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Giro d'Italia #8: Ben Healy siegt als Solist in Fossombrone

13. Mai 2023 by Michael Behringer

Ben Healy Giro d'Italia

Radsport: Ben Healy hat die Velomotion-Prognose wahr gemacht. Der Ire gewinnt die achte Etappe des Giro d’Italia als Solist. Er war Teil einer ursprünglich 13 Mann starken Ausreißergruppe und in den kurzen, giftigen Anstiegen der mit Abstand stärkste Fahrer aus der Gruppe.

Ben Healy Giro d'Italia 2023

Ben Healy stürmt zum ersten Grand-Tour-Etappensieg

Er ist die Entdeckung der Saison. Folgerichtig hat er jetzt auch seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour eingefahren. Ben Healy (EF Education – EasyPost) hat die achte Etappe des Giro d’Italia gewonnen. Souverän löste er sich rund 50 Kilometer vor dem Ziel von seinen Begleitern und zog als Solist bis zur Ziellinie durch. In der Favoritengruppe versuchte Bora – hansgrohe heute etwas zu bewegen. Doch die Attacke von Lennard Kämna wurde von Primoz Roglic (Jumbo – Visma) gekontert. Gemeinsam mit dem Duo von Ineos Grenadiers um Geraint Thomas und Tao Geoghegan Hart konnte der Slowene somit wertvolle Sekunden auf Topfavorit Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) herausfahren.



https://www.velomotion.de/magazin/2023/05/radsport-giro-ditalia-2023-favoriten/

Filippo Ganna muss den Giro d’Italia verlassen

Auf den 207 Kilometer langen Weg von Terni nach Fossombrone durfte sich Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) heute nicht mehr machen. Der Italiener gab einen positiven Coronatest ab und musste den Giro d’Italia daher verlassen. Besonders bitter für ihn, da morgen das lange Zeitfahren auf dem Programm steht, für welches er als ganz großer Topfavorit gehandelt wurde. Wegen Magenproblemen ebenfalls nicht am Start stand der Niederländer Lars van den Berg (Groupama – FDJ). Und während der heutigen Etappe mussten Samuele Zoccarato (Green Project – Bardiani – CSF – Faizanè) aus Italien und Florian Stork (DSM) aus Deutschland das Rennen verlassen.

13 Ausreißer aus 13 Teams

Über 70 Kilometer hat es gedauert, bis das Peloton die Ausreißer wirklich ziehen ließ. Zahlreiche Profis wollten Teil der Ausreißergruppe sein, da sie wussten: Heute hat eine Fluchtgruppe gute Karten. Fünf Fahrer fuhren vornweg, sieben hinterher. Und dahinter befand sich ein einsamer Verfolger. 125 Kilometer vor dem Ziel kam es zum Zusammenschluss.
• Valentin Paret-Peintre (AG2R – Citroën)
• Ben Healy (EF Education – EasyPost)
• Derek Gee (Israel – Premier Tech)
• Carlos Verona (Movistar)
• Toms Skujins (Trek – Segafredo)
• Samuele Battistella (Astana)
• François Bidard (Cofidis)
• Mattia Bais (Eolo – Kometa)
• Alessandro Tonelli (Green Project – Bardiani – CSF – Faizanè)
• Warren Barguil (Arkèa – Samsic)
• Alessandro Iacchi (Corratec – Selle Italia)
• Filippo Zana (Jayco – AlUla)
• Oscar Riesebeek (Alpecin – Deceuninck)



Keine Chance gegen Ben Healy

Mit einem Vorsprung von knapp fünf Minuten haben die Ausreißer zum ersten Mal den Anstieg in I Cappuccini überquert. Während an der Spitze Ben Healy (EF Education – EasyPost) attackierte, kontrollierte im Hauptfeld die Mannschaft Ineos Grenadiers das Tempo. Zu Attacken kam es unter den Favoriten vorerst aber noch nicht. Derweil machte sich Toms Skujins (Trek – Segafredo) auf die Verfolgung des einsamen Spitzenreiters. Doch ein Sturz in der Abfahrt verhinderte den möglichen Zusammenschluss. Durch einen dadurch notwendigen Radwechsel fiel der Lette sogar aus der ersten Verfolgergruppe zurück in die zweite. Aber das sollte ohnehin nicht mehr wichtig werden, denn Ben Healy war heute nicht mehr einzuholen. Damit feiert der Ire seinen ersten Etappensieg bei einer großen Landesrundfahrt. Erst in diesem Jahr gelang ihm der Durchbruch im Profi-Radsport.

Bora – hansgrohe geht in die Offensive

Nachdem die gestrige Etappe für viele Zuschauer enttäuschend verlief, weil sich in der Favoritengruppe rein gar nichts getan hat, entschädigte das heutige Teilstück dafür etwas. Denn als der Anstieg in I Cappuccini wenige Kilometer vor dem Ziel absolviert werden musste, ging die deutsche Mannschaft Bora – hansgrohe in die Offensive. Bob Jungels forcierte das Tempo, Lennard Kämna attackierte. Doch sofort setzte Primoz Roglic (Jumbo – Visma) seinen Konterangriff. Kämna konnte nicht mehr folgen, aber Leader Andreas Leknessund (DSM) befand sich zunächst direkt am Hinterrad. Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) hingegen hatte Mühe. Während der Mann in Rosa nach und nach zurückfiel, zündete das Team Ineos Grenadiers den Turbo. Mit Tao Geoghegan Hart und Geraint Thomas konnten gleich zwei Fahrer der britischen Mannschaft den Kontakt auf der Kuppe wiederherstellen. Dahinter versuchten mit Remco Evenepoel Damiano Caruso (Bahrain – Victorious) und Joao Almeida (UAE) den Rücktand in Grenzen zu halten.

What a moment for 22-year old Irishman Ben Healy! He is about to win a stage of the Giro d’Italia for the first time pic.twitter.com/PDMxFdvds8



— Balls.ie (@ballsdotie) May 13, 2023

Roglic allume REMCO qui pète ! @giroditalia pic.twitter.com/RzugHhypVt



— ntoine VAYER ️ (@festinaboy) May 13, 2023



https://www.velomotion.de/magazin/2023/05/radsport-giro-ditalia-2023-deutschsprachige-fahrer/

https://www.velomotion.de/magazin/2023/05/radsport-giro-ditalia-2023-teams-fahrer-ziele-1/

Stichworte:Andreas LeknessundBen HealyGeraint ThomasGiro d'ItaliaIneos GrenadiersNewsPrimoz RoglicRemco EvenepoelTao Geoghegan Hart

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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