Caspar Gebel

Caspar Gebel, Jahrgang 1968, sitzt seit mehr als 30 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Artikel82
Juli, 2017
  • 23:35

    Monkey Link: Neuer Standard für Licht und Anbauteile (nicht nur) am E-Bike

    Markt: Monkey Link - Bei einer fest installierten Lichtanlage kommt der Strom aus dem Antriebsakku – warum also nicht auch bei der Zusatzbeleuchtung am E-MTB? Wer sich diese Frage schon immer gestellt hat, wird sich über das neue System Monkey Link freuen, das die 2018er E-Mountainbikes der ZEG-Marken ziert. Und auch für nicht motorisierte Räder hat Monkey Link eine Überraschung parat. „Magnetisch geführt, mechanisch verrastet, elektrisch kontaktiert“: Wer sich das merken kann, hat das Grundprinzip des neuen Montagestandards Monkey Link bereits begriffen. Die in Vorbau und Sattelklemmschelle integrierten Verbindungselemente lösen ein Problem, das man am E-Mountainbike eigentlich gar nicht haben müsste: Warum baut man sich mit Schellen oder Klemmen  Leuchten mit kleinen Batterien ans Rad, wenn der Antriebsakku Strom beinahe im Überfluss bietet? Mit Monkey Link liegt nun die wohl wichtigste Neuerung in Sachen Licht und E-Bike seit dem Wegfall der Dynamopflicht vor. Das System zweigt Ener

  • 11:12

    Test: Ridley Fenix SLX – Disc-only Renner aus Belgien

    Test: Ridley Fenix SLX - auf diesen Namen hört das 2018er Topmodell des belgischen Herstellers vereint einen überzeugenden Rahmen mit ansprechend funktionierenden Komponenten. Dazu dürfte das Fenix SLX das erste Ridley sein, das nur mit Scheibenbremsen erhältlich ist. Die Balance zwischen Tradition und Moderne zu halten, ist gar nicht so einfach. Gerade beim Rennrad ist derzeit vieles in Bewegung; neue Technologien lösen bewährtes Material ab, doch längst nicht jeder kann sich mit diesem Wandel anfreunden. Die Traditionalisten nicht zu verschrecken, gehört also für viele Marken dazu. Ridley zum Beispiel bietet seine Top-Querfeldeinräder nach wie vor auch mit Felgenbremse an – mit 1x11-Schaltung von SRAM eine seltene Kombination. Jüngste Entwicklungen deuten jedoch an, dass dieses Modell eine Übergangslösung darstellen könne – die neue Rennmaschine der Belgier, das Ridley Fenix SLX, wird nämlich nur mit Scheibenbremsen erhältlich sein.   Ridley Fenix SLX - Eines der ersten Räder mi

  • 10:50

    Probefahrt: Klever X Serie – Guter Geschmack und viel Speed

    Probefahrt: Der Kölner Anbieter Klever Mobility mit dem starken Heckmotor stellt mit seiner Klever X Serie ein urbanes E-Bike vor, das sowohl als S-Pedelec wie als 25er viele gute Seiten hat und überzeugt. Mit der neuen Klever X Serie will E-Bike-Hersteller Klever Mobility im Modelljahr 2018 durchstarten. Der Kölner Anbieter hat den Rückhalt einer starken Mutter: Kymco, der Zweirad-Riese aus Taiwan, der neben der Produktion von Millionen Motorrollern OEM-Projekte wie den Range Extender des BMW i3 stemmt. Kymco wirft eine beeindruckende Fertigungstiefe und extrem viel Knowhow in den Ring – kein Wunder also, dass der Heckmotor der Klever-Bikes aus eigener Fertigung kommt. Diese Antriebsvariante ist seit Bosch & Co. etwas aus der Mode gekommen, hat aber viele Vorteile: Klevers Biactron-Motor arbeitet völlig lautlos und sehr harmonisch; dazu kommen einige Besonderheiten, die Velomotion bei einem Pressetermin am Kölner Firmensitz ausprobieren konnte.   Als einer der ersten Herstell

Juni, 2017
  • 16:45

    Test: Bulls Desert Falcon Disc – Sieg der Funktionalität

    Test Bulls Desert Falcon Disc: Mit seinem Sloping-Rahmen sieht der Wüstenfalke wie ein Komfort-Renner aus, doch Fahreigenschaften und Sitzhaltung sind so sportlich, wie die Ausstattung funktionell ist. Jahrzehnte lang war das Gewicht beim Rennrad das Maß aller Dinge – wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, dass es das Einzige war, was man messen konnte. Um Dinge wie die Steifigkeit kümmerte man sich im Stahl-Zeitalter kaum; der gemuffte Rennrahmen bot in dieser Hinsicht ohnehin wenig Spielraum. Und abgesehen von ein paar Ansätzen (Seidentrikots, weniger Speichen) wurde auch die Aerodynamik erst Anfang der 1990er Jahre „erfunden“. Inzwischen ist die Radbranche weiser geworden; das Zauberwort der Gegenwart heißt „Funktion“. Und ein Rad wie das Bulls Desert Falcon Disc hat in dieser Hinsicht so viel zu bieten, dass andere Aspekte schnell nebensächlich erscheinen. Bulls Desert Falcon Disc – Zauberwort Funktion Starten wir mit der Geometrie: Auf den ersten Blick mag das Bulls Desert Falcon

März, 2017
  • 10:51

    Test: Haero Carbon Road-Aero 50 – alles außer teuer

    Test: Mit einem sehr günstigen Carbon-Radsatz macht Newcomer Haero Carbon auf sich aufmerksam. Doch der Preis ist nicht das einzige Interessante am Haero Carbon Road-Aero 50. Ein Spezialist für Formenbau mit fast 50-jähriger Erfahrung als Zulieferer der Automobil- und Maschinenbauindustrie, dazu ein Faible für den Radsport – das ist in Kurzfassung die Geschichte der Marke Haero, ein Tochterunternehmen der A. Härer Werkzeugbau GmbH. Lenker für Triathlon-Räder und Rennmaschinen (etwa der Carbon-Rennlenker H.145 RR SL mit 159 Gramm Gewicht) fertigt Haero selbst, andere Komponenten bezieht die Firma von Kooperationspartnern – auch den hier vorgestellten Laufradsatz namens Road-Aero 50. Und der ist in mancherlei Hinsicht etwas Besonderes. Los geht’s beim Preis: 999 Euro für einen Carbon-Radsatz ist rekordverdächtig günstig, zumal ein zweites wichtiges Kriterium stimmt, nämlich das Gewicht. 1.620 Gramm (VR 710/HR 910 g) mit Felgenband und ohne Spanner (Satz: 100 g) gehen voll in Ordnung, auc

  • 09:08

    Test: Leeze AC 25 – Leichtes Training

    Test Leeze AC 25: Leeze aus dem Münsterland hat einen Alu-Radsatz im Angebot, dessen Daten neugierig machen: So preiswert, so leicht? Der Test zeigt: Der Leeze AC 25 ist auch so gut, wie man sich nur wünschen kann. Leichtbau ist eigentlich nur mit eingeschränktem Budget spannend. Ein 10.000-Euro-Rad, das sechs Kilo wiegt - so what?! Interessant wird’s, wenn man mit einem Drittel dieser Summe oder noch weniger haushalten muss, denn dann geht die lange Suche los nach leichtem, aber bezahlbarem Material. Wer selber recherchieren will, sollte diese Seite nun verlassen, denn es folgen die Basisdaten des leichtesten Laufradsatzes, den es unseres Wissens in der Preisklasse unter 500 Euro gibt. Leeze, der junge Anbieter aus dem Münsterland mit dem innovativen Zentrierautomaten, bietet seinen Leeze AC 25 für 499 Euro an – ein Radsatz, der mit genau 1.330 Gramm an der Redaktionswaage hängt, inklusive Felgenband und zuzüglich 120 Gramm für die mitgelieferten Spannachsen. Das ist erst einmal beein

Februar, 2017
  • 11:45

    Test: Felt FR2 Disc – Nicht anders, aber besser

    Test: Felts erstes FR-Modell mit Scheibenbremsen, das Felt FR2 Disc, zeigt wie Rennräder auch im Zeitalter neuer Technik und alternativer Konzepte ganz die Alten bleiben können. Gibt es die klassische Rennmaschine noch? Bei dem ganzen Hype um Gravel Bikes, Crossräder und Endurance-Renner könnte man fast meinen, das echte Rennrad mit schmalen Reifen und kurzem Radstand würde über kurz oder lang aussterben. Bevor man sich jedoch von diesem Gedanken frusten lässt, sollte man einen Blick auf die 2017er Palette des US-Herstellers Felt werfen – dort findet man nämlich mit dem Felt FR2 Disc ein brandneues Modell, das klassische Rennrad-Tugenden in hochmoderner Form präsentiert und damit zeigt, dass man auch im 21. Jahrhundert „wie früher“ einfach Rennrad fahren kann – nur mit sehr fortschrittlicher Technik. Felt FR2 Disc: Ein purer und lebendiger Straßenrenner Das Erste, was man über das Felt FR2 Disc sagen muss, ist: Dies ist kein Allround-Rennrad, gemacht für Leute, die sich nicht so recht

Januar, 2017
  • 12:13

    SKS Raceblade Pro XL im Test – Schutzbleche schnell montiert

    Kurztest/ Winterzubehör: Praktisch, schützend, schnell montiert: Die SKS Raceblade Bleche (natürlich aus Kunststoff) machen das Crossrad zum allwettertauglichen Trainingsgerät. Es kommt der Tag, da hat auch ein begeisterter Crossfahrer keine Freude mehr daran, von jeder Fahrt komplett durchnässt und eingesaut zurückzukehren. Der Januar ist daher ein guter Monat, in Sachen Spritzschutz aufzurüsten, und hat man diesen Entschluss erst einmal gefasst, geht alles sehr schnell. In Form der SKS Raceblade Pro XL ist entsprechendes Zubehör nämlich so einfach montiert, dass sich weitere Worte im Grunde erübrigen, doch wir wollen natürlich etwas genauer hinschauen. Los geht es an der Waage: 400 Gramm bringt ein kompletter Satz der breiten Spritzschützer ans Rad – nichts, worüber man sich im Winter Gedanken machen müsste. Bevor man nun zur Montage schreitet, sollte man einen genauen Blick in die Verpackung werfen: Dort finden sich nämlich stabile Lackschutzfolien, mit denen sich Streben und Gabel

  • 08:00

    SKS Rennkompressor-Privates Pumpen-Jubiläum

    Bereifung, Schaltung, Beleuchtung – 25 Jahre altes Material kommt an die heutigen Standards nicht heran. Wer eine Ausnahme sucht, wird beim Rennkompressor von SKS fündig. In einigen Wochen beginnt die Straßensaison, für den Sommer hat sich die Tour de France im Rheinland angekündigt – Grund genug, um aus lauter Vorfreude ein bisschen ins Material zu investieren. Die Wahl fällt auf eine solide Standpumpe; die lange Rahmenpumpe ist schließlich nicht sehr komfortabel und wird auch beim Training kaum noch mitgeführt, zumal es neuerdings recht gut funktionierende Minipumpen gibt. Und bald steht ein SKS Rennkompressor im Keller – mit Gussfuß, Metallzylinder und Holzgriff ein Gerät, das lange Nutzungsdauer verspricht.                                                                   25 Jahre später steht wieder mal ein Besuch der

Dezember, 2016
  • 19:20

    Test: Busch & Müller IXON Fyre / IXXY

    Ausleuchtung Busch & Müller IXON Fyre Die kompakte IXON Fyre glänzt mit einem extrem gleichmäßigen Lichtkorridor, der bis ca. 2 m vor dem Rad auch relativ breit ist. In 15 m Entfernung lässt sich eine kleine, etwas dunklere Zone ausmachen, die aber in der Praxis ohne Bedeutung ist. Bei „nur“ 30 Lux ist klar, dass andere Leuchten am hellsten Punkt heller sind, doch die Fyre zeigt, wie wenig dieser Wert alleine aussagt – manches Konkurrenzprodukt mit deutlich mehr Lux kann hier in Sachen Ausleuchtung nicht mithalten. Angesichts von Preis und Größe ist die Leuchtdauer überragend gut, zumal die Fyre erst eine Stunde vor dem Ende merklich weniger stark strahlt. Ein passendes Rücklicht bietet B&M mit dem IXXY an. Die kompakte, rundum gut sichtbare Leuchte wird mit einem austauschbaren Spannband an der Sattelstütze befestigt, wobei unterschiedliche Durchmesser kein Hinderungsgrund sind. Haptik und Bedienung Busch & Müller IXON Fyre Das mit weichem Kunststoff ummantelte Gehäuse mac

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