Test: MET Strale – Immer einen kühlen Kopf bewahren!

Test: MET Strale – Immer einen kühlen Kopf bewahren!

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Test: Mit dem MET Strale hat der Helmausrüster des WorldTour Teams Dimension Data ein neues Vorzeigemodell im mittleren Preissegment auf den Markt gebracht. Ein spezielles Belüftungssystem vereint mit guter Aerodynamik und geringem Gewicht sollte alles bieten was ein sicherer Helm heutzutage braucht. Wir haben den MET Strale getestet.

Größte Innovation beim MET Strale scheint das neue Belüftungssystem zu sein. Hier nutzt man den sogenannten Venturi-Effekt, bei dem über ein Luftkanalisierungssystem frische Luft in den Helm eindringt und warme Luft wieder abgegeben wird. Das Design wurde dafür so angepasst, dass über einen großen zentralen Luftkanal zusammen mit einigen Seitenkanälen kühle Luft in den Helm hineingelangt und somit die gesamte Belüftung maximiert wird. Dank dieses Venturi-Effekts tritt die warme Luft durch eine hintere Öffnung wieder aus und schiebt sie vom Fahrer weg. Im Test konnte man förmlich spüren, wie das Belüftungssystem arbeitet und die Luft über den Kopf hinweg transportiert wird. So bildete sich kaum Schweiß auf der Stirn, welcher sonst häufig auf die Brille tropft. Trotz der guten Belüftung hat man dennoch nicht das Gefühl als würde es zu sehr ziehen.

 

 

 

Bei der Konzipierung des MET Strale wurde neben der Belüftung aber auch besonders auf die Aerodynamik geachtet. Dafür wurden die Öffnungen an der Vorderseite auf 8 Stück reduziert und das tropfenförmige Design des Top Models MET Manta beibehalten. Rein subjektiv betrachtet konnten wir im Vergleich zu reinen Aero-Helmen keinen spürbaren Unterschied feststellen. Mit 255 Gramm bei Größe Medium zählt der Strale zu den leichteren Modellen der Aerohelme.


Die Passform des MET Strale ist sehr angenehm, was besonders an seinem Safe-T Duo Fit System liegt, das eine Mikro-Metrik-Einstellung und 4 Höhenverstellungen erlaubt. Außerdem verfügt der Strale mit einer eingebauten Sperre über zusätzliche Sicherheit, da so beim Sturz ein Herausschlüpfen verhindert werden soll. Die Seitenbänder können je nach belieben verstellt werden und auch im Bereich an den Ohren/Kiefer angepasst werden, um unangenehmes Reiben zu verhindern. Leider sind die Bänder am Anfang sehr starr, was einem das Gefühl gibt, dass der Helm nicht richtig passt.

Etwas negativ aufgefallen ist uns außerdem, dass der Helm nur in den Größen Medium (52-58) und Large (59-62) erhältlich ist und so für manche Personen mit kleinerem Kopfumfang nicht in Frage kommt. Zudem könnten aufgrund der Form Personen mit einem sehr runden Kopf Probleme mit der Passform haben. Rein optisch gibt es 7 Farbvariationen, somit sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Als Feature um die Sicherheit zusätzlich zu verbessern ist der MET Strale an der Hinterseite mit einem reflektierenden Aufkleber und einem led-lichtkompatiblen Befestigungssystem ausgestattet.

Fazit: MET Strale

Pro

Gute Belüftung
Leicht
Aerodynamisch
Günstig

Contra

Starre Seitenbänder
Kleine Größen nicht verfügbar

Fakten

Produktjahr
2017
Preis
89,99 €
Web
Der MET Strale vereint alles was ein guter Helm braucht: Schutz, Aerodynamik, gute Belüftung und minimales Gewicht. Im Preissegment unter 100 € wird man nicht so schnell einen konkurrenzfähigen Helm bei entsprechendem Preis-Leistungsverhältnis finden. Auch optisch hat der Strale einiges zu bieten, lediglich die unbequemen Seitenbänder ziehen den Gesamteindruck etwas nach unten.

über den Autor

Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und verfolgt sein BWL Studium an der LMU München.

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