Shimano CM-2000/1100 – Neue Actioncams mit intelligenter Start/Stop Automatik
Foto von Michael Faiß

Shimano CM-2000/1100 – Neue Actioncams mit intelligenter Start/Stop Automatik

Markt: 2014 betrat Fahrrad-Riese Shimano mit seiner ersten Actioncam CM-1000 technisches Neuland. Ein kompakter Formfaktor und die fahrradspezifische Ausrichtung zeigten vielversprechende Ansätze, technisch konnte die Shimano Cam aber nicht ganz mit den Platzhirschen von GoPro und Co. mithalten. Das soll sich mit der neuen Generation nun jedoch ändern – eine wichtige Rolle spielt dabei auch die ANT+ Konnektivität, über die sich die Kamera automatisiert ansteuern lässt.

Nach dem verheißungsvollen Actioncam Debüt von Shimano vor zwei Jahren war es in den letzten Monaten still auf diesem Bereich. Im Rahmen des Dura Ace Pressecamps im spanischen Calpe präsentierte man nun jedoch überraschend eine neue Kamera-Generation des japanischen Komponentengiganten. Gleich zwei Modelle werden bereits in den kommenden Wochen im Fachhandel erhältlich sein. Die CM-1100 ist dabei der direkte Nachfolger des 2014er Modells, die CM-2000 eine Weiterentwicklung mit einigen spannenden Zusatzfunktionen.

Bevor wir nun zum eigentlichen Highlight kommen, nämlich der automatisierten Steuerung per ANT+ und GPS, einige technische Eckdaten zur neuen Kamerageneration:

Maximale Auflösung: 2.560 x 1.440px / 30fps
Bildstabilisierung: Elektronisch
Bildwinkel: 130° / 120° / 90°
Wasserdicht: Bis 10m

Durchaus überraschend ist sowohl das Fehlen der 4K Auflösung als auch keine hochauflösenden Slowmotion-Aufnahmen mit mehr als 60fps. Auf dem Papier hinkt man technisch so den Marktführern etwas hinterher – doch Shimano hat noch ein Ass im Ärmel, mit dem man sich von der Konkurrenz abheben kann, nämlich die automatische Aufnahme ausgelöst durch Bluetooth, GPS oder ANT+.

Shimano Actioncam CM-2000 / 1100: Automatische Aufnahme bei Attacke, beim Anstieg oder im Downhill

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal beider neuen Modelle ist die ANT+ Funktionalität, über die sich die Aufnahme automatisch starten und stoppen lässt. Dabei ‚versteht‘ sich die Kamera nicht nur mit Geschwindigkeits- oder Kadenzsensoren, sondern auch mit Shimanos Di2 Antrieben oder gängigen Leistungsmessern. Ein Beispielszenario wäre die automatische Aufnahme, sobald man mehr als 200 Watt tritt oder mit mehr als 60km/h unterwegs ist. Die Programmierung erfolgt über die kostenlose Shimano App für Android und IOS. Diese erlaubt sogar die Verknüpfung verschiedener Daten. Ein etwas komplexeres Beispiel wäre: Die Aufnahme startet, wenn man über 250 Watt tritt, schneller als 50km/h fährt und dabei auf dem größten Kettenblatt unterwegs ist. Ein wirklich spannendes Feature, das eine Vielzahl verschiedener Anwendungsmöglichkeiten eröffnet.

Das Topmodell CM-2000 besitzt sogar noch eine zusätzliche Option: Stellt man über Bluetooth eine Verbindung zum Smartphone her, so lässt sich die Aufnahme starten, wenn man bestimmte GPS Koordinaten passiert und auch wieder automatisch stoppen, wenn man einen zweiten Punkt erreicht. Perfekt beispielsweise um sein Lieblingssegment auf Strava automatisch per Kamera aufzuzeichnen.

Neue PC Software Shimano Camera Editor

Gemeinsam mit den neuen Kameras stellte man auch die neue Software Shimano Camera Editor für Windows und Mac vor. Mit dieser lassen sich die aufgezeichneten Videos nicht nur editieren, schneiden und konvertieren, sondern wie mittlerweile üblich, kann man auch hier die aufgezeichneten ANT+ Daten direkt in das Video einbetten. So sieht man z.B. immer wie schnell man war, wie viel Watt man getreten hat oder in welchem Gang man unterwegs war.

Shimano Actioncam CM-2000 / 1100: Preise und Verfügbarkeit

Zu 100% verlässliche Angaben können wir derzeit weder zu den Preisen noch zur Verfügbarkeit machen. Die Preise dürften jedoch bei ungefähr 350€ (CM-2000) und 300€ (CM-1100) liegen. Bereits in den kommenden Wochen sollten die neuen Actioncams beim Händler in den Regalen liegen.

Web

www.shimano.com
www.paul-lange.de

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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