Vorschau Amstel Gold Race: Triumphiert Gilbert zum vierten Mal?

Vorschau Amstel Gold Race: Triumphiert Gilbert zum vierten Mal?

Radsport: Mit dem Amstel Gold Race steht am Sonntag der erste von drei Ardennen-Klassikern auf dem Programm. Durch eine starke Veränderung im Zielbereich sind sich die Experten nicht einig, welcher Fahrertyp triumphieren wird. Haben die Sprinter ohne Cauberg wieder Siegchancen, oder setzen sich doch die Hügel-Spezialisten durch?

Ohne Cauberg im Zielbereich Chancen für die Sprinter?

Bei vielen Eintagesklassikern können die potentiellen Sieger an einer Hand abgezählt werden. Bei Milan-Sanremo, der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix gewann jeweils ein Fahrer, den man auf der Rechnung haben musste. Diese Rechnung müsste beim Amstel Gold Race rund 20 Namen enthalten. Nachdem der berühmte Cauberg im Jahr 2003 in den Zielbereich mit aufgenommen wurde, waren die reinen Sprinter raus aus der Verlosung. Das Rennen, welches sogar einmal Erik Zabel gewinnen konnte, war fortan eine Sache für die Hügel-Spezialisten. 2013 wollten die Organisatoren den Sprintern eine größere Chance zuschreiben, indem sie die Ziellinie rund 1,8 Kilometer nach hinten verlegt haben. Nach dem Cauberg war die Selektierung jedoch stark genug, um den Sprintern noch immer keine Chancen zurechnen zu können. 2017 wird das Finale deshalb ohne Cauberg stattfinden. Nun wird der Bemelerberg der letzte von 35 kurzen Anstiegen sein. Danach geht es rund sieben Kilometer flach bis ins Ziel.

Amstel Gold Race 2017 Cauberg
Der Cauberg gehörte seit 2003 zum Zielbereich. Diese Jahr wird er dreimal befahren, zum letzten Mal allerdings 18,8 km vor dem Ziel.

Hängen die Hügel-Spezialisten die schnellen Männer beim Amstel Gold Race ab?

Nur weil das Finale in diesem Jahr ohne Cauberg stattfindet, bedeutet das nicht, dass der bekannte Anstieg gar nicht im Programm steht. Ganze dreimal muss der Cauberg befahren werden. Zum letzten Mal ist das 18,8 Kilometer vor dem Ziel der Fall. Auf Grund der 35 giftigen Anstiege gehen wir nicht davon aus, dass sich am Ende ein reiner Sprinter durchsetzen könnte. Nicht ohne Grund finden wir in den Aufgeboten der Teams vor allem diejenigen Fahrer, die sich sowohl zu den hügelfesten, als auch zu den sprintstarken Männern zählen dürfen. Namentlich zu nennen sind dabei vor allem Michael Matthews, Sonny Colbrelli, Greg Van Avermaet, Bryan Coquard und Fabio Felline. Für eine stärkere Selektion sorgen müssen derweil die besseren Kletterer. Dazu zu zählen sind Philippe Gilbert, Alejandro Valverde, Michal Kwiatkowski, Tim Wellens, Diego Ulissi und Simon Gerrans. Nicht unwichtig sein werden daher auch die Teams der jeweiligen Kapitäne.

Amstel Gold Race 2017 Michael Matthews
Für viele Experten ist er der Favorit beim Amstel Gold Race: Michael Matthews jubelt hier über einen Etappensieg bei der Baskenland-Rundfahrt.

über den Autor

Michael Behringer

Im Jahr 1996 hat Michael Behringer seine erste Tour de France geschaut. Seitdem verfolgt er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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