Test: Wahoo ELEMNT GPS Fahrradcomputer – Einfache Bedienung & beste Konnektivität

Test: Wahoo ELEMNT GPS Fahrradcomputer – Einfache Bedienung & beste Konnektivität

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Test: Schon länger angekündigt, seit diesem Frühjahr erhältlich: Der Wahoo ELEMNT – „The Most Connected Bicycle Computer of the World“. Mit dem ELEMNT wird das vielfältige Angebot an Fitness-Produkten und -Apps von Wahoo Fitness weiter vervollständigt. Wir haben den neuen Fahrradcomputer auf dem Rennrad und auf dem Mountainbike auch unter Wettkampfbedingungen getestet.

Wahoo ELEMNT zusammengefasst:

  • Abmessungen: 57,5mm x 90,5mm x 21,2mm
  • Display: 2,7″ (6,7 cm) mit Hintergrundbeleuchtung
  • Schnittstellen: ANT+, Bluetooth, WLAN
  • Höhenmesser: barometrisch
  • Gewicht: ca. 99 g
  • Preis: 329,99 €

Wahoo ELEMNT – Unboxing

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Der ELEMNT kommt in einer edlen kompakten Verpackung. Aufgeklappt offenbart sich der Computer und auf der Verpackungsinnenseite findet man eine Kurzanleitung. Im Lieferumfang sind außerdem drei verschiedene Halterungen für die Montage an unterschiedlichen Lenkern und Vorbauten enthalten. Zudem sind noch Kabelbinder zur Montage und ein USB-Ladekabel beim ELEMNT dabei.

Wahoo Elemnt

Wahoo ELEMNT – Set Up

Zunächst lädt man sich die ELEMNT-App aus den gängigen App-Stores herunter, da diese auch für die weitere Benutzung Vorteile bringt. Beim erstmaligen Starten des Computers erscheint ein QR-Code, der mit der App gescannt wird. Somit werden App und Gerät miteinander verbunden und man kann alle weiteren Einstellungen vornehmen. Dabei empfiehlt es sich, den ELEMNT auch gleich mit dem heimischen WLAN zu verbinden. Dann synchronisiert sich der Radcomputer zuhause nämlich automatisch und selbständig.

Wahoo ELEMNT – Konnektivität  

image1Der Wahoo bedient sich aus den Schnittstellen ANT+, WLAN und Bluetooth und garantiert damit eine ausgezeichnete Konnektivität. Mit ANT+ kann eine Verbindung zu verschiedensten Sensoren, wie z.B Herzfrequenzmesser oder Leistungsmesskurbeln, hergestellt werden. Wahoo bietet den ELEMNT auch im Paket mit Pulsmesser, Trittfrequenzsensor und Speedsensor an, womit man die Features des ELEMNTs nochmal erweitern kann. Im Rahmen eines Testrides konnten wir den Wahoo auch in Kombination mit einer Power2Max Leistungskurbel testen, was auch tadellos funktionierte. Natürlich kann der ELEMNT auch mit dem Wahoo KICKR Trainer kommunizieren. So können Routen direkt auf den Heimtrainer übertragen und reale Strecke zuhause simuliert werden.

Über Bluetooth verbindet sich der ELEMNT mit dem Smartphone und erweitert die Konnektivität erheblich, da man so auch Zugriff aufs mobile Internet hat. So kann kann über das Smartphone seine aktuelle Aktivität auf dem Bike live ins Netz streamen und andere Leute daran teil haben lassen. Außerdem bekommt man bei der Verbindung über Bluetooth auch Nachrichten vom Handy direkt am ELEMNT angezeigt.

Über das WLAN synchronisiert sich der Computer von Wahoo. So werden die aktuellen Fahrleistungen übertragen bzw. Stecken oder Segmente auf das Gerät geladen. Mit der ELEMNT-App kann man das Gerät mit verschiedenen Diensten, wie z.B. Strava, Apple Health, Komoot und vielen mehr synchronisieren. Im Test haben wir das Gerät nur mit Strava synchronisiert und waren von der absolut einwandfreien Fuktion überzeugt. Der ELEMNT zeichnet die Strecke auf und sobald das Gerät sich mit dem heimischen WLAN verbindet, wird die Strecke mit Strava synchronisiert und man kann diese dann direkt über das Smartphone wieder abrufen. Der Upload funktionierte schneller als zuvor über das Smartphone, was uns sehr überrascht hat. Markierte Segmente in Strava werden direkt auf den Wahoo geladen, werden ausgelöst sobald man das Segment erreicht und der Fortschritt kann live auf dem Gerät verfolgt werden.

Wahoo ELEMNT – Bedienung

Über die Bedienung des Wahoo Radcomputers lässt sich gar nicht viel schreiben, da diese denkbar einfach ist. Über die Hardware-Tasten an der Vorderseite kann man zwischen den verschieden konfigurierten Bildschirmen wechseln. Diese Bildschirme können in der App individuell nach den eigenen Bedürfnissen konfiguriert werden. Die Hardware-Tasten auf der rechten Seite funktionieren wie eine Art Zoom für die verschiedenen Bildschirme. Mit den Tasten kann man einstellen wie viele Informationen auf dem jeweiligen Bildschirm angezeigt werden.

Wahoo ELEMNT – Karten & Navigation

15053430_1537298036286087_1437974709_oDer Wahoo-Computer bedient sich aus der Open Maps Datenbank und stellt grundlegend ein gutes Kartenmaterial zur Orientierung zur Verfügung. Für den Einsatz am Rennrad ist das Kartenmaterial ausgezeichnet. Beim Mountainbike sind zwar noch kleinere Forststraßen, aber Trails sind dann nicht mehr eingezeichnet. Im Dickicht des Bayerischen Waldes kam auch der GPS-Sensor ab und zu an seine Grenzen, was man an Aussetzern der Geschwindigkeitsanzeige bemerkte. Hier empfiehlt sich wohl dann die Ergänzung des Speed-Sensors. Die Navigation haben wir im Rahmen einer Teilnahme am diesjährigen WOIDMAN MTB Marathon getestet. Route von der Website des Veranstalters geladen, Datei am iPhone mit der ELEMNT-App geöffnet und dann einfach die Synchronisierung angestoßen. Schon konnte man auf das Material zugreifen. Die Route wird dann als gestrichelte Linie im Kartenmaterial angezeigt und man bekommt eine Warnmeldung über rote LEDs am ELEMNT bei Abweichungen von der Route. Das Höhenprofil konnte man nach der Synchronisierung natürlich auch direkt einsehen. Im Rennen war die Route dann eine willkommene Erweiterung, da man sich stärker auf das Rennen konzentrieren konnte und man sich nicht Sorgen um die richtige Route machen musste.

 

Fazit: WAHOO ELEMNT

Pro

Großartige Konnektivität
Vollgepackt mit Features
Hervorragende Strava-Integration

Contra

Nicht ganz günstig

Fakten

Produktjahr
2017
Preis
329€
Web
Am neuen Wahoo ELEMNT konnten wir Test kaum Schwächen ausmachen. Allerdings ist der Wahoo unserer Meinung nach eher auf wettkampforientierte Biker ausgerichtet. Dafür eignet er sich perfekt und muss ich vor seinen Konkurrenten nicht verstecken. Die Konnektivität des ELEMNTs ist auf einem anderen Level und Wahoo zeigt wie ein Radcomputer im digitalen Zeitalter aussehen muss.

über den Autor

Joseph Kuchler

Joseph Kuchler war in jungen Jahren aktiver XC-Racer und hat zwischenzeitlich in München Medienmanagement studiert. Zurück in seiner niederbayerischen Heimat ist er wieder öfter auf den Trails im bayrischen Wald anzutreffen.

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