Shimano S-Phyre: Neue Rennrad Bekleidungslinie für höchste Ansprüche
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Shimano S-Phyre: Neue Rennrad Bekleidungslinie für höchste Ansprüche

Markt: Shimano erweitert für das Jahr 2017 seine S-Phyre Bekleidungslinie, in der bereits seit vergangener Saison Schuhe und Socken erhältlich waren. Mit dem neuen Jersey, der Bib-Short, dem Skinsuit und den Handschuhen richtet man sich an leistungsorientierte Fahrer mit höchsten Ansprüchen.

Der Startschuss für Shimanos S-Phyre Bekleidungslinie fiel bereits im vergangenen Jahr: An der Speerspitze des Racing-Sortiments der Schuhe stehen seitdem mit dem XC9 (Cross Country) und dem RC9 (Straße) zwei S-Phyre Modelle. Für 2017 geht man nun in die Vollen und stellt den Schuhen ein komplettes Kit zur Seite – vom Jersey über die Bib bis zu den Handschuhen; auch ein Skinsuit wird erhältlich sein. Die Zielsetzung bleibt: Die bestmögliche Performance für höchste Ansprüche.

Um eben dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, betrachtet man den Fahrer bzw. die Fahrerin und die Bekleidung im Gesamtsystem und dreht an den entsprechenden Stellschrauben, um hier die letzten Prozentpunkte an Effizienz herauszukitzeln. Im Entwicklungsprozess kooperierte man mit Bikefitting-Experten und Profifahrern, um zu ermitteln, auf welche Details es am Ende ankommt, um das eine oder andere Watt mehr auf den Asphalt zu bringen. Marco Zaja, der bei Shimano für die Bekleidung zuständig ist, zeigt sich mit dem Endergebnis zufrieden: „Wir haben unser gesamtes Know-How im Bereich Performance eingebracht, um eine bis ins letzte Detail durchdachte Bekleidungslinie ins Leben zu rufen. S-Phyre wird dem gerecht, was die Radsportwelt von Shimano erwartet.“

Während des Entwicklungsprozesses hat man sich in einem ersten Schritt damit beschäftigt, welche Faktoren sich leistungsmindernd auf den Fahrer und das Gesamtsystem Fahrrad auswirken. Dabei identifizierte man Widerstand, Gewicht und Masse als die drei „Übeltäter“ und machte sich daran, deren Einfluss zu minimieren. Die S-Phyre Bekleidung ist deshalb nicht nur extrem leicht, sondern die spezielle Oberfläche reduziert zudem auch den Luftwiderstand. Clever eingesetzte Materialien und der auf unbedingte Performance optimierte Schnitt unterstützen die natürlichen Bewegungen auf dem Rad.

Shimano S-Phyre 2017: Das Jersey

Das S-Phyre Trikot kommt zunächst in zwei Farben: Neben der S-Phyre-typischen Kombination aus Schwarz mit blauen Highlights wird es zudem auch eine High-Visibility Variante in leuchtendem Gelb geben. Der nahtlose Schulterbereich wird in einem aufwändigen 3D-Verfahren so geformt, dass sich der Stoff in Fahrtposition perfekt an die Haut anschmiegt und keine Falten wirft, die nicht nur den Komfort mindern, sondern sich vor allem auch negativ auf die Aerodynamik auswirken.

 

Shimano S-Phyre

Die drei Rückentaschen sind so angeordnet und geformt, dass sie auch während der Fahrt und in möglicherweise hektischen Situationen leicht und einfach zu erreichen sind. Begrüßenswert ist außerdem die Entscheidung, auf der Vorderseite auf einen durchgehenden Reißverschluss zu setzen. Dieser macht das Trikot auch bei heißen Temperaturen universell einsetzbar.

Shimano S-Phyre 2017: Die Bibshort

Bei der S-Phyre Bibshort verzichtet man im Bereich der Oberschenkel komplett auf sämtliche Nähte. Unangenehme Druck- und Reibepunkte können so eliminiert werden und der sportliche Schnitt verbessert durch Kompression die Leistungsfähigkeit der Muskeln. Auf der Innenseite setzt man nicht wie die meisten anderen Hersteller auf Silikonbündchen, sondern auf gewobene rutschhemmende Materialien, die Verrutschen ebenso verhindern, dabei jedoch deutlich komfortabler sein sollen. Etwas Besonderes hat man sich im kritischen Übergangsbereich zwischen Sattel und Oberschenkel einfallen lassen; die besondere Materialstruktur an dieser Stelle reduziert den Widerstand und optimiert die Bewegungsabläufe.

Shimano S-Phyre

Bei der Entwicklung des S-Phyre Sitzpolsters ging man bewusst neue Wege und löste sich von bereits bekannten und etablierten Formen. Auf den ersten Blick fällt der langgezogene Schlitz zwischen den beiden Pobacken auf. Durch diese Trennung sollen die natürlichen Bewegungsabläufe unterstützt werden, was nicht nur die Leistung, sondern insbesondere den Komfort verbessert. Stoßdämpfende Materialien wurden strategisch in das Polster eingearbeitet und die endgültige Form gemeinsam mit Profifahrern entwickelt.

 

Shimano S-Phyre 2017: Der Skinsuit

Für all diejenigen, die bezüglich Leistung keinerlei Kompromisse eingehen wollen bietet Shimano in der S-Phyre Line auch einen einteiligen Skinsuit, der die Vorteile von Jersey und Bib vereint, dabei aber eben noch einen Ticken aerodynamischer ist.

 

Shimano S-Phyre 2017: Die Handschuhe

Oftmals unterschätzt wird der Einfluss der Handschuhe auf Leistung und Komfort während der Fahrt. Um auch bei langen Tagen im Sattel mit vielen Brems- und Schaltvorgängen Ermüdungserscheinungen im Bereich der Hände zu vermeiden, kommt der S-Phyre Handschuh mit sehr wenigen Nähten aus und der vorgeformte Schnitt ist auf eine sportliche Griffposition hin optimiert. Atmungsaktives Mesh-Material an den Knöcheln und am Handrücken sorgen für ein angenehmes Klima auch an heißen Tagen.

Die Handinnenfläche kommt gänzlich ohne Polster aus und soll bei allen Bedingungen gleichbleibend guten Grip bieten. Zu Gunsten der Aerodynamik verzichtet man überdies auf einen Klettverschluss oder ähnliches und setzt stattdessen auf ein simples, minimalistisches Überzieh-Design. Dank des engen Schnitts muss man aber laut Shimano dennoch kein Verrutschen befürchten.

Shimano S-Phyre 2017: Preise und Verfügbarkeit

Bezüglich der Preise hüllt man sich seitens Shimano derzeit noch in Schweigen – da die gesamten S-Phyre Produkte jedoch bereits ab Mitte Februar im Handel erhältlich sein sollen, dürfte bereits in naher Zukunft mit einer Veröffentlichung der unverbindlichen Preisempfehlungen zu rechnen sein. Die Produkte werden ausschließlich in ausgewählten S-Phyre Premium Stores erhältlich sein. Ein entsprechender Dealer Locator auf der offiziellen Shimano-Seite wird in naher Zukunft verfügbar sein.

 

Web

www.shimano-lifestylegear.com

über den Autor

Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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