Tour de France Ruhetag #2: Ruhe vor dem Sturm

Tour de France Ruhetag #2: Ruhe vor dem Sturm

Radsport: Die Profis der Tour de France dürfen sich morgen zum zweiten Mal ausruhen. Am Dienstag beginnt dann die letzte und alles entscheidende Tour-Woche. In nahezu allen Wertungen ist es in diesem Jahr sehr spannend. Was erwartet uns auf den noch ausstehenden sechs Etappen?

Spannung bei der Tour de France – nur Marcel Kittel dominiert

Die Tour de France 2017 kann definitiv als spannend bezeichnet werden. Nach 15 Etappen liegen die Top vier der Gesamtwertung innerhalb von nur 29 Sekunden. In der Nachwuchs- und Punktewertung gibt es zwar Favoriten, doch vergeben sind auch diese Trikots noch nicht. Lediglich im Bergklassement scheint Warren Barguil (Sunweb) kaum noch abzufangen zu sein. Von Langeweile kann also keine Rede sein – höchstens wir bekommen eine Flachetappe zu sehen. Dort gibt es nämlich einen klaren Dominator: Marcel Kittel (Quick-Step Floors) hat bis auf einmal alle flachen Teilstücke für sich entschieden. Gestoppt wurde er lediglich auf der 4. Etappe durch einen Massensturz kurz vor dem Ziel. Fünf Etappensiege konnte sich Marcel Kittel bereits schnappen. Wie viele könnten in der letzten Tour-Woche noch dazu kommen?

Tour de France Marcel Kittel
Fünf Siege hat sich Marcel Kittel schon geholt, doch es sollen noch ein paar mehr werden.

Was erwartet uns in der letzten Tour-Woche?

Die Tour de France wird am Dienstag in die letzte Woche starten. Sechs Etappen gilt es noch zu absolvieren. Die Etappen 16, 19 und 21 werden wohl für einen Massensprint sorgen. Marcel Kittel hat also noch drei Chancen. Die Gesamtwertung der Tour de France wird auf den Teilstücken 17, 18 und 20 entschieden. Dort bekommen die Zuschauer nämlich zwei Bergetappen und ein Zeitfahren zu sehen. Klar ist, dass die Herausforderer Chris Froome vor dem Kampf gegen die Uhr noch Zeit abnehmen müssen. Es erscheint eher unwahrscheinlich zu sein, dass dies auf den beiden verbliebenen Bergetappen gelingen wird. Spannend wird es aber ohnehin, wenn es um die Podiumsplätze geht. Fabio Aru (Astana), Romain Bardet (Ag2r) und Rigoberto Uran (Cannondale-Drapac) befinden sich auf einem ähnlichen Niveau. Einschalten lohnt sich also definitiv – nicht nur wegen Marcel Kittel!

Tour de France Romain Bardet Uran Aru
Romain Bardet, Rigoberto Uran und Fabio Aru haben bereits je eine Etappe gewonnen – Chris Froome nicht.

Gesamtwertung der Tour de France 2017 nach 15 von 21 Etappen

PlatzFahrerLandTeamZeit
1.Chris FroomeGroßbritannienSky64:40:21
2.Fabio AruItalienAstana+0:18
3.Romain BardetFrankreichAg2r+0:23
4.Rigoberto UranKolumbienCannondale-Drapac+0:29
5.Daniel MartinIrlandQuick-Step Floors+1:12
6.Mikel LandaSpanienSky+1:17
7.Simon YatesGroßbritannienOrica-Scott+2:02
8.Louis MeintjesSüdafrikaUAE+5:09
9.Alberto ContadorSpanienTrek-Segafredo+5:37
10.Damiano CarusoItalienBMC+6:05

über den Autor

Michael Behringer

Im Jahr 1996 hat Michael Behringer seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

1 Kommentar

  1. Winni

    Ich denke, dass der Kampf um das Podium zum Trumpf für Froome wird.
    Bardet, Aru, Uran und Martin müssten sich absprechen und gemeinsam arbeiten. Anders ist er mit seinem Team nur schwer zu schlagen, da lediglich Ag2R etwas Druck machen kann. Aber selbst mit Defekt bei Froome hat es gestern nicht geklappt. Und dann jagen sich die vier auch noch um Platz 3 etc hinterher.
    Ich vermute, dass Aru langsam die Kräfte ausgehen, war ja lange verletzt. Uran scheint mit dem Podium zufrieden und Martin fehlt die Qualität im Zeitfahren (müsste also in den Bergen jetzt noch 2-3 Minuten auf Froome holen).
    Einzig Bardet hat ein an manchen Tagen konkurrenzfähiges Team und scheint angriffslustig genug.

    Btw.: Tolle Berichterstattung hier, man merkt, dass die Prognosen zu den Etappen schon ne gewisse Expertise haben.

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