Caspar Gebel

Caspar Gebel, Jahrgang 1968, sitzt seit mehr als 30 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Artikel79
Juni, 2017
  • 16:45

    Test: Bulls Desert Falcon Disc – Sieg der Funktionalität

    Test Bulls Desert Falcon Disc: Mit seinem Sloping-Rahmen sieht der Wüstenfalke wie ein Komfort-Renner aus, doch Fahreigenschaften und Sitzhaltung sind so sportlich, wie die Ausstattung funktionell ist. Jahrzehnte lang war das Gewicht beim Rennrad das Maß aller Dinge – wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, dass es das Einzige war, was man messen konnte. Um Dinge wie die Steifigkeit kümmerte man sich im Stahl-Zeitalter kaum; der gemuffte Rennrahmen bot in dieser Hinsicht ohnehin wenig Spielraum. Und abgesehen von ein paar Ansätzen (Seidentrikots, weniger Speichen) wurde auch die Aerodynamik erst Anfang der 1990er Jahre „erfunden“. Inzwischen ist die Radbranche weiser geworden; das Zauberwort der Gegenwart heißt „Funktion“. Und ein Rad wie das Bulls Desert Falcon Disc hat in dieser Hinsicht so viel zu bieten, dass andere Aspekte schnell nebensächlich erscheinen. Bulls Desert Falcon Disc – Zauberwort Funktion Starten wir mit der Geometrie: Auf den ersten Blick mag das Bulls Desert Falcon

März, 2017
  • 10:51

    Test: Haero Carbon Road-Aero 50 – alles außer teuer

    Test: Mit einem sehr günstigen Carbon-Radsatz macht Newcomer Haero Carbon auf sich aufmerksam. Doch der Preis ist nicht das einzige Interessante am Haero Carbon Road-Aero 50. Ein Spezialist für Formenbau mit fast 50-jähriger Erfahrung als Zulieferer der Automobil- und Maschinenbauindustrie, dazu ein Faible für den Radsport – das ist in Kurzfassung die Geschichte der Marke Haero, ein Tochterunternehmen der A. Härer Werkzeugbau GmbH. Lenker für Triathlon-Räder und Rennmaschinen (etwa der Carbon-Rennlenker H.145 RR SL mit 159 Gramm Gewicht) fertigt Haero selbst, andere Komponenten bezieht die Firma von Kooperationspartnern – auch den hier vorgestellten Laufradsatz namens Road-Aero 50. Und der ist in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes. Los geht’s beim Preis: 999 Euro für einen Carbon-Radsatz ist rekordverdächtig günstig, zumal ein zweites wichtiges Kriterium stimmt, nämlich das Gewicht. 1.620 Gramm (VR 710/HR 910 g) mit Felgenband und ohne Spanner (Satz: 100 g) gehen voll in Ordnung, auc

  • 09:08

    Test: Leeze AC 25 – Leichtes Training

    Test Leeze AC 25: Leeze aus dem Münsterland hat einen Alu-Radsatz im Angebot, dessen Daten neugierig machen: So preiswert, so leicht? Der Test zeigt: Der Leeze AC 25 ist auch so gut, wie man sich nur wünschen kann. Leichtbau ist eigentlich nur mit eingeschränktem Budget spannend. Ein 10.000-Euro-Rad, das sechs Kilo wiegt - so what?! Interessant wird’s, wenn man mit einem Drittel dieser Summe oder noch weniger haushalten muss, denn dann geht die lange Suche los nach leichtem, aber bezahlbarem Material. Wer selber recherchieren will, sollte diese Seite nun verlassen, denn es folgen die Basisdaten des leichtesten Laufradsatzes, den es unseres Wissens in der Preisklasse unter 500 Euro gibt. Leeze, der junge Anbieter aus dem Münsterland mit dem innovativen Zentrierautomaten, bietet seinen Leeze AC 25 für 499 Euro an – ein Radsatz, der mit genau 1.330 Gramm an der Redaktionswaage hängt, inklusive Felgenband und zuzüglich 120 Gramm für die mitgelieferten Spannachsen. Das ist erst einmal beein

Februar, 2017
  • 11:45

    Test: Felt FR2 Disc – Nicht anders, aber besser

    Test: Felts erstes FR-Modell mit Scheibenbremsen, das Felt FR2 Disc, zeigt wie Rennräder auch im Zeitalter neuer Technik und alternativer Konzepte ganz die Alten bleiben können. Gibt es die klassische Rennmaschine noch? Bei dem ganzen Hype um Gravel Bikes, Crossräder und Endurance-Renner könnte man fast meinen, das echte Rennrad mit schmalen Reifen und kurzem Radstand würde über kurz oder lang aussterben. Bevor man sich jedoch von diesem Gedanken frusten lässt, sollte man einen Blick auf die 2017er Palette des US-Herstellers Felt werfen – dort findet man nämlich mit dem Felt FR2 Disc ein brandneues Modell, das klassische Rennrad-Tugenden in hochmoderner Form präsentiert und damit zeigt, dass man auch im 21. Jahrhundert „wie früher“ einfach Rennrad fahren kann – nur mit sehr fortschrittlicher Technik. Felt FR2 Disc: Ein purer und lebendiger Straßenrenner Das Erste, was man über das Felt FR2 Disc sagen muss, ist: Dies ist kein Allround-Rennrad, gemacht für Leute, die sich nicht so recht

Januar, 2017
  • 12:13

    SKS Raceblade Pro XL im Test – Schutzbleche schnell montiert

    Kurztest/ Winterzubehör: Praktisch, schützend, schnell montiert: Die SKS Raceblade Bleche (natürlich aus Kunststoff) machen das Crossrad zum allwettertauglichen Trainingsgerät. Es kommt der Tag, da hat auch ein begeisterter Crossfahrer keine Freude mehr daran, von jeder Fahrt komplett durchnässt und eingesaut zurückzukehren. Der Januar ist daher ein guter Monat, in Sachen Spritzschutz aufzurüsten, und hat man diesen Entschluss erst einmal gefasst, geht alles sehr schnell. In Form der SKS Raceblade Pro XL ist entsprechendes Zubehör nämlich so einfach montiert, dass sich weitere Worte im Grunde erübrigen, doch wir wollen natürlich etwas genauer hinschauen. Los geht es an der Waage: 400 Gramm bringt ein kompletter Satz der breiten Spritzschützer ans Rad – nichts, worüber man sich im Winter Gedanken machen müsste. Bevor man nun zur Montage schreitet, sollte man einen genauen Blick in die Verpackung werfen: Dort finden sich nämlich stabile Lackschutzfolien, mit denen sich Streben und Gabel

  • 08:00

    SKS Rennkompressor-Privates Pumpen-Jubiläum

    Bereifung, Schaltung, Beleuchtung – 25 Jahre altes Material kommt an die heutigen Standards nicht heran. Wer eine Ausnahme sucht, wird beim Rennkompressor von SKS fündig. In einigen Wochen beginnt die Straßensaison, für den Sommer hat sich die Tour de France im Rheinland angekündigt – Grund genug, um aus lauter Vorfreude ein bisschen ins Material zu investieren. Die Wahl fällt auf eine solide Standpumpe; die lange Rahmenpumpe ist schließlich nicht sehr komfortabel und wird auch beim Training kaum noch mitgeführt, zumal es neuerdings recht gut funktionierende Minipumpen gibt. Und bald steht ein SKS Rennkompressor im Keller – mit Gussfuß, Metallzylinder und Holzgriff ein Gerät, das lange Nutzungsdauer verspricht.                                                                   25 Jahre später steht wieder mal ein Besuch der

Dezember, 2016
  • 19:20

    Test: Busch & Müller IXON Fyre / IXXY

    Ausleuchtung Busch & Müller IXON Fyre Die kompakte IXON Fyre glänzt mit einem extrem gleichmäßigen Lichtkorridor, der bis ca. 2 m vor dem Rad auch relativ breit ist. In 15 m Entfernung lässt sich eine kleine, etwas dunklere Zone ausmachen, die aber in der Praxis ohne Bedeutung ist. Bei „nur“ 30 Lux ist klar, dass andere Leuchten am hellsten Punkt heller sind, doch die Fyre zeigt, wie wenig dieser Wert alleine aussagt – manches Konkurrenzprodukt mit deutlich mehr Lux kann hier in Sachen Ausleuchtung nicht mithalten. Angesichts von Preis und Größe ist die Leuchtdauer überragend gut, zumal die Fyre erst eine Stunde vor dem Ende merklich weniger stark strahlt. Ein passendes Rücklicht bietet B&M mit dem IXXY an. Die kompakte, rundum gut sichtbare Leuchte wird mit einem austauschbaren Spannband an der Sattelstütze befestigt, wobei unterschiedliche Durchmesser kein Hinderungsgrund sind. Haptik und Bedienung Busch & Müller IXON Fyre Das mit weichem Kunststoff ummantelte Gehäuse mac

  • 17:04

    Test: Smart Touring 30 LED

    Ausleuchtung Smart Touring 30 LED Smart ist ein Klassiker des deutschen Fahrradhandels in Sachen einfacher Batteriebeleuchtung. Der Anbieter aus Taiwan geht mit der Zeit und präsentiert die vielleicht günstigste Leuchte mit „Indirekter Quelle“, deren Lichtbild wie folgt aussieht: Der Nahbereich wird durchaus annehmbar erhellt; etwa 3 bis 7 m vor dem Rad bleibt es nahezu völlig dunkel. Was weiter weg ist, wird in recht helles Licht getaucht, das Lichtfeld ist dabei gar nicht mal so schmal. Mit ihren herkömmlichen Batterien leuchtet die günstige Lampe auch noch nach zehn Stunden. in Sachen Preis-Leistung ist festzuhalten, dass recht bald Akkus und ein Ladegerät bzw. neue Batterien gekauft werden müssen. Die Rückleuchte strahlt auch zu den Seiten etwas Licht ab ab. Haptik und Bedienung Smart Touring 30 LED Der gummierte Taster der Smart dient als Warnleuchte, wenn der Strom zur Neige geht. Dieser wird von drei AAA-Batterien geliefert; wer will, kann natürlich auch Akkus einlegen. Das Sili

  • 16:54

    Test: XLC Comp Titania

    Ausleuchtung Lampe XLC Comp Titania Die Akkuleuchte des Zubehöranbieters zeigt ein in dieser Preisklasse nicht unübliches Lichtbild: Auf einen recht hellen Nahbereich folgt eine dunkle Zone, bis dann ab 5 m der eigentliche Lichtkegel beginnt, der für die angegebenen 20 Lux sehr anständig ausgeleuchtet ist. Wie so oft liegt das Problem nicht in der Tiefe, sondern in der Breite: Was außerhalb einer knapp 3 m breiten Zone liegt, bleibt weitgehend im Dunklen. Die Leuchtdauer ist mit gut fünf Stunden ohne merklichen Helligkeitsverlust im grünen Bereich. Das Rücklicht wiederum bietet echte 360° Sichtbarkeit durch den ums Gehäuse laufenden Lichtleiter. Haptik und Bedienung XLC Comp Titania Die gummierte Taste ist leichtgängig und auch mit Handschuhen fühlbar. Wer zwischen den zwei Modi hin und her wechselt, muss die Lampe zwischendurch ausschalten. Die Schelle des Halters muss bei der Montage stark aufgebogen werden; per Knebelschraube befestigt, hält sie sicher am Lenker. Die Lampe wird auf

  • 16:41

    Test: Trelock LS 360 I-GO Eco / LS 720

    Ausleuchtung Trelock LS 360 I-GO Eco 15 Lux kling recht bescheiden, doch was die kompakte Trelock daraus macht, ist beachtlich. Los geht’s mit einem gerade noch ordentlich beleuchtetem Nahbereich; darauf folgt ein gleichmäßig heller Lichtkorridor, der auch in Sachen Reichweite überzeugen kann. Wieder einmal ist jedoch die Breite des Lichtfeldes der limitierende Faktor; hier zählt die Trelock zu den schwächeren Kandidaten. Wenn man aber nicht gerade im stockdunklen Wald unterwegs ist, dürfte man mit der günstigen Lampe gut fahren – auch wenn es länger dauert, denn die Trelock scheint sieben Stunden lang gleichmäßig hell. Der transparente Bereich seitlich am Gehäuse sorgt für Sichtbarkeit, wenn man auf die Kreuzung rollt und blendet im Betrieb kaum. Die dazu passende Rückleuchte liefert gute Rundum-Sichtbarkeit. Haptik und Bedienung Trelock LS 360 I-GO Eco Die An/Aus-Taste der Lampe will mit Nachdruck bedient werden und ist ausreichend Handschuh-freundlich. Der Halter muss mit viel Kraft

mehr Artikel