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Leichter Langstrecken-Komfort mit dezenter Optik: Fizik Vento Antares R3 Adaptive

27. September 2024 by Caspar Gebel

Test Fizik Vento Antares R3 Adaptive: Mit langer Nase auf wechselnde Sitzpositionen ausgelegt, überzeugt das günstige Modell des 3D-Pioniers in so ziemlich jeder Hinsicht.

Fizik ist ein Pionier in Sachen 3D-Sättel und hat inzwischen diverse Modelle auf die neue Technologie umgestellt bzw. 3D-Ausführungen vieler bewährter Sättel im Programm. Diese „Adaptive“ genannten Sättel bewegen sich in unterschiedlichen Preiskategorien: Ganz oben rangieren die Maßsättel des neuen Programms „One-to-One“, dann kommt das superleichte Rennmodell Vento Argo 00 Adaptive für 399 Euro. Der Vento Antares R3 Adaptive wiederum erlaubt mit 259 Euro einen vergleichsweise günstigen Zugang zur exklusiven Welt der 3D-Sättel; mit 223 Gramm auf der Redaktionswaage ist er dabei durchaus leicht zu nennen. Günstigerer Preis wie etwas höheres Gewicht verdankt der Sitz seinem Gestell aus Metallrohren statt Carbonstreben und der Nylon-Sattelschale.

Fizik Vento Antares R3 Adaptive: Lange Nase und zwei Breiten

Der 268 mm lange Sattel besitzt eine eher klassische Form mit längerer Sattelnase; verfügbar ist er in zwei Breiten, 140 sowie 150 mm. Er eignet sich gut für Fahrer/innen, die nicht statisch auf dem Rad sitzen, sondern ab und zu ihre Position verändern: weiter hinten, wenn mit Kraft am Berg gedrückt wird, und ganz vorne bei Highspeed im Flachen am Unterlenker. Gerade in letzterer Haltung kann es bei konventionellen Sätteln mit harter Nase schon mal zu Druckbeschwerden kommen – nicht jedoch beim Antares Adaptive. Seine Längsrinne ist nicht ganz offen; das 3D-Polster bietet auch in diesem Bereich etwas Unterstützung. Dazu ist die Rinne von einem Streifen geschlossenen Materials eingefasst. Bei manchem konventionellen Sattel mit zentraler Öffnung stößt man in diesem Bereich auf die harte Kante der Sattelschale, nicht aber beim Fizik: Er ist rundum gut gepolstert und verhindert damit schmerzhaften Druck auf empfindliche Körperstellen.



Die Sattelschale des Fizik ist durchbrochen, …
… was man von oben allerdings nicht sieht.

Diese Erkenntnis, gewonnen von anderen 3D-Modellen des italienischen Herstellers, kann auch Velomotion-Testfahrer Eduard Buyler bestätigen. Der Skitrainer mit gut 6.000 Rennrad-Kilometern pro Jahr sieht den Vento Antares R3 Adaptive vor allem als gute Wahl für lange Strecken, wo es auf dauerhaften Komfort ankommt. Am Endurance-Rennrad ist dabei kein Thema, dass er mit Kium-Metallstreben ein paar Gramm schwerer ist als ein Vollcarbon-Sattel. Auch optisch ist der Fizik sehr gelungen, denn trotz der erwähnten Längsrinne wirkt er wie ein klassischer geschlossener Sattel. Zu diesem Eindruck trägt auch die gleichmäßige Oberflächenstruktur mit sechseckigen „Waben“ bei, die deutlich unauffälliger wirkt als die Polsterung manch anderen 3D-Sattels.

Mit dem günstigen Preis bei geringem Gewicht, hohem Komfort und dezenter Optik ist der Fizik Vento Antares R3 Adaptive also ein sehr attraktives Produkt des 3D-Pioniers. Wer mit den klassischen Sätteln der Marke gut klarkommt, durfte mit diesem Modell noch besser beraten sein.



www.fizik.com

 



Mehr Infos zu 3D-Sätteln findest du in unserem Übersichtsartikel:

[blog specific=“196019″]
Stichworte:3D-SattelfeaturedSattel

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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