SKS Raceblade Pro XL im Test – Schutzbleche schnell montiert

SKS Raceblade Pro XL im Test – Schutzbleche schnell montiert

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Kurztest/ Winterzubehör: Praktisch, schützend, schnell montiert: Die SKS Raceblade Bleche (natürlich aus Kunststoff) machen das Crossrad zum allwettertauglichen Trainingsgerät.

Es kommt der Tag, da hat auch ein begeisterter Crossfahrer keine Freude mehr daran, von jeder Fahrt komplett durchnässt und eingesaut zurückzukehren. Der Januar ist daher ein guter Monat, in Sachen Spritzschutz aufzurüsten, und hat man diesen Entschluss erst einmal gefasst, geht alles sehr schnell. In Form der SKS Raceblade Pro XL ist entsprechendes Zubehör nämlich so einfach montiert, dass sich weitere Worte im Grunde erübrigen, doch wir wollen natürlich etwas genauer hinschauen.

Los geht es an der Waage: 400 Gramm bringt ein kompletter Satz der breiten Spritzschützer ans Rad – nichts, worüber man sich im Winter Gedanken machen müsste. Bevor man nun zur Montage schreitet, sollte man einen genauen Blick in die Verpackung werfen: Dort finden sich nämlich stabile Lackschutzfolien, mit denen sich Streben und Gabel großflächig abdecken lassen. Auf die Dauer dürften die Streben der SKS Raceblade Schutzbleche nämlich, wenn auch an den Montagepunkten mit weichem Kunststoff versehen, Spuren am Rad hinterlassen.

Die Befestigung erfolgt mit Hilfe elastischer Bandagen, die man stramm um Gabelbein bzw. Strebe zieht und dann einhängt. Wie erwartet schleifen die Bleche erst einmal an den beinahe 35 mm breiten Reifen, doch dagegen sind die Raceblades mit diversen Justagemöglichkeiten gewappnet: Zum einen kann man die Länge der Streben ändern und die Bleche damit weiter weg vom Reifen positionieren bzw. an den Reifenumfang anpassen, zum anderen kann man den Montagewinkel verstellen. So lassen sich die Schützer gut an unterschiedliche Rahmengeometrien anpassen.

Bei der Erstmontage reichte die Vorderkante des vorderen Schutzblechs bis unter den Gabelkopf; man könnte es auch so einstellen, dass es nach unten in länger ist und so den Füßen mehr Spritzschutz bietet. Allerdings sind die SKS Raceblade von Natur aus recht lang und dazu mit breiten Spitzlappen ausgestattet – etwas, worüber sich auch der Hintermann in der Trainingsgruppe freuen wird und was vorne bei der Fußfreiheit beachtet werden muss.

Eine Komplikation ergibt sich bei Disc-Rahmen älterer Bauart mit außen liegender Bremsleitung, doch das SKS Raceblade XL ist darauf vorbereitet und hat die an Gabel bzw. Streben anliegenden Teile so gestaltet, dass sie über der Leitung sitzen.

Wer die Raceblades immer wieder an- und abbaut, belässt es bei den Gummibandagen und muss dann in Kauf nehmen, dass die Schützer nicht ganz geräuschlos sind – vor allem dann nicht, wenn sie wie bei unserem Testrad mit Rahmen und Gabel in Berührung kommen. Sollen die Bleche aber dauerhaft am Rad bleiben, können sie zusätzlich mit zwei Kabelbindern pro Blech und Seite befestigt werden; dann sitzen sie deutlich fester am Rad. Wie man es auch macht: In einer Jahreszeit, in der der Wunsch, sauber und trocken zu bleiben, die Freude an der Schlammschlacht abgelöst hat, sind die SKS Raceblade Pro XL eine gute Sache.

 

Fazit: SKS Raceblade Pro XL

Pro

Leichte Montage
Gut einstellbar
Guter Spritzschutz

Contra

nicht ganz geräuschlos

Fakten

Produktjahr
2016/2017
Preis
39,99 €
Web
Die schnell montierten, vielfältig verstellbaren Schutzbleche für Rennrad und Cyclocrosser sind eine gute Alternative zu fest montierten Schutzblechen, lassen sich aber freilich auch dauerhaft am Rad befestigen.

über den Autor

Caspar Gebel

Caspar Gebel, Jahrgang 1968, sitzt seit mehr als 30 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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