Radon Jealous – bei diesem MTB sind eifersüchtige Blicke garantiert

Radon Jealous – bei diesem MTB sind eifersüchtige Blicke garantiert

Markt/Radon Jealous: Radon will eifersüchtig machen. Das könnte auch sehr gut klappen. Mit dem neuen Hardtail Radon Jealous haben die Bonner eine heißes Eisen im Feuer bzw. ein echtes Wettkampfgerät an der Startlinie. Das Jealous soll aber nicht nur für Racer Sinn machen…

Das letzte Carbon Hardtail von Radon, das Black Sin (übersetzt: schwarze Sünde) überzeugte uns. In der schnelllebigen Bike-Branche konnte es natürlich nicht ewig fortbestehen. Die Kurse im Worldcup werden immer technischer und somit ändern sich die Ansprüche an die Bikes. Das Radon Jealous trumpft mit top-aktueller Geometrie auf, die genau auf diese modernen Strecken zugeschnitten ist. Aber auch Hobby-Fahrer profitieren davon, das Rad fährt sich spaßiger und verspielter.

Der Rahmen des Radon Jealous

Das Rad sollte schnell und agil sein, aber nicht nur Rennfahrer glücklich machen, sondern auch flotte Tourer. Deshalb hat Radon gleich zwei Varianten des Jealous aufgelegt. Um uns alle doppelt eifersüchtig zu machen. Die Top-Variante ist mit unter 900 Gramm, genau 890 Gramm in 16″ Zoll wird angegeben, sehr leicht und konsequent auf one-by Antriebe ausgelegt. Also für 11 und 12 fach Antriebe ohne Umwerfer gedacht. Wer Dampf in den Beinen hat spart hier noch weiter Gewicht. Der hohe Steifigkeitswert, ganze 34% mehr als der Vorgänger, sollte jeden Pedaldruck am Hinterrad ankommen lassen und direktes Fehrverhalten garantieren. Aber man hat nicht nach dem Motto „Mehr ist besser“ den Rahmen einfach nur überall bretthart gebaut. Der untere Teil, vom Steuerohr oder das Tretlager bis zu den Ausfallenden soll die Kräfte aufnehmen bzw. übertragen. Der obere Teil, Sitzsterben und co. sollen für merklichen Komfort sorgen. Der Rahmen kommt in den vier Topmodellen, beim Limited und 9.0SL, so wie 10.0 und 10.0SL  zum Einsatz. Die fünf günstigeren Modelle haben ein etwas geändertes Carbon Layup, was die Räder günstiger macht, auch sind sie für die Anbringung eines Umwerfers geeignet. Alle Radon Jealous kommen aber mit Boost, also 148mm Einbaumaß, am Heck. Auch ist die Verwendung einer Teleskopstütze vorgesehen, bzw. der Rahmen darauf vorbereitet.

Erhältlich sind vier Größen, 16″, 18″, 20″ und 22″. Also werden die meisten Käufer etwas passendes finden. Die Geometrie wird sicher auch Vielen gefallen und ist top modern. Die 432,5mm Kettenstreben in Kombination mit 69,6 Grad Lenkwinkel und tendentiell langem Oberrohr passen in die heutige Zeit, auch im XC Sektor heißt es nun: lange Front plus kurzes Heck. Der Sitzwinkel passt mit relativ Steilen 73,6 Grad gut ins Bild und zum kurzen Hinterbau und hilft wie auch ein kurzes Steuerohr beim Klettern. Die Zugverlegung ist durchdacht. Die Bremse wird außen verlegt, Mechaniker wird es freuen. Der Schaltzug oder auch das Kabel für eine DI2 im Rahmen; hierfür gibt es verschiedene Dichtungskappen an den Ein- und Austrittspunkten. die Leitung für eine Teleskopstütze tritt am Sitzrohr, über dem Tretlager aus, so können Racer schnell zwischen klassischer Patentstütze und Dropper-Post wechseln. Optisch ist das Bike auch sehr gelungen, es hat Charakter und ist nicht irgend ein X-Beliebiger Rahmen aus Fernost. Er würde auch ohne Dekor erkannt werden, das kann nicht jeder Hersteller von seinem XC-Hardtail behaupten, auch wenn ihn das eifersüchtig macht. Stabil sollte der Rahmen auch dauerhaft sein, er erfüllt die DinPlus Norm. Er wird vor einer herabfallenden Kette durch leichte Alu Bleche im Tretlagerberich geschützt.

Die Modelle des Radon Jealous

Wie erwähnt richten sich die vier Modelle mit dem Top-Rahmen vor allem an Racer. Aber auch die günstigeren Modelle sind sehr interessant. An allen Modellen außer dem LTD kommen hochwertige Syntace Lenker, Stütze und Vorbau zum Einsatz. Alle Bikes bis auf das LTD vertrauen auf Conti Reifen. Hier die wichtigsten Details zu einigen nach unserer Meinung besonders interessanten Modellen:

Radon Jealous 6.0

kommt mit solidem Shimano SLX Anrieb mit Shimano Schaltwerk, einer DT Swiss OPM ODL 29 Remote Gabel, DT Swiss X1900 Spline 29 Laufrädern, einer Magura MT4 Bremse. 10,1 Kilo für 1999€,  das soll mal einer nachmachen!

 

Radon Jealous 9.0 DI2

federt mit einer Fox 32 Performance Elite SC Remote Boost Gabel, rollt auf MAVIC Crossmax ELITE 29, das Highlight ist die komplette Shimano XT DI2. Wiegt genau 10,0 Kilo und kostet 3499€. ein DI2 Knaller!

 

Radon Jealous 10.0

ist das günstigste 12-fach Rad im Programm mit Sram XO Eagle Gruppe, mit DT Swiss XR 1501 Spline One 29 Rädern und dem Hingucker Rock Shox RS1 Upside Down Gabel. Dazu sind Syntace Lenker und Stütze dann auch aus Kohlefaser. 8,2 Kilo für 4299€. Ein optisches und technisches Schmankerl!

 

Radon Jealous LTD (Limited)

das kompromisslose Leichbau-Objekt. Federt mit einer FOX 32 Float Factory SC Remote Boost, schaltet mit einer Sram XX1 Eagle. Die AX Lightness Ultra Boost Carbon Laufräder mit Schwalbe Thunder Burt Reifen werden von einer Magura MT8 gebremst. Lenker, Stütze, Vorbau und Sattel kommen von Tune. 7,35 Kilo für 6499€, die faktisch keine weiteres Tuning zulassen, mehr geht kaum.

 

Hier noch zwei Clips für Euch, die aus Sicht des Produktmanagements, wie auch aus Pro-Racer-Sicht das Rad erklären.

www.youarejealous.de

www.radon-bikes.de

über den Autor

Christian Ettl

Christian Ettl ist Zweiradmechanikermeister und Mediengestalter. Er war Chefredakteur der Fahrrad News. Sein Herz schlägt für komplexe technische Sachverhalte rund um das Thema Fahrrad. Am liebsten fährt er Tagestouren auf dem Gravel-Grinder oder genießt gute Abfahrten, gerne auch im Bikepark.

Erstelle einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

19
14
22
3
18
9
2024
1
2
4
16
12
13
10
1723
6
7
21
15
5
8
11