Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

Tests

Funktionell und formschön: Bulls Urban Copenhagen im Test

23. November 2022 by Caspar Gebel

Bulls Urban Copenhagen im Test: Die Neuauflage des eleganten Urban-Bikes ist nicht mehr ganz so „retro“, dafür mit neuen Anbauteilen noch gradliniger und eleganter. Wer ein technisch hochwertiges Rad mit funktioneller Ausstattung und reduzierter Optik sucht, könnte an diesem Tourenbike Gefallen finden.

Werden Fahrräder immer komplizierter? Kann schon sein, besonders, wenn sie mit „Elektro-“ anfangen. E-Bikes sind heute vollgestopft mit Technologien, die über die eigentliche Aufgabe des Unterstützungsantriebs hinausgehen – Konnektivitätsfunktionen und W-LAN, Tracking und „Geofencing“, elektronische Schaltung und ABS. Wie erfrischend ist es da, eine 2023er Neuheit in Augenschein zu nehmen, die auf puristische Weise einfach nur Fahrrad ist, dabei jedoch bewährte Technik in ausgesprochen moderner Form bietet.



Viele Montagemöglichkeiten

Vorhang auf für das Bulls Urban Copenhagen, ein Rad, das sich im neuen Modelljahr deutlich von seinem Vorgänger unterscheidet. Das betrifft zum einen die Optik, die nun weniger „retro“ ist – poliertes Aluminium findet man am 2023er Modell fast nicht mehr. Zum anderen verfügt das Copenhagen über einen komplett neuen Rahmen, der stark an die 2023er Grinder-Modelle von Bulls erinnert. Auf den ersten Blick zu erkennen sind die Gewindebohrungen unterm Oberrohr, an denen sich ein Spannband befestigen lässt; mit gerader Gabel und tief angesetzten Sitzstreben bei der Diamant-Ausführung wirkt der Rahmen markanter.

Das längere Steuerrohr führt zu einer etwas aufrechteren Sitzhaltung. Sehr gelungen ist die in Rahmenfarbe lackierte Lenker-Vorbau-Einheit mit eleganter Innenklemmung. Und natürlich ist das Rad mit einer Starrgabel ausgestattet, die mit den drei seitlichen Gewindebohrungen für Gepäckhalterungen wiederum ans Gravelbike erinnert – ein Merkmal, das bei Touren mit Gepäck zum Tragen kommt.



Kennzeichen des neuen Modells sind auch die Gewindebohrungen unterm Oberrohr.
Am schmalen Träger können Taschen eingehängt werden.

Weich laufendes Getriebe mit großem Übersetzungsumfang

Zum zurückgenommenen, technisch reduzierten Eindruck trägt auch der Antrieb bei. Bulls setzt am Urban-Bike auf die Shimano Alfine 11, in Sachen Übersetzungsbandbreite eine der fortschrittlichsten Getriebenaben am Markt. Der Gesamtumfang der Schaltung liegt bei 408 %, was bedeutet, dass der größte Gang mehr als viermal so lang übersetzt ist wie der kleinste. Bis auf den großen Sprung vom ersten zum zweiten Gang liegen außerdem alle Gangsprünge sehr gleichmäßig im Bereich von 13 bis 14 %, sodass man ohne allzu große Schwankungen bei der Tretfrequenz hoch- oder runterschalten kann. Mit Daumen-/Fingertasten geht das sehr schnell und präzise; ein Drehgriff, wie er bei einfacheren Nabenschaltungen meist verwendet wird, ist da deutlich im Nachteil. Das im Ölbad laufende Getriebe ist zudem sehr geschmeidig und gefühlt reibungsarm.

Das Getriebe läuft seidenweich im Ölbad und bietet einen sehr großen Übersetzungsbereich.
Eine Schutzscheibe ist beim sauberen Zahnriemen nicht einmal unbedingt nötig.


Die Shimano Alfine 11 gehört klar ins Premium-Segment, und dort kann man den Kundinnen und Kunden nicht mehr mit der klassischen Fahrradkette kommen. Auch Bulls spezifiziert natürlich einen Gates-Zahnriemen, der bekanntlich einen speziellen Rahmen benötigt: Das rechte Hinterbaudreieck muss geöffnet werden können, damit sich der Riemen einlegen lässt. Wichtig ist nun nur noch die richtige Spannung, damit der Kettenersatz weder durchrutscht noch zu viel Reibung produziert; dann kann der Gates-Riemen quasi wartungsfrei gefahren werden, weiter und immer weiter. Kein Vergleich zur Kette, die regelmäßig gereinigt und geölt werden muss, um ihre guten Laufeigenschaften beizubehalten.

Eines der Highlights am Bulls ist die Lenker-Vorbau-Einheit.
An den Gabelbeinen lassen sich Gepäckhalterungen befestigen.

Rundum top ausgestattet

Damit ist das Urban Copenhagen ein echtes Rundum-sorglos-Fahrrad, das auch sonst auf optimale Funktion getrimmt ist. Dazu gehören hydraulische Scheibenbremsen, die sehr wartungsarm sind und bei Trockenheit wie bei Nässe verlässlich verzögern, außerdem eine sehr helle Lichtanlage mit Tagfahrlicht, nicht zu vergessen die pannenfesten, leicht laufenden Schwalbe-Reifen. Hochwertige ergonomische Griffe sind ebenso montiert wie ein nicht zu sportlicher Sattel, dazu gibt es einen schmalen Heckträger ohne Federklappe, der aufs Einhängen seitlicher Packtaschen ausgelegt ist.



Der 70-Lux-Strahler ist enorm hell.
An hochwertigen Bikes mit Getriebenabe hat der Riemen die Kette weitgehend verdrängt.

Sportlich und rollwiderstandsarm

Wie üblich bei eher leichten, ungefederten Bikes ist das Fahrverhalten sportlich-direkt, die Lenkung dabei angenehm neutral. Je nach Reifendruck sind die Rückmeldungen von der Fahrbahn deutlich – wer diesbezüglich sensibel ist, könnte geneigt sein, eine Parallelogramm-Federstütze nachzurüsten. Extrem hochwertig sind im übrigen die Schwalbe Marathon Efficiency, die neben hohem Pannenschutz mit speziellem Karkassenaufbau und Gummimischung aus dem Rennsport einen sehr geringen Rollwiderstand aufweisen.

Mit dem Marathon Efficiency steuert Schwalbe seinen rollwiderstandsärmsten Tourenreifen bei.
Die Rückleuchte ist klein, aber hell.


So ist das Bulls Urban Copenhagen weitgehend perfekt zu nennen, und auch der Preis von 1.799 Euro darf angesichts der Ausstattung nicht schocken – anderswo reicht eine solche Summe nur für eine Achtgangschaltung. Im Vergleich zu einem Highend-Elektrorad mag es technisch reduziert erscheinen, doch als sportliches Alltags- und Tourenrad mit sehr geringem Wartungsaufwand ist es kaum zu toppen.

Fazit: Bulls Urban Copenhagen

Pro

  • Dezent und formschön
  • Sehr hochwertige Technik
  • Lenker-Vorbau-Einheit
  • Wartungsarm

Contra

Nichts

Fakten

RahmenmaterialAluminium
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Preis1.799 Euro
Web www.bulls.de
Die 2023er Neuauflage des Bulls Urban Copenhagen gefällt mit hochwertiger, funktioneller Technik wie der breit abgestuften Getriebenabe. Optisch sticht die Lenker-Vorbau-Einheit hervor. Mit Details wie der hellen Beleuchtung und dem wartungsarmen Riemenantrieb ist dies ein Rad für Vielfahrer, die beim Pendeln wie in der Freizeit auf Stil und Verlässlichkeit Wert legen.
Stichworte:BullsCitybikeLifestyleurban

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Lapierre PXR Racing 2026 : Mit neuem Team in den CrossCountry-Rennsport

OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Marktstart mit Hochleistungs-Bremsbelägen für Gravity-Systeme: OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Orbea Rallon RS 2027: Ist das noch ein E-Bike?

fizik Terra Artica GTX im Test: Stilvoller Grenzgänger für nasskalte Tage

Das neue BULLS Vuca EVO FS 2 mit Pinion MGU: Innovatives E-SUV aus Köln

Reserve SL: Superleichte Laufradsätze mit Tune-Naben

Reifenfertigungsmaschine

Hausbesuch beim italienischen Traditionsunternehmen: So wird dein Pirelli-Reifen hergestellt

Mobil, kompakt und mit umfangreicher Ausstattung: Test: Kärcher OC 4 Bike-Kit

Rudy Project Set: Gewinne eine Helm- & Brillen-Kombi von Rudy Project

Robuste und leichte Taschen mit kleinen Schwächen: Bikepackingtaschen von Pro Bikegear

WTB Wavelength

WTB Wavelength im Test: Der unaufgeregte Alleskönner für den Trail

Schwalbe Gravel-Reifen 2026: Offroad-Fahrspaß zum günstigen Preis

Forbidden Bike Company präsentiert zwei neue Titan-Hardtails

Limitierte Auflage für den harten Einsatz: Forbidden Bike Company präsentiert zwei neue Titan-Hardtails

Moustache Xroad

Moustache Xroad im Test: Vielseitiger Begleiter für Alltag und Tour

Ähnliche Beiträge

  • Sportliches Stadtrad mit Gravel-Genen : Test Bulls Urban Cologne
  • Sushi Maki MK2 im Test: E-Bike unter 1.000 Euro – geht das überhaupt?
  • Test: Ampler Stout: Gut versteckte Schiebehilfe
  • Tests: Test: Stadler Dynabike Stadtrad – Fahrspaß für unter 200 Euro?
  • Das Bulls Copperhead EVO AM 2 im Test: Alltag trifft Trail-Performance
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH