Bike box nicht zum Testen bekommen, sondern zum Benutzen.

Der trapezförmige Hardshell-Koffer ist zuverlässig solide, für seine Größe relativ leicht und daher im Preis-Leistungsvergleich meines Erachtens sehr gut platziert.

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Die Außen- und Innenmaße des Herstellers stimmen mit meiner Nachmessung überein (innen 108 bzw. 78 x 80 x 25, außen 114 bzw. 85 x 88,5 x 29,5). Ich habe ein ROSE XLITE CRS 53iger Rahmen, mein Kollege hat ein 57iger Rahmen ohne Probleme reingekriegt. Allerdings sollte man sich auf der Webseite des Herstellers die Einpackungsanleitung herunterladen und durchlesen. Denn soooo einfach ist das nicht, zumindest nicht, wenn man totaler Anfänger im Radkofferpacken ist! Ganze zweieinhalb Stunden habe ich gebraucht, Schande! Inzwischen ist bei mir in einer halben Stunde alles abgebaut, eingepackt, gesichert und zugeschlossen. Ich finde, das geht!

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Bei meiner Körper- und Rahmengröße brauche ich noch nicht einmal die Sattelstütze abbauen oder einsenken, aber ohne Pedalen und hinteres Schaltgewinde abbauen geht es leider nicht. Auch der Lenker muss vom Vorbau gelöst und gedreht werden. Und das alles in einer bestimmten Reihenfolge, sonst klappt das Ganze nicht. Wichtig ist auch, sich die Sattelhöhe und den Lenkerwinkel mit einem CD-Stift zu markieren, sonst braucht das spätere Zusammenbauen vielleicht auch zweieinhalb Stunden.

Der Hersteller gibt als Echtgewicht 11,8 kg an. Auf meiner Waage hatte er 10,5 kg. Aber ich habe die zwei mitgelieferten Reifentaschen herausgenommen, auf diese Weise kann es als „Rad im Koffer“ deklariert werden und ich brauche nichts extra zu zahlen. Der Hersteller schreibt ein Höchstgewicht von 30 kg vor, ich habe einmal den Koffer vollgepackt mit 34 kg und alles war ok. Und das Beste war, dass man es beim Transportieren des Koffers nicht einmal gemerkt hat! Ob nun 23 kg (das ist normalerweise das Gewicht mit Bike und alles zum Radfahren drin) oder 34 kg, er ließe sich gleich gut oder schlecht hantieren.

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Ja, und da bin ich zum einzigen kleinen negativen Punkt des Koffers. Die Laufrollen. Sie sind von höchst stabiler Qualität mit sogar verstärkter Achse, aber sie sind keine 360 °Grad-Rollen. Das bedeutet, dass man den Koffer bei jedem auch kleinsten Richtungswechsel kurz anheben muss. Am Anfang ist das mühsam, danach gewöhnt man sich daran. Da das Rädergewinde aber leicht abbaubar und austauschbar ist (was bei vielen Koffern nicht der Fall ist), kann man den Koffer ja „aufmotzen“, das habe ich allerdings noch nicht recherchiert. Aber wie gesagt, man muss sich einfach nur daran gewöhnen, dafür ist der Koffer auch um ein paar hundert Euro billiger als viele anderer seiner Qualität, das sollte man nicht vergessen. Was aber sehr gut konzipiert ist, sind die beiden seitlichen Griffe, mit denen man den vollgepackten Koffer wirklich gut hochheben kann. Bis jetzt bin ich noch in keinen Zug oder Bus „reingerollt“, ich musste ihn immer einige Stufen hochheben. Und das geht mit den zwei Griffen einfach super.

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Auch nach fünf Flügen sah der Koffer aus wie neu. Und dann kam der sechste. Er hat bestätigt, dass man immer, aber auch wirklich immer nur mit einem Hardshell- Koffer fliegen sollte. Ich habe keine Ahnung, was mit ihm gemacht wurde, aber er hat deutliche Spuren von aggressiver Misshandlung, aber nur äußerlich. Dem Rad geht es bestens. Zusätzlich zur sehr soliden Hardshell-Hülle, die durch einen durchlaufenden Aluminiumrahmen stabilisiert wird, wird das Rad im Inneren durch zwei dicke Schaumstoffmatten geschützt. Wenn man das Rad vorschriftlich eingepackt hat, reichen die inneren Koffergurte. Natürlich kann man mit weiterem Schaumstoff oder Bubbelwrap schützen. Einmal zugemacht, kann man den Koffer abschließen, allerdings sind die Schlösser nicht sehr vertrauenserweckend. Daher sichere ich ihn noch mit Plastikstraps an den Seiten.

Ich bin der Meinung, man sollte sich einen Koffer wie diesen anlegen, solange man ihn zu Hause irgendwo gut lagern kann. Der Preis von dieser Bike box ist extrem konkurrenzfähig, und wenn man ihn dann noch an andere Radfahrer ausleihen kann, hat man seinen Kaufpreis schnell wieder raus. Es lohnt sich also, so oder so. Ich bin jedenfalls voll zufrieden.
Gute Reise!

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