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Radsport: Es kursieren Gerüchte um Rafal Majka vom deutschen Team Bora-hansgrohe. Die italienische Zeitung Gazzetta dello Sport hat berichtet, dass Andrea del Nista angeblich ausgesagt haben soll, dass der Pole in seiner Jugend Wachstumshormone und Testosteron erhalten habe. Mittlerweile hat der Beschuldigte sich zu diesem thema geäußert und alle Anschuldigungen von sich gewiesen. Andrea del Nista ist Sportlicher Leiter des italienischen Jugendteams Altopack, welches in den aktuellen Dopingskandal um den Tod von Linas Rumsas verwickelt ist.

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Ermittlungen nach dem Tod von Linas Rumsas

Einige Mitarbeiter des italienischen Jugendteams Altopack wurden vor wenigen Tagen von der Polizei verhört und sogar verhaftet. Laut den Ermittlungen im Zuge des Todesfalls von Linas Rumsas kam heraus, dass sie in den Umgang mit verbotenen Substanzen verwickelt sein sollen. In einem Verhör soll nun Andrea del Nista, ein Sportlicher Leiter von Altopack, laut der Gazzetta dello Sport gesagt haben, dass Rafal Majka als Jugendfahrer Wachstumshormone und Testosteron erhalten habe.

Majka fuhr unter der Führung von Frediani

Rafal Majka, der zweifache Sieger der Bergwertung der Tour de France fuhr vor Jahren für die Mannschaft Gragnano S. C. unter der Führung von Elso Frediani. Der Italiener ist im Altopack-Skandal einer der Hauptbeschuldigten. Mittlerweile berichten weltweit auch andere Zeitungen von den Aussagen Del Nistas, doch alle beziehen sich auf die Gazzetta dello Sport.

Gazzetta dello Sport:
„Del Nista sagte aus, dass der von Frediani trainierte Majka Testosteron eingenommen haben soll. Die Ampullen wurden im Garten des Nachbarn Tomeigo deponiert. Del Nista fügte hinzu, dass sich infolge dieser Behandlung Majkas Unterkiefer verändert habe. Er wurde quadratischer.“

[Edit]: Majka weist Anschuldigungen von sich

Nachdem die Gerüchte um Rafal Majka in etlichen Zeitungen die Runde machten – vor allem auch in seinem Heimatland Polen – hat sich der Beschuldigte am späten Dienstagabend auf Facebook zu den Vorwürfen geäußert.

„Es geht um die Medienberichte, in denen das Wort Doping in der nähe meins Namens erscheint und erkläre hiermit, dass ich diesen Verleumdungen nicht zustimme. Diese könnten einen Vertrauensverlust bei meinen Freunden und meinen Fans zur Folge haben. Sie schaden meinem Image als Sportler und sind ein direkter Angriff auf meine Erfolge, die ich durch harte Arbeit, Opferbereitschaft und die häufige Trennung von meiner Familie erreicht habe. Ich bin stolz darauf, mein Team und mein Land bei internationalen Wettbewerben vertreten zu dürfen und ich kann nicht zulassen, dass mein Name in Kontakt mit unfairen Aktivitäten kommt, mit denen ich nichts zu tun habe. Ich war niemals Teil der Regelverletzungen des Altopack-Teams. “

über den Autor

Michael Behringer

Im Jahr 1996 hat Michael Behringer seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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