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Einfach nur ein Mountainbike: Test Bulls Copperhead 3 2022

16. Dezember 2021 by Caspar Gebel

Test: Bulls Copperhead 3 2022: Bei Bulls denkt man schnell an Carbon-Fullys und E-MTBs, doch auch in den günstigen Marktsegmenten hat die Kölner Sportmarke einiges zu bieten. Das Copperhead 3 etwa: preislich an der Untergrenze der Mittelklasse, in Sachen Ausstattung dabei überraschend komplett und wertig. Im Test von Velomotion beweist das neue 2022er Alu-Hardtail, dass es ebenso anspruchsvollen Sportlern wie flotten Alltagsfahrern viel bieten kann.

Sie sind robust im Sport wie im Alltag, bieten jede Menge Reserven und sind extrem vielseitig – kein Wunder, dass Mountainbikes hoch im Kurs stehen. Und zwar bei ambitionierten Gelände-Sportlern ebenso wie bei Stadtfahrern, die ohne viel Ballast schnell unterwegs sein wollen. Den Rucksack auf, und schon kann’s losgehen – das ist vielen lieber als ein schweres Tourenrad mit Schutzblechen, Träger & Co.

Mountainbikes sind aber nicht nur vielseitig, sondern inzwischen auch extrem vielfältig. CrossCountry, Trail, AllMountain, Enduro – die Liste der einzelnen Spielarten, die sich im Wesentlichen anhand des Federweges unterscheiden lassen und auf bestimmte Einsatzgebiete zugeschnitten sind, ist lang. Und dann ist da noch die Klassifizierung in Hardtail (nur Federgabel) und Fully (Vollfederung) – nicht zu vergessen, dass E-MTBs längst große Marktanteile erobert haben.



Der Urtyp: das Alu-Hardtail

Das ist vielen freilich schon zu kompliziert – sie wollen einen Allrounder, keinen Spezialisten; sie wollen einfach nur ein Mountainbike. Sie wollen ein Rad wie das Bulls Copperhead 3 2022.

Und ganz ehrlich – wer will es ihnen verdenken? Denn Bulls, die Marke des Händlerverbundes ZEG, die seit Jahren im MTB-Rennsport vorne mitmischt (ohne dabei ihre Athleten auf sündteure Bikes im fünfstelligen Bereich zu setzen) hat mit dem moderat ausgepreisten Alu-Hardtail alles richtige gemacht und zeigt exemplarisch, wie es Bike aussehen muss, das ebenso sportlichen Offroad-Spaß wie Alltagsnutzen bietet.

Die Leitungsführung im Unterrohr sorgt für eine aufgeräumte Optik.
Ein Gepäckträger lässt ebenso montieren, wie man eine Rückleute anstecken kann.


Bulls Copperhead 3 2022: Solider Alu-Rahmen mit modernen Details

Los geht’s mit dem soliden Aluminiumrahmen, dank dreifach endverstärkter (und damit im mittleren Bereich dünnerer) Rohre vergleichsweise leicht und mit einigen schönen Details ausgestattet. Schaltzüge und Hydraulikleitung werden im Unterrohr geführt; das Steuerrohr ist konisch und damit auf moderne Federgabeln mit groß dimensioniertem Lagersitz zugeschnitten. Gewindebohrungen am Hinterbau erlauben die Montage von Träger und Schutzblech. Das Tretlagergehäuse ist klassisch mit BSA-Gewinde versehen – ein jahrzehntealter Standard, der in Sachen Ersatzteilversorgung und Wartung unübertroffen ist. Darin montiert ist ein Kurbelsatz aktueller Bauart mit groß dimensionierter Hohlachse, die auch tretstarke Fahrer nicht (elastisch) verformen werden.

Schaltung auf aktuellem Stand

Sehr aktuell ist auch die Wahl der Schaltung mit zwei Kettenblättern vorne und Elffach-Kranz hinten, woraus sich ein extrem großer Übersetzungsbereich ergibt. Wer’s bergab richtig krachen lässt, kann auch noch bei 45 km/h Druck aufs Pedal bringen; auf dem Weg nach oben ist an Steilstücken lockeres Kurbeln bei Fußgängertempo drin. Und sollte jemand die ganz leichten Gänge nie nutzen, lässt sich einfach ein enger abgestufter Zahnkranz montieren. Mit nur zwei Kettenblättern vorne kann man die Schaltung deutlich außerdem einfacherer bedienen als eine mit Dreifach-Kurbel, wie es früher üblich war (und in den unteren Preisbereichen immer noch ist).



Das Doppelkettenblatt erleichtert die Bedienung der Schaltung.
Bulls spezifiziert eine Elffach-Kassette mit großer Bandbreite.

Luftfedergabel mit allem drum & dran

Solide und verlässlich sind die „Shimano Deore/Deore XT“-Komponenten, die in diesem Preisbereich den Standard setzen. Verschleiß ist hier kein großes Thema, und wenn doch mal etwas kaputt geht, können einzelne Teile recht preiswert ersetzt werden. Verlässliche hydraulische Scheibenbremsen gehören natürlich auch an ein modernes MTB, und nicht zuletzt muss man über die Federgabel sprechen, die ernsthaften Geländesport überhaupt erst möglich macht. Bulls spezifiziert ein Modell des großen Herstellers RockShox – eine leichte Luftfedergabel, die optimal ans Fahrergewicht angepasst werden kann und bei der Druckstufe (Einfedern) wie Zugstufe (Ausfedern) feinfühlig eingestellt werden können. Dazu stellt RockShox sogar eine App zur Verfügung, die Empfehlungen zu Luftdruck und Zugstufen-Einstellung gibt. Per Hebeldruck vom Lenker aus kann die Gabel blockiert werden (Remote-Lockout) – praktisch etwa, wenn man in den Wiegetritt wechselt. Ein zeitgemäßes Merkmal der Gabel ist auch die Steckachse: Sie sorgt für einen sicheren, exakt definierten Sitz des Laufrades und versteift zusätzlich die Gabel als Ganzes. Dass am Hinterbau eine klassische Schnellspannachse zum Einsatz kommt, geht dagegen technisch in Ordnung.

Das Vorderrad wir per Steckachse befestigt.
Technisch auf der Höhe: Luftfedergabel mit einstellbarer Druck- und Zugstufe sowie Remote-Lockout.


Tubeless-Umrüstung möglich

Technik-interessierten Mountainbike-Fans erfüllt Bulls einen weiteren Wunsch: Die Laufräder – mit 32 Speichen solide aufgebaut, dabei nicht superleicht – können mit Tubelessreifen gefahren werden, was beim echten Offroad-Einsatz Defekte verhindert, die Traktion verbessert und den Rollwiderstand senkt. Auf lockeren Touren und im Alltag kann man natürlich getrost weiterhin mit Schlauch fahren.

Typisch Bulls ist der magnetische Flaschenhalter.
Zur Halterung am Vorbaudeckel gibt es spezielle Smartphone-Hüllen.

Mit Licht und Handy am Lenker durch den Alltag

A propos Alltag: Hier zeigt sich das Bulls Copperhead 3 2022 mit Adaptern für spezielle Akkuleuchten an Sattelklemme und Vorbau innovativ. Die MonkeyLink-Lampen sind quasi ein Mittelding zwischen „fest montiert“ und „abnehmbar“; sie lassen sich blitzschnell anbringen und halten dann sicher und verdrehfrei. Sind die Leuchten nicht montiert, schiebt man Reflektoren ein – die ja, nebenbei bemerkt, nach wie vor ständig am Rad angebracht sein müssen. Praktisch ist auch die Steckverbindung von SP-Connect für eine Smartphone-Halterung am Vorbau, unter dem kleine Haken die Schaltzüge und Bremsleitungen im Zaum halten. So sieht das Cockpit gleich deutlich aufgeräumter aus.



Einfach nur ein Mountainbike? Im Detail besehen, erweist sich das Bulls Copperhead 3 2022 als ausgesprochen durchdacht. Es zeigt, dass die Grundform des MTBs, das Hardtail, noch längst nicht ausgedient hat – und auch, dass ein preisgünstiges Bike zum einen rundum offroad-tauglich ausgestattet und zum anderen potenziell alltagstauglich sein kann.



Web

www.bulls.de

Fazit: Bulls Copperhead 3

Pro

  • Rundum gut ausgestattet
  • Luftfedergabel mit einstellbarer Druck- und Zugstufe sowie Remote-Lockout
  • Technisch auf aktuellem Stand
  • Alltagstaugliche Details

Contra

  • Hinten noch Schnellspannachse

Fakten

RahmenmaterialAluminium
Laufradgröße29 oder 27,5 Zoll
Federweg100 mm
Preis1.399 Euro
Web www.bulls.de
DownhillUphill
 
LaufruhigAgil
 
Einfach nur ein Mountainbike? Wer das sucht, muss keine Riesensummen ausgeben, wie das Bulls Copperhead 3 2022 beweist. In allen Details eignet es sich für den ernsthaften Geländesport, mit manchen ist es erfreulich alltagstauglich. Der Unterschied zu deutlich teureren Bikes liegt wie so oft vor allem im Gewicht – doch kaum ein anderes Mountainbike schafft den Spagat zwischen Sport und Alltag so gekonnt wie das Copperhead 3.
Stichworte:BullscopperheadHardtailTest

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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