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Eine wirklich italienische Familie: Rennrad-Geschichte von Cicli Basso

12. Oktober 2020 by Caspar Gebel

Rennrad: Das von drei Brüdern gegründete Unternehmen Cicli Basso hat gerade den deutschen Markt lange geprägt, geriet im Konkurrenzkampf aber etwas ins Hintertreffen. Doch Basso war nie wirklich weg, im Gegenteil: Bis heute ist das Unternehmen seiner Tradition treu geblieben und bietet echtes „Made in Italy“.

Am Anfang steht ein großer Sieg. Marino Basso hatte schon zahlreiche Sprints bei Tour de France und Giro d’Italia gewonnen und diverse Eintagesrennen für sich entschieden, doch als er im Sommer 1972 aus einer Achtergruppe heraus ins Regenbogentrikot fährt, ist die Karriere perfekt. Marino Basso fährt noch mehrere Jahre; bei der Spanien-Rundfahrt 1975 gelingt ihm das Kunststück, gleich sechs Etappen zu gewinnen. Sein jüngster Bruder Alcide hat da bereits begonnen, sich das Handwerk des Rahmenbauers anzueignen, und steht Marino bei zahlreichen Rennen als Mechaniker zur Seite.

Und dann ist da noch Renato Basso. Mehr Intellektueller als aktiver Sportler, kommt er 1974 mit abgeschlossenem Philosophiestudium aus Tübingen zurück. Rennrad-begeistert ist natürlich auch er, und als die Brüder 1977 ihr Unternehmen Cicli Basso gründen, ist Renato mit von der Partie.



Inzwischen 43 Jahre jung: Cicli Basso
Das 1977 gegründete Familienunternehmen legte in den frühen 80ern richtig los.

Cicli Basso: Handwerk mit lokalen Wurzeln

Zu jener Zeit ist der Rahmenbau noch ein Handwerk; gerade in Norditalien versorgen zahlreiche kleine und größere Firmen die lokalen Radsportler. Die Regenbogenstreifen eines Radweltmeisters sind da ein gutes Aushängeschild, und natürlich zieren sie von Anfang an die Steuerkopfplakette eines jeden Basso-Rahmens. Angesichts der starken inländischen Konkurrenz ist es außerdem hilfreich, über den Tellerrand zu schauen, und so nimmt Cicli Basso nach den ersten Jahren stetigen Wachstums die internationalen Märkte ins Visier. Als 1981 der Umzug in ein größeres Firmengebäude erfolgt, werden die ersten Rahmen exportiert – und gehen aufgrund der guten Kontakte Renatos nach Deutschland.

Alle Rahmen von Basso sind echte Manufakturprodukte.
Weltmeister: Cicli Basso
Die Weltmeisterstreifen von Marino Basso waren in den frühen Jahren eine gute Visitenkarte.
„Made in Italy“ ist bei Basso Programm.


Erstes Exportziel für Cicli Basso: Deutschland

Hierzulande sind die Rennmaschinen aus Vicenza bald sehr beliebt. Die Verarbeitung ist top, und auch die inneren Werte stimmen: Wer bei ausgebauter Sattelstütze am Sitzrohr schnuppert, kann auch noch nach Jahren die Hohlraumversiegelung wahrnehmen, die gegen Durchrosten von innen schützt – bei manchem Anbieter ein echtes Problem. Dazu bieten die Basso-Brüder bereits zu moderaten Preisen sehr hochwertige Rahmenmodelle an. Anfang der 1990er kommen auch Mountainbikes hinzu; später fertigt Basso auch Aluminiumrahmen und experimentiert mit ersten Alu-Carbon-Modellen.

Mit dem Astra steht eine Rennmaschine der oberen Mittelklasse zur Verfügung, die viele Merkmale der Top-Bikes bietet.
Für eine sportliche Sitzhaltung sorgt dieser -11°-Vorbau.
Deutschland war in den frühen 80er Jahren der erste Exportmarkt, und viele Radsportler verbinden schöne Erinnerungen mit dem Namen Basso.

Zu jener Zeit macht sich die Internationalisierung des Radsportmarkts bemerkbar: Wie so viele europäische Hersteller wird auch Cicli Basso um die Jahrtausendwende vom Wachstum der US-amerikanischen und deutschen Marken in Bedrängnis gebracht. Viele italienische Hersteller lagern die Produktion aus, um die Stückzahlen zu steigern und die Kosten zu senken. Doch einige Unternehmen bleiben ihren handwerklichen Wurzeln treu und halten am Fertigungsstandort Italien und am eigenen Qualitätsanspruch fest – auch Basso. Für die Firma ist „Made in Italy“ nicht ein Rechenspiel von Wertschöpfungsanteilen, sondern eine Philosophie. Anstatt die Fertigung aus der Hand zu geben, steigen die Brüder in die Entwicklung und den Bau von Carbonrahmen ein und bleiben damit technisch auf dem neuesten Stand.



Das Topmodell Diamante SV ist eine traumhafte Aero-Road-Rennmaschine.
Bereits um 2.500 Euro bietet Basso Kompletträder an.

„Made in Italy“ auch für Einsteiger

Natürlich gibt es „Made in Italy“ nicht zum Schnäppchenpreis. Heute gehört Basso klar zum hochpreisigen Segment, bietet eine übersichtliche Modellpalette, die das, was ihr an Breite fehlt, mit ihrer Tiefe wettmacht. So weisen alle Rahmen individuelle, an den jeweiligen Einsatzzweck angepasste Geometrien auf; selbst die zwei Spitzenmodelle Diamante SV und Diamante weisen subtile Unterschiede auf. Mit dem Palta ist bereits ein leichtes Carbon-Gravelbike im Programm, das ab 2021 komplett italienisch mit Campagnolo Ekar 1×13 erhältlich sein wird; dazu kommt ein innovativer Alu-Carbon-Allrounder mit flexendem Softtail-Hinterbau. Und dem breiten Markt hat Basso auch etwas zu bieten: Mit dem Modell Venta ist bereits um 2.500 Euro ein Carbonrahmen nebst Ultegra-Gruppe erhältlich, verfügbar als Venta Disc oder mit Felgenbremsen.

Das Palta ist ein superleichtes Gravelbike, das auch mit der neuen Campagnolo Ekar erhältlich ist.
Mit dem „Softtail“ Terra geht Basso neue Wege.


Klar, wer nur auf den Preis schaut, wird sich davon nicht überzeugen lassen. Radsportler jedoch, die sich noch an die Zeiten erinnern, da eine italienische Rennmaschine wirklich aus Italien kam, könnten Gefallen daran finden, ein Teil der Familie Basso zu werden.

Die traumhafte Landschaft am Fuße des Monte Grappa ist das perfekte Testrevier auf dem Graveler von Cicli Basso.

Hier geht’s zur Website von Cicli Basso



Stichworte:BassoItalienRennrad

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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