Radsport: Alpecin – Deceuninck durfte 2024 zahlreiche Erfolge feiern. Die Superstars Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen haben das Team auch in dieser Saison in die Top Ten geführt. Doch die beiden sind lediglich für 50 Prozent der Saisonsiege verantwortlich.
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Alpecin – Deceuninck 2024: Mehr als nur Philipsen & Van der Poel
Das Team Alpecin – Deceuninck bleibt im zweiten Jahr in Folge in den Top Ten des UCI-Teamrankings. Wie im Vorjahr schon, belegen die Belgier auch 2024 Rang acht. Und sie haben einmal mehr gezeigt, dass sie eben nicht abhängig sind von ihren zwei Superstars Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen. Die beiden waren für 13 der 26 Saisonsiege verantwortlich und haben dabei zweifelsohne für die größten Erfolge gesorgt. Der Niederländer gewann unter anderem die E3 Classic, die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix. Der Belgier darf sich unter anderem über drei Etappensiege bei der Tour de France und den Erfolg bei Mailand-Sanremo freuen. Aber es waren eben auch andere Fahrer im Team erfolgreich. Der junge Axel Laurance zum Beispiel konnte vier Rennen für sich entscheiden, Sprinter Kaden Groves drei.
Axel Laurance wechselt zu Ineos Grenadiers
Nicht viele Mannschaften in der WorldTour haben eine so klare Ausrichtung wie Alpecin – Deceuninck. Klar ist: Van der Poel und Philipsen sind die Kapitäne und sie müssen die ganz großen Erfolge einfahren. Dahinter gibt es viele Rennen, die allen anderen Fahrern Chancen ermöglichen. Diese Chancen hat zum Beispiel ein Axel Laurance 2024 genutzt. Er gewann vier Rennen, war aber bei den wichtigsten natürlich nur als Helfer oder gar nicht mit dabei. Mit seinen großen Ambitionen ist das nicht vereinbar gewesen, weshalb er nach nur einer Saison schon wieder geht. Den jungen Franzosen zieht es zu Ineos Grenadiers, wo er von nun an als Gegner seiner zwei ehemaligen Kapitäne fahren wird. Schmerzhaft ist auch der Verlust von Sören Kragh Andersen. Der Däne war bei Eintagesrennen immer ein treuer Helfer. Der Deutsche Jason Osborne beendet seine Karriere, wobei auch das nicht 100 Prozent richtig ist. Er konzentriert sich von nun an auf Gravel-Rennen und den E-Sports. Im Profi-Straßenradsport sieht er sich nicht mehr.
Die Ausrichtung ändert sich auch 2025 nicht
Neu ins Team kommen drei Fahrer vom eigenen Development Team, wobei der spannendste unter ihnen wohl der Niederländer Tibor del Grosso sein dürfte. Das vielversprechendste Talent aber ist Gal Glivar. Der Slowene kommt vom Gen Z UAE Team und fühlt sich auf hügeligem Terrain sehr wohl. Bei der U23-Lombardei-Rundfahrt beispielsweise fuhr er vor wenigen Wochen auf Rang drei. Johan Price-Pejtersen und Simon Dehairs verstärken als gute Zeitfahrer bzw. Sprinter die Riege der ausdauerstarken Klassikerjäger. Alles in Allem ändert sich im Team Alpecin – Deceuninck nur sehr wenig. Wir dürfen daher ein ähnliches Auftreten erwarten.