Schönwetterfahrer ?! – Nicht mit mir !

Schönwetterfahrer ?! – Nicht mit mir !

Wer kennt es nicht, die Saison steht in den Startlöchern, man ist motiviert und möchte trainieren und dann macht einem das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung. Gerade das wechselhafte Aprilwetter macht uns Radsportlern das Leben schwer und hat auch schon so manchen Klassiker zur Tortur gemacht. Durch die immer besser werdende Bekleidung kann man sich jedoch gegen Schlechtwetter rüsten und den Bedingungen den Kampf ansagen. Die beiden italienischen Hersteller Castelli und Sportful zählen in Sachen Schlechtwetterkleidung zu den Vorreitern und innovativsten Marken auf diesem Gebiet. Wir haben uns in der Produktpalette beider Firmen für euch umgesehen.

Castelli Gabba 3

Vor einigen Jahren revolutionierte der italienische Bekleidungshersteller Castelli mit seinem Gabba den Markt und hat im Laufe der Zeit einige weitere Produkte auf den Markt gebracht, welche es uns Radfahrern ermöglichen auch den schlechtesten Bedingungen zu trotzen. Über die Jahre hinweg hat sich das Gabba als das Regentrikot schlechthin etabliert und ist kaum noch aus dem Peloton wegzudenken. Nicht umsonst setzen Chris Froome und seine Kollegen vom Team Sky in 2017 auf die Produkte von Castelli. Bei der dritten Generation des Gabbas wurden zum Vorgängermodell einige Änderungen vorgenommen, wie beispielsweise die Optimierung des wasserabweisenden Materials, ein verbesserter Abschluss am Rücken der das Hochrutschen des Trikots verhindert und extra Abflusslöcher für Regenwasser an den Rückentaschen.

Sportful Fiandre Light

Fiandre, italienisch für Flandern, ist die Linie von Sportful für Schlechtwetterkleidung und trägt nicht ohne Grund ihren Namen. Mit dem Fiandre Light hat man ein Regentrikot für wechselhafte Bedingungen im Programm, das bei nicht einmal 150 Gramm eine unbestechliche Kombination von Wasserbeständigkeit und Atmungsaktivität bietet und sich somit optimal für Wettkämpfe eignet. Mit Trek-Segafredo und Bahrain-Merida hat man gleich zwei WorldTour Teams diese Saison im Rennen, die mit den Klamotten von Sportful unterwegs sein werden.

Sportful Fiandre WS LRR

Aber auch für kälteren Temperaturen in Verbindung mit Regen hat Sportful mit der Fiandre WS LRR ein weiteres Trikot in der Fiandre Kollektion das sich durchaus sehen lassen kann. Äußerlich fühl es sich fast an wie eine kurzärmlige Regenjacke, der Gore Windstopper und die wasserdichten Nähte sorgen so für zusätzlichen Wetterschutz. Bei etwas milderen Temperaturen sollte man jedoch lieber zum Fiandre Light greifen, da das WS LRR wenig Wärme abgibt und man sehr schnell ins schwitzen kommen kann.

Castelli Perfetto Light

Neben dem Dauerbrenner Gabba hat Castelli nun mit der Perfetto Familie und speziell mit dem Perfetto Light eine etwas leichtere Version des Regentrikots auf den Markt gebracht. Bei etwas milderen Temperaturen garantiert das dünnere Material am Rücken eine verbesserte Atmungsaktivität bei gutem Wind- und Wetterschutz und macht das Perfetto Light so zum optimalen Begleiter in der Übergangszeit. Außerdem spart man sich durch die Windabweisendeeigenschaft des Perfetto Light eine flatternde Windweste.

Sportful Stelvio und Castelli Idro  

Die Stelvio von Sportful genießt bei den Profis mittlerweile einen ähnlichen Status wie das Gabba und gilt als die Regenjacke schlechthin. Kein Wunder denn man hat viel Zeit in die Entwicklung gesteckt und konnte so gemeinsam mit dem Team Tinkoff um Weltmeister Peter Sagan ein echtes Vorzeigemodell auf den Markt bringen. Gerade für Regenfahrten bei niedrigen Temperaturen hält die Stelvio warm und trocken. Durch die sportliche Passform ist man aber im Vergleich zu anderen Jacken immer noch recht aerodynamisch unterwegs. Bei Castelli hat man mit der Idro ebenfalls eine Regenjacke für Wettkampf und Training im Programm. Durch ihr geringes Packmaß findet sie bequem in jeder Trikottasche Platz und kann leicht verstaut werden. Auch wenn sie in Sachen Funktionalität und Regenschutz durchaus mit der Stelvio mithalten kann, sehen wir das Einsatzgebiet eher bei milderen Temperaturen. Zudem eignet sich die Idro aber auch als Windjacke in kühlen Abfahrten.

 

 

Wer sein Outfit komplettieren will für den halten die beider Hersteller mit den Regenhosen Fiandre Light Norain und Nano Light Pro zwei revolutionäre Produkte bereit. Von Außen unscheinbar und kaum anders als übliche Radhosen wurden wir beim ersten Test komplett überrascht. Obwohl sich die Hosen nicht schwerer oder unangenehm anfühlen, perlt sämtliches Wasser einfach ab und der Hintern wird lange trocken gehalten. Ab sofort ein absolutes Muss. Genau wie die Nano Flex und Fiandre Armlinge die ähnlich wie die Hosen das Wasser lange fernhalten, ohne dabei zu stören oder sich vollsaugen.

Unter anderem so haben wir die Produkte auf Herz und Nieren getestet…

https://www.instagram.com/p/BQ3LlYSBy_c/?taken-by=treksegafredo&hl=de

WEB: sportful.com und castelli-cycling.com

über den Autor

Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L’Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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