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Vuelta a Espana #16: Marc Soler kämpft sich zurück und gewinnt

3. September 2024 by Michael Behringer

Marc Soler Vuelta

Radsport: Marc Soler hat die im Schlussanstieg verregnete 16. Etappe der Vuelta a Espana gewonnen. Der Spanier aus dem UAE Team Emirates wurde von seinen Begleitern mehrfach distanziert, kämpfte sich jedoch immer wieder zurück und gewann schließlich doch noch. Im Kampf ums Rote Trikot trennen Ben O’Connor und Primoz Roglic jetzt noch fünf Sekunden.

Marc Soler Vuelta a Espana

Marc Soler kämpft sich zum Etappensieg

Ist es Schauspielerei oder einfach nur purer Kampfgeist? Marc Soler (UAE) hat die 16. Etappe über 181,5 Kilometer von Luanco zu den Lagos de Covadonga für sich entschieden. Der Spanier wurde mehrfach abgehängt und seine Körpersprache verriet, dass er eigentlich keinen Meter mehr weiterfahren kann. Schlussendlich kam er jedoch immer wieder heran und attackierte erneut, bis er auch seine letzten Begleiter abschütteln konnte. Rund fünf Minuten später erreichten die Favoriten das Ziel. Dort gelang es Primoz Roglic (Bora – hansgrohe) nicht, Ben O’Connor (Decathlon Ag2r La Mondiale) das Rote Trikot abzunehmen. Nun trennen den Slowenen und den Australier aber nur noch fünf Sekunden. Derweil hat Teamkollege Florian Lipowitz (Bora – hansgrohe) das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis wieder verloren.



Van Aert stürzt und muss die Vuelta aufgeben

Insgesamt 17 Mann sind heute nach rund einer Rennstunde in die Offensive gegangen und haben eine starke Ausreißergruppe gebildet. Nachdem sich Wout van Aert (Visma – Lease a Bike) erneut einige Punkte für sein Bergtrikot sichern konnte, kam er in einer Abfahrt rund 50 Kilometer vor dem Ziel zu Fall. Auch zwei seiner Begleiter, der Deutsche Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) und der Mexikaner Isaac del Toro (UAE), sind in der Linkskurve weggerutscht und gegen eine Felswand gerutscht. Während die beiden jedoch weiterfahren konnten, musste Wout van Aert das Rennen beenden. Damit scheidet der Führende in der Bergwertung und Punktewertung, sowie vierfache Etappensieger der Vuelta a Espana 2024 aus. Die Punktewertung übernimmt Kaden Groves (Alpecin – Deceuninck) und die Bergwertung Jay Vine (UAE).

Mas attackiert früh

Schon am Collada Llomena hat sich Enric Mas (Movistar) ein Herz gefasst und erstmals attackiert. Zuvor ließ er seine Mannschaft das Tempo forcieren, so dass der Überraschungseffekt verpuffte. Alle starken Klassementfahrer konnten problemlos folgen, verloren aber einige ihrer Helfer. Der Abstand zur Ausreißergruppe sank von über zehn Minuten auf unter sieben Minuten schlagartig zusammen, doch in den Kampf um den Tagessieg sollten die Favoriten nicht mehr eingreifen können. Diesen holte sich nach langem Kampf hinauf zu den Lagos de Covadonga Marc Soler (UAE). Der Spanier bezwang im verregneten Schlussanstieg mit Max Poole (dsm-firmenich PostNL) und Filippo Zana (Jayco AlUla) seine letzten Begleiter, obwohl er selbst bereits mehrfach abgehängt war.

O’Connor verteidigt sein Rotes Trikot

Den Schlussanstieg hinauf ging aus der Favoritengruppe heraus zunächst Mikel Landa (Soudal – Quick-Step) in die Offensive. Der Spanier konnte sich einen Vorsprung von einigen Sekunden erarbeiten. Doch als Landsmann Enric Mas (Movistar) im steilsten Abschnitt des Berges das Tempo erhöhte, wurde die Lücke schnell wieder geschlossen. Auch Leader Ben O’Connor (Decathlon Ag2r La Mondiale) fiel dieser Tempoverschärfung zum Opfer. Da Primoz Roglic (Bora – hansgrohe) dabei blieb, konnte er gemeinsam mit Soler weiter Zeit herausfahren. Für das Rote Trikot sollte es aber ganz knapp noch nicht reichen.



¡Qué victoria!
¡Qué magia tienen los LAGOS DE COVADONGA!

Entre la niebla aparece Marc Soler (@solermarc93) para conseguir la victoria que tanto ha perseguido a lo largo de toda #LaVuelta24 #VueltaRTVE3s

Para quitarse el sombrerohttps://t.co/oz2HSTHcCI pic.twitter.com/csdvJKI9Oe



— Teledeporte (@teledeporte) September 3, 2024



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Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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