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Paris – Roubaix: Van der Poel wehrt den Pogacar-Angriff ab

13. April 2025 by Michael Behringer

Van der Poel Paris Roubaix

Radsport: Mathieu van der Poel hat zum dritten Mal das Eintagesrennen Paris – Roubaix gewonnen. Der Niederländer musste zahlreiche Angriffe von Tadej Pogacar abwehren und gewann schlussendlich auch wegen eines Sturzes des Weltmeisters. Stark präsentierte sich auch der Deutsche Jonas Rutsch, der als früher Ausreißer sensationell auf Rang sechs fuhr.

Van der Poel Paris Roubaix

Van der Poel gewinnt sein achtes Monument

Er hat es wieder geschafft: Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) hat die 122. Ausgabe von Paris – Roubaix gewonnen. Der Niederländer feiert damit seinen dritten Erfolg bei der „Mutter aller Klassiker“. Nach 259,2 Kilometern von Compiègne nach Roubaix erwies er sich abermals als stärkster Mann auf Kopfsteinpflaster. Profitiert hat er allerdings auch davon, dass sein Hauptkontrahent Tadej Pogacar (UAE) auf einem Pavé-Abschnitt zu Fall kam und dadurch das Hinterrad Van der Poels verlor. Dennoch sollte es für den Slowenen für Rang zwei reichen – und das bei seiner ersten Teilnahme. Das Podium komplettiert der Däne Mads Pedersen (Lidl – Trek) vor dem Belgier Wout van Aert (Visma | Lease a Bike).



Pech für Pedersen

Zu Beginn des Rennens konnte sich eine acht Mann starke Fluchtgruppe um die beiden Deutschen Jonas Rutsch (Intermarché – Wanty) und Kim Heiduk (INEOS Grenadiers) absetzen. Da jedoch schon vor dem berühmt-berüchtigten Wald von Arenberg die Topfavoriten in die Offensive gingen, war es um die Ausreißer frühzeitig geschehen. Das komplette Podium der Flandern-Rundfahrt – Tadej Pogacar (UAE), Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) und Mads Pedersen (Lidl – Trek) – attackierte mehrfach. So bildete sich nach dem wohl härtesten Kopfsteinpflaster-Abschnitt eine fünfköpfige Spitzengruppe, zu der neben den drei Topfavoriten auch der Schweizer Stefan Bissegger (Decathlon AG2R La Mondiale) und der Belgier Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) zählten. 70 Kilometer vor dem Ziel blieb ein Trio übrig. Als der Weltmeister attackierte, erlitt Pedersen eine Reifenpanne und fiel zurück. Bissegger konnte Philipsen, van der Poel und Pogacar nicht mehr folgen.

Pogacar stürzt

Während die abgehängten in die Verfolgergruppe um Wout van Aert (Visma | Lease a Bike) zurückfielen, konnte das Spitzentrio seinen Vorsprung auf über eine Minute ausbauen. Nach einer weiteren Attacke von Tadej Pogacar (UAE) musste auch Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) reißen lassen. Im neunten Pavé-Sektor erwischte es den Weltmeister. Pogacar setzte seinen nächsten Angriff, kam dann aber in einer Kurve zu Fall. Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) fuhr sein Tempo weiter und ließ sich nicht mehr einholen.

Pogačar goes down! pic.twitter.com/pWNe0zrBKT



— Cycling on TNT Sports (@cyclingontnt) April 13, 2025

| Drie op een rij! Mathieu van der Poel speelt Parijs-Roubaix uit en is de koning van de kassei! Daar kan zelfs Pogacar niets aan doen.



Stream koers op HBO Max pic.twitter.com/c6aO5ZF6rC

— Eurosport Nederland (@Eurosport_NL) April 13, 2025



Ferrand-Prévot triumphiert bei den Frauen

Bereits gestern wurde – bei noch deutlich besseren Wetterbedingungen und Straßenverhältnissen – zum fünften Mal in der Geschichte Paris – Roubaix Femmes avec Zwift ausgetragen. Die Französin Pauline Ferrand-Prévot (Visma | Lease a Bike) gewann vor der Italienerin Letizia Borghesi (EF Education – Oatly) und der Niederländerin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime). Bevor die Männer heute in Roubaix das Ziel erreichten, wurden die Rennen der Junioren und der Klasse U23 absolviert. Jubeln dürfen über ihre Siege der Niederländer Michiel Mouris (GRENKE – Auto Eder) und der Däne Albert Withen Philipsen (Lidl – Trek).



Stichworte:featuredJonas RutschMads PedersenMathieu Van Der PoelNewsParis-RoubaixStefan BisseggerTadej PogacarWout van Aert

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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