Vom 19. bis 24. Januar: Die 106. Sixdays Berlin

Vom 19. bis 24. Januar: Die 106. Sixdays Berlin

Radsport: Morgen ist es so weit: Das älteste Sechstagerennen der Welt begrüßt zum 106. Mal seine radsportbegeisterten Zuschauer. Im Berliner Velodrom mit dabei sein werden u. a. auch die belgischen Vorjahressieger Kenny De Ketele & Moreno de Pauw sowie das deutsche Siegerduo von vor zwei Jahren: Leif Lampater & Marcel Kalz.

Viele Zuschauer werden im Berliner Velodrom erwartet

Im heutigen Pressegespräch im Berliner Velodrom stellten sich Valts Miltovics, der neue Geschäftsführer der Sixdays Berlin, und der CEO Mark Darbon den Fragen der Journalisten. Dabei ging es unter anderem auch um die Übertragungsrechte. Wurden die Sechstagerennen von London und Amsterdam nämlich noch von Eurosport übertragen, so wird dies nun in Berlin nicht der Fall sein. Stattdessen wird TV Berlin ein paar Sendeminuten übernehmen und auch im Internet können die Zuschauer die Rennen verfolgen. Laut Mark Darbon haben sich die Organisatoren in diesem Jahr dazu entschieden, das Geld vermehrt in das Starterfeld zu investieren. Dies sei auch gelungen, denn bei keinem Bahnrennen nach Olympia, WM und EM stünde eine solche Weltklasse am Start wie in Berlin. Deshalb wurden bis dato auch schon mehr Karten verkauft, als es in den vorangegangenen Jahren der Fall gewesen ist.

Sixdays Berlin Sechstagerennen Lampater Kalz
Das deutsche Duo Lampater/Kalz will sich für das Sixdays-Finale in Mallorca qualifizieren und in Berlin um den Sieg mitfahren.

Ein starkes Fahrerfeld verspricht spannende Rennen

Der Berliner Marcel Kalz gewann erst gestern Nacht das Bremer Sechstagerennen zusammen mit Iljo Keisse aus Belgien. In seiner Heimatstadt wird Kalz jedoch wieder an der Seite von Leif Lampater an den Start gehen. Mit ihm konnte er die ältesten Sixdays der Welt bereits gewinnen. In Bremen ließ er ihn knapp hinter sich. Auch ein Verdienst von Iljo Keisse, der aktuell wohl der beste Bahnradfahrer der Welt zu sein scheint. Da er aber in den Diensten von Quick-Step Floors steht, muss er auch den Verpflichtungen auf der Straße nachkommen. So verschwand er nun wieder in das nächste Trainingslager und kann in Berlin leider nicht dabei sein. Ebenso übrigens wie Roger Kluge, der hier auch schon gewinnen konnte. Er weilt aktuell in Australien bei der Tour Down Under, wo er für seinen Kapitän Caleb Ewan schon erfolgreich seine Dienste anbieten konnte. Neben dem deutschen Erfolgsduo Kalz/Lampater ist nun in Berlin vor allem mit den Vorjahressiegern Kenny De Ketele & Moreno de Pauw zu rechnen. Schließlich gewannen die beiden Belgier bereits in London und Amsterdam.

Maximilian Levy soll schon wieder auf dem Sattel sitzen

Im Sprint dürfen in diesem Jahr u. a. Rene Enders, Joachim Eilers, Maximilian Levy und Robert Förstemann bejubelt werden. Auch wenn sich Robert Förstemann während der Pressekonferenz selbst nicht als Favoriten tippen wollte, hat der Berliner natürlich nur den Sieg vor Augen. Ein echtes Wunder ist fast schon die Teilnahme von Maximilian Levy. Nachdem er sich vor wenigen Tagen erst das Schlüsselbein gebrochen hat, wurde er gestern in Frankfurt schon wieder auf der Rolle gesichtet. Er wird morgen in Berlin schon wieder am Start stehen. Natürlich werden auch einige Frauen wieder mit dabei sein. Auch hier könnte das Fahrerfeld kaum prominenter aussehen. Besonders erwähnenswert sind hierbei Alina Lange und Anna Knauer, die beide bei den Deutschen Bahnradsport-Meisterschaften 2016 einen Titel erringen konnten. Für die Spannung auf der Bahn ist also in jeder Disziplin gesorgt. Für die Unterhaltung soll abseits der Rennen der Berliner DJ Tomekk zuständig sein. Außerdem wird der regierende Bürgermeister Michael Müller den Startschuss des Events abfeuern.

Maximilian Levy & Robert Förstemann
Immer wieder harte Gegner im Sprint auf der Bahn: Maximilian Levy & Robert Förstemann.

über den Autor

Michael Behringer

Im Jahr 1996 hat Michael Behringer seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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