57. Baskenland-Rundfahrt Etappe #6: Valverde & Roglič jubeln

57. Baskenland-Rundfahrt Etappe #6: Valverde & Roglič jubeln

Radsport: Primož Roglič (LottoNL-Jumbo) hat auch das abschließende Zeitfahren der 57. Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Damit sicherte sich der ehemalige Skispringer nicht nur seinen zweiten Etappensieg, sondern auch Rang fünf in der Gesamtwertung. Einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg bekamen die Zuschauer zwischen Alberto Contador (Trek-Segafredo) und Alejandro Valverde (Movistar) zu sehen. Bei der Zwischenzeit sah alles nach einem Sieg von Contador aus, doch Valverde konnte das Blatt noch einmal wenden. Er schnappte sich somit seinen ersten Gesamtsieg bei der Baskenland-Rundfahrt. Die beiden Kapitäne von Bora-hansgrohe, Patrick Konrad und Emanuel Buchmann, landeten am Ende auf den Plätzen sieben und 13.

Die Entscheidung fällt im Kampf gegen die Uhr

Erst am sechsten und letzten Tag der Baskenland-Rundfahrt 2017 sollte die Entscheidung um den Gesamtsieg fallen. Nach der gestrigen 5. Etappe lagen immer noch fünf Fahrer gleichauf und 19 innerhalb einer Minute. Alles schien also möglich zu sein auf dem 27 Kilometer langen Parcours in Eibar. Natürlich sollten hier die Zeitfahr-Spezialisten im Vorteil sein, doch ein ca. fünf Kilometer langer Anstieg zu Beginn erweiterte den Kreis der Siegkandidaten.Um 14:07 rollte in Person von Laurent Didier (Tek-Segafredo) der erste Pilot von der Startrampe. Die ersten ernstzunehmenden Richtzeiten legten Vasil Kiryienka (Sky) und Michael Matthews (Sunweb) auf den Asphalt. In der Gesamtwertung konnten die beiden weit abgeschlagenen Profis aber ohnehin kein Wörtchen mehr mitreden. Wirklich spannend wurde es daher erst gegen 16:30 Uhr, als auch die letzten Fahrer auf der Strecke waren. Primož Roglič, der die 4. Etappe gewinnen konnte, kam mit einer Zeit von 35:58 als erster Siegkandidat in Frage.

Alberto Contador bricht ein – Alejandro Valverde gewinnt erstmals die Baskenland-Rundfahrt

Als erste verabschiedeten sich Sergio Luis Henao (Sky), Romain Bardet (Ag2r) und Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) aus dem Kampf um den Gesamtsieg. Sie lagen schon bei der ersten Zeitmessung weit zurück. Ganz anders Alberto Contador (Trek-Segafredo), der sich mit einer guten Zwischenzeit im Rennen halten konnte. Alejandro Valverde (Movistar) fuhr sich bei der Zwischenzeit mit einem Rückstand von neun Sekunden auf den zweiten Rang hinter Contador. Ein Zweikampf der beiden spanischen Altmeister deutete sich an. Im Ziel verpasste Contador um 23 Sekunden die Führung, doch in der Gesamtwertung lag er damit virtuell auf Rang eins. Auf den letzten Kilometern schien er jedoch ordentlich abgebaut zu haben. Denn Valverde konnte den Spieß tatsächlich noch umdrehen. Um neun Sekunden verpasste er zwar den Tagessieg, doch den Gesamtsieg schnappte er sich zum ersten Mal. Primož Roglič gewinnt seine zweite Etappe.

Ergebnis der 6. Etappe der Baskenland-Rundfahrt

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Primoz RoglicSlowenienLottoNL-Jumbo35:58
2.Alejandro ValverdeSpanienMovistar+0:09
3.Ion IzagirreSpanienBahrain Merida+0:15
4.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+0:23
5.David De la CruzSpanienQuick-Step Floors+0:34
6.Michael MatthewsAustralienSunweb+0:41
7.Vasil KiryienkaWeißrusslandSky+0:52
8.Diego UlissiItalienUAEst
9.Victor De la ParteSpanienMovistar+1:04
10.George BennettNeuseelandLottoNL-Jumbo+1:23

Gesamtwertung nach der 6. Etappe der Baskenland-Rundfahrt

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Alejandro ValverdeSpanienMovistar20:41:25
2.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+0:17
3.Ion IzagirreSpanienBahrain Merida+0:21
4.David De la CruzSpanienQuick-Step Floors+0:44
5.Primoz RoglicSlowenienLottoNL-Jumbo+0:59
6.Louis MeintjesSüdafrikaUAE+1:19
7.Patrick KonradÖsterreichBora-hansgrohe+1:40
8.Sergio Luis HenaoKolumbienSky+1:51
9.Rigoberto UranKolumbienCannondale-Drapac+1:56
10.Simon SpilakSlowenienKatusha-Alpecin+2:01

über den Autor

Michael Behringer

Im Jahr 1996 hat Michael Behringer seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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