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Teamvorstellung: Willkommen in der WorldTour, Alpecin – Deceuninck

17. Dezember 2022 by Michael Behringer

Tour de france philipsen

Radsport: Eigentlich zählt die Mannschaft Alpecin – Deceuninck schon seit geraumer Zeit zu den Top-Adressen im Radsport. Dennoch werden sie 2023 erstmals offiziell den WorldTour-Status inne haben – und das liegt nicht nur an Mathieu van der Poel.

Alpecin – Deceuninck ist mehr als van der Poel

Blicken wir ein paar Jahre zurück, dann hätte wohl jeder von uns mit Alpecin – Fenix fast ausschließlich Mathieu van der Poel verbunden. Über die vergangenen Saisons hinweg jedoch haben sich neben dem Niederländer viele weitere Fahrer hervorgetan. Vor allem dieses Jahr hat gezeigt, dass die belgische Equipe mehr zu bieten hat als den besten Crosser der Welt. Zwar gewann er 2023 die Flandern-Rundfahrt, Quer durch Flandern, den GP de Wallonie und eine Etappe beim Giro d’Italia, aber sein bestes Jahr war das nicht. Dafür wuchsen Jasper Philipsen und Tim Merlier über sich hinaus. Die beiden belgischen Sprinter fuhren zahlreiche Siege ein, darunter Tagessiege bei der Tour de France und der UAE Tour (Philipsen), sowie bei Tirreno – Adriatico und Nokere – Koerse (Merlier).



Vine & Merlier sind ein großer Verlust

Trotz der starken Sprinter-Rigide durften wir bei Jay Vine die größte Entwicklung beobachten. Der 27-jährige Australier gewann bei der Vuelta a Espana zwei Etappen und fast das Bergtrikot, wäre er nicht gestürzt. Damit konnte die Mannschaft Alpecin – Deceuninck erstmals auch im Hochgebirge für Furore sorgen. Das Problem: Jay Vine konnte nach diesen Leistungen nicht gehalten werden. Er wechselt zum UAE Team Emirates. Und auch der Name Tim Merlier taucht unter den acht Abgängen auf. Ersetzt werden soll er durch Kaden Groves. Der Australier gilt als großes Sprinter-Talent, wird aber die Erfolge von Merlier vermutlich nicht auf Anhieb erreichen können. Quinten Hermans soll den Kader in den Bergen verstärken und Sören Kragh Andersen ist der perfekte Mann für Ausreißergruppen auf hügeligem Terrain. Damit bleibt Alpecin – Deceuninck eine Mannschaft ohne richtigen Klassementfahrer, aber mit starken Sprintern und Leuten für die Fluchtgruppen.

Stichworte:Alpecin – DeceuninckAlpecin – FenixNewsSaisonvorschauTeamvorstellung

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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