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Aventon E-Bikes: Neuer Anbieter mit interessanten Modellen

9. März 2026 by Caspar Gebel

Avento E-Bikes: Ab sofort ist der E-Bike-Markt in Deutschland um einen Player reicher: Der US-Anbieter Aventon wagt den Schritt nach Europa und legt erst einmal zwei Trekking-Modelle vor, die nicht nur preislich interessant sind.

Die Herkunft der heutigen E-Bike-Marke überrascht: Das erste Mal trat Aventon in Erscheinung, eines Fahrrades, das so spartanisch war wie nur möglich – eines Fixie. Abgeleitet von Bahnrennrädern und ohne Schaltung, Bremsen und sogar Freilauf, waren Modelle wie das Aventon Mataró schnell beliebt in der Fixed-Gear-Szene und bei Radkurieren; mit Erfolgen bei Fixie-Rennen stieg der Bekanntheitsgrad weiter. Doch dann schlug Aventon ein neues Kapitel auf: Bereits 2018 wurde mit dem Pace 500 ein Elektrorad gelauncht, das mit Heckmotor und Starrgabel den typischen Urban-Look aufnahm.

Aventon: Vom Fixie zum E-Trekkingbike

Vom Urmodell, das es alleine schon wegen der unterschiedlichen Regularien dem US-Markt vorbehalten bliebt, haben sich die neuen Bikes der Marke freilich deutlich entfernt. Ab sofort bietet Aventon zwei im Bereich Touring / Trekking zu verortende Modelle an, die technisch viel zu bieten haben und dabei zu sehr attraktiven Preisen angeboten werden.



Aventon Trava ADV: Trekkingbike mit starkem Motor und großem Akku.

Los geht’s mit dem Aventon Trava ADV, das mit Zehngang-Kettenschaltung vom Typ Shimano Cues und 100-mm-Federgabel ein typisches E-Trekkingbike ist. Der Hersteller setzt auf eine komfortable Sitzposition, wobei an zusätzlich in den Genuss einer Federsattelstütze kommt; der Lenkervorbau ist winkelverstellbar und nimmt alle nach hinten führenden Züge und Leitungen auf. Zwei Rahmenformen sind verfügbar, Diamant und Einrohr; bei ersterer wird der Akku nach unten entnommen, bei letzterer nach unten. Bei diesem wie beim Schwestermodell kommen 27,5-Zoll-Laufräder zum Einsatz, auf denen Reifen mit 2 ¼ Zoll Breite montiert sind.

Die Rückleuchten sind an den Ausfallenden angebracht.
Aventon platziert die Ladebuchse zwischen Sitzrohr und Hinterrad.


Aventon Ultro S: Leistungsstarker Antrieb mit großem Akku

Das Antriebsystem bringt die neue Marke gleich mit, anstatt auf am Markt bekannte Anbieter zu setzen: Das Aventon-Aggregat nennt sich Ultro S und weist mit 90 Nm Drehmoment und 750 Watt Spitzenleistung Daten auf, die es mit Bosch & Co. aufnehmen können. Dazu wird eine 800-Wh-Batterie spezifiziert, was gerade angesichts des Preises hellhörig macht: Das Aventon Trava ADV wird nämlich nur 2.899 Euro kosten.

Beim Einrohrrahmen wir der Akku nach oben entnommen, …
… beim Diamantrahmen nach unten.

Auf demselben Rahmen basiert das Aventon Trava EXP, das sich aufgrund seiner Getriebenabe stärker ins Touren-Segment orientiert. Wiederum verbaut der Hersteller seinen Ultro S sowie 100-mm-Gabel und Federstütze; bei diesem Bike kommt vorne allerdings eine Vierkolben-Bremse zum Einsatz. Zum Preis von 3.899 Euro gibt es außerdem einen echten technischen Leckerbissen in Form des stufenlosen Enviolo-Getriebes in der vollautomatischen Automatiq-Version. Die Schaltung, die unabhängig von der Geschwindigkeit ein vorgewählte Trittfrequenz hält, gibt es normalerweise bei E-Bikes oberhalb von 4.500 Euro.



Aventon Trava ADV und EXP sind ab sofort erhältlich; dabei sind sie nur die Speerspitze eines Modellprogramms, das mittelfristig auch E-MTBs und Gravelbikes mit Unterstützungsmotor umfassen wird. Und wie sich der Ultro S in der Praxis schlägt, wird Velomotion demnächst im Praxistest feststellen.

aventon.com

Der neue Anbieter lockt mit hochwertig anmutender Technik zu attraktiven Preisen.


Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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