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Radsport: Radsport Saisonvorschau: Cofidis wird internationaler und vielseitiger

3. Dezember 2018 by Michael Behringer

Cofidis

Radsport: Seit über 20 Jahren drehen die in rot gekleideten Profis vom Team Cofidis ihre Runden. Auch 2019 ist bei einigen WorldTour-Rennen mit der französischen Equipe zu rechnen. In der kommenden Saison wird auch ein deutscher Profi für Cofidis fahren.

Cofidis 2018: 54 Podiumsplätze sorgen für eine gute Bilanz

Das Team Cofidis gehört seit 1997 zum Radsport-Zirkus und ist damit eine der ältesten Mannschaften und treuesten Sponsoren. Dabei hat die französische Equipe schon viele gute und viele schlechte Zeiten durchgemacht. Die Saison 2018 wird gewiss eher zu den erfolgreichen Jahren zählen. Schließlich haben die Profis in rot nicht weniger als 54 Podiumsplatzierungen eingefahren, darunter 21 Siege. Erstaunlich, denn Experten sahen lediglich in Nacer Bouhanni einen Star. Der Franzose steuerte sechs Erfolge bei, hat jedoch den Status des Nummer eins Sprinters verloren. Christophe Laporte durfte unerwartet die Tour de France fahren. Dort gewann er zwar keine Etappe, doch über das gesamte Jahr hinweg jubelte er ebenfalls sechsmal. Häufig wenn kein Massensprint erzwungen werden sollte, begab sich ein Cofidis-Profi in die Spitzengruppe. So gestaltete die Mannschaft mit einer Wildcard ausgestattet auch einige WorldTour-Rennen spannend.

21 victoires 🏆
54 podiums 🥈
89 top 5 👍
153 tops 10 🔝



Découvrez le bilan de la saison 2018 👉 https://t.co/NJsPheXaAB 📊#CofidisMyTeam pic.twitter.com/wV2k0VCGHL

— Team Cofidis (@TeamCOFIDIS) 21. November 2018



Transfers: Der Kader wird breiter, vielseitiger und internationaler

Dass im Team Cofidis auch 2019 vorwiegend französische Profis fahren werden, ist wenig überraschend. Doch die französische Equipe stellt sich für die kommenden Aufgaben deutlich internationaler auf. Unter anderem hat auch der Deutsche Marco Mathis den Weg zu Cofidis gefunden. Der starke Zeitfahrer wechselt quasi das Team mit Daniel Navarro. In den Bergen streckt man aber trotzdem nicht die Waffen, da für ebenbürtigen Ersatz gesorgt wurde. Darwin Atapuma sind Etappensiege aus Ausreißergruppen vielleicht sogar eher zuzutrauen.

AbgängeZugänge
Dorian Godon
(AG2R La Mondiale)
Darwin Atapuma
(UAE Team Emirates)
Daniel Navarro
(Katusha – Alpecin)
Natnael Berhane
(Dimension Data)
Anthony Turgis
(Direct Energie)
Filippo Fortin
(Felbermayr – Simplon Wels)
Jimmy Turgis
(Vital Concept – B&B Hotels)
Jesper Hansen
(Astana)
Michael Van Staeyen
(Roompot – Charles)
Marco Mathis
(Katusha – Alpecin)
Guillaume Bonnafond
(Karriereende)
Emmanuel Morin
(Trainee)
Daniel Teklehaimanot
(unbekannt)
Pierre-Luc Perichon
(Arkea – Samsic)
Damien Touze
(St Michel – Auber 93)
Zico Waeytens
(Veranda's Willems – Crelan)

Cofidis 2019: Sprints und Ausreißergruppen

Obwohl das Team Cofidis auf dem Transferkarussell einige Runden gedreht hat, ist eine starke Veränderung in der Ausrichtung wohl nicht zu erwarten. In Sprints wird die Mannschaft bei zweitklassigen Rennen zu den Favoriten zählen, egal ob auf Nacer Bouhanni, Christophe Laporte oder Hugo Hofstetter gesetzt wird. Auch in einigen WorldTour-Rennen dürfte sich der rote Zug auf den letzten Kilometern vorn einspannen. Ansonsten hilft Cofidis nur die Abteilung Attacke – und diese ist nicht schlechter aufgestellt als in den vergangenen Jahren. Besonders auf hügeligen Etappen liegen dabei die größten Erfolgsaussichten, da man über die stärksten Kletterer leider weiterhin nicht verfügt. Alles in Allem ist von Cofidis eine ähnlich starke Saison zu erwarten. Spannend zu beobachten sein wird außerdem der Kampf um die Kapitänsrolle im Sprint.



⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 🚴‍♂️ @TeamCOFIDIS #CofidisMyTeam https://t.co/zS5Lkd0IHR

— Cédric Vasseur (@cedvasseur) 26. November 2018



Stichworte:2019CofidisNewsSaisonvorschauTeamvorstellung

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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