Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

MountainbikesTests

Mountainbikes: BULLS Copperhead MAX RS – Eine gelungene Mischung aus 27,5 und 29er

3. Juni 2017 by Florian Nowak

Mit einem innovativen Konzept machte das BULLS Copperhead MAX RS auf sich aufmerksam: Kaum erkennbar aber dennoch spürbar kommt neben einer soliden Deore XT Ausstattung eine Mischung aus zwei Laufradmaßen zum Einsatz – Vorne 29 er und Hinten 27,5 er. Wir haben das Bike für euch getestet und herausgefunden was der „Größenmix“ zu bieten hat.

Zu Beginn unseres Tests waren wir schon ein wenig überrascht von dem Konzept zwei verschiedene Laufradgrößen in einem Rahmen zu vereinen. Es fällt optisch kaum auf, aber am BULLS Copperhead Max RS sind tatsächlich zwei verschiedene Maße verbaut. Am Vorderrad setzt BULLS auf einen 2,35 Zoll breiten 29er-Nobby-Nic-Reifen, während im Hinterbau ein Rocket Ron im PlusFormat (27,5×2,6) steckt. Die Entwickler folgen hierbei dem Beispiel Motocross und setzten auf die selben potenziellen Vorteile. Der schmalere aber größere Vorderreifen überrollt Hindernisse gut und lässt sich präzise durchs Gelände bewegen, während der breitere Hinterreifen mit deutlich mehr Volumen für erhöhten Komfort und Traktion sorgt. Der Copperhead RS Alurahmen an sich bietet alles was man sich von einem soliden Tourenbike verspricht. In schlichter Lackierung unserer Meinung nach zudem ein echter Hingucker.



Geometrie BULLS Copperhead 3 RS

41465156
Sitzrohr (in mm)410 460510 560
Oberrohr horizontal (in mm)575595615635
Steuerrohr (in mm)100115140 175
Kettenstrebe (in mm)430435435440
Radstand (in mm)1070,61092,91114,31130,9
Lenkwinkel (in °)70,070,070,070,5
Sitzwinkel (in °)73,5 73,073,072,5
Reach (in mm)402413426431
Stack (in mm)585594618648

Mit der 2×11-XT Schaltung, der Rock-Shox-Reba-Gabel und hochwertigen Felgen liefert neben dem Rahmen auch die Ausstattung überzeugende Argumente für das BULLS Copperhead MAX RS. Der gesamte Antrieb kommt aus dem Hause Shimano, genauer gesagt aus der XT Reihe. Hier bleibt man sich treu und versucht nicht an versteckten Stellen zu sparen. Eine kleine Ausnahme stellen die Bremsen dar: Hier kommen nämlich die M615 aus der Deore-Gruppe zum Einsatz, die erfahrungsgemäß jedoch im Vergleich zur XT Version kaum Abstriche zulässt und lediglich ein paar Gramm mehr auf die Waage bringt. Sämtliche Anbauteile, wie Lenker, Vorbau und Sattelstütze kommen aus eigenem Hause. Die Zugführung verläuft hauptsächlich im Inneren des Rahmens, was optisch zwar sehr schön aussieht, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt beim Zugwechseln zum lästigen Umstand werden könnte.



 

 



 

Nach den Fakten kommen wir nun zur Praxis. Bei unserer ersten Ausfahrt wurden wir Bergauf sofort überrascht. Die beiden Laufradgrößen ermöglichen eine sportliche aber dennoch komfortable Sitzposition, daher eignet sich das BULLS besonders für ambitionierte Tourenfahrer und Einsteiger. Der versprochene Komfort des Plus-Reifens ist in der Praxis tatsächlich spürbar. Auch auf der Abfahrt hat das Copperhead MAX  RS einiges zu bieten, auf das oft bemängelte, schwammige Fahrverhalten von Plus-Bikes warten wir vergebens. Schon nach einer ersten Runde sind wir voll vom Konzept des Bikes überzeugt. Dennoch muss man klar sagen, dass das Bike wahrscheinlich noch mehr Potenzial hätte und man mit 29″ Laufräder sicherlich noch ein Quäntchen mehr herauskitzeln könnte – gerade in technischen Passagen.



Ähnliches gilt für längere flache Passagen wie man sie von langen Touren oder MTB Marathons gut kennt. Auch hier würden die 29 er etwas besser rollen. Dennoch läuft das BULLS Copperhead sehr ruhig und läd auch mal ein die Landschaft während der Tour zu genießen, ohne ständig von unruhigen Schlägen und Rütteln gestört zu werden.

Die breite Übersetzung und der tadellose Antrieb verrichteten wie erwartet einen absolut zuverlässigen Job und funktionierten bei allen Bedingungen – das selbe gilt auch für die Bremsen, die einen ebenso positiv-unauffälligen Eindruck hinterlassen. Im Downhill wirkt das Rad recht schnell nervös und verlangt dem Fahrer einiges an Arbeit ab. Sehr positiv tat sich jedoch auch hier der Hinterbau hervor, der für ein Hardtail die Schläge gut abfederte und besonders in den Bergaufpassagen für viel Schwung nach Vorne sorgt.



 

Fazit: BULLS Copperhead 3 RS

Pro

  • Gute Ausstattung
  • Überzeugender Größenmix(29/27
  • 5)
  • Flexibles Einsatzgebiet

Contra

  • Innenverlegte Züge
  • Steckachsen nur mit Inbus

Fakten

RahmenmaterialAluminium
Laufradgröße29/27,5 Zoll
Federweg100 mm
Gewicht11,4 kg
Preis1.399 €
Web bulls.de
DownhillUphill
 
LaufruhigAgil
 
Das BULLS Copperhead 3 RS im Velomotion Fahrradmarkt
Der Laufradmix vereint präzises Lenkverhalten, gute Überrolleigenschaften und Komfort auf einem guten Niveau. Das Copperhead Max RS ersetzt zwar kein Fully, hat aber einen breiten Einsatzbereich. Für uns genau das richtige Bike für Tourenfahrer und Einsteiger, die flexibel bleiben wollen.
Stichworte:BikeBulls CopperheadMTBNewsTest

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

Pivot Shuttle LT 2026

Pivot Shuttle LT 2026: Mehr Akku, mehr Einstellbarkeit, mehr Enduro

Nur schön oder auch wirklich gut?: Chrome Barrage 34 im Test

Satteltasche mit Schutzblech: Bikepackingtaschen von SKS

Corratec Allroad A1: Vielseitiger Offroad-Sportler

Lapierre PXR Racing 2026 : Mit neuem Team in den CrossCountry-Rennsport

OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Marktstart mit Hochleistungs-Bremsbelägen für Gravity-Systeme: OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Orbea Rallon RS 2027: Ist das noch ein E-Bike?

fizik Terra Artica GTX im Test: Stilvoller Grenzgänger für nasskalte Tage

Reserve SL: Superleichte Laufradsätze mit Tune-Naben

Reifenfertigungsmaschine

Hausbesuch beim italienischen Traditionsunternehmen: So wird dein Pirelli-Reifen hergestellt

Mobil, kompakt und mit umfangreicher Ausstattung: Test: Kärcher OC 4 Bike-Kit

Kalkhoff Image 3 Excite

Kalkhoff Image 3 Excite: Bosch-Power trifft Riemenantrieb

Rudy Project Set: Gewinne eine Helm- & Brillen-Kombi von Rudy Project

Robuste und leichte Taschen mit kleinen Schwächen: Bikepackingtaschen von Pro Bikegear

Ähnliche Beiträge

  • Das neue Scott Spark RC im Test: DAS Bike für alles?!
  • Test: Mountainbike Hardtail mit sportlichen Ambitionen: Dynamics Gravity 29
  • Test: Bulls Copperhead 3: Der Einstieg in die hochwertige Mountainbike-Welt muss nicht teuer sein!
  • Mountainbikes: Merida One Sixty 2019 im Test – Endurobolide mit reichlich Reserveren
  • Mountainbikes: Test: Nicolai ION G13 – lang, flach & steil
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH