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KomponentenTests

Wolf Tooth Fat Paw im Test: High-End-Griff für große Hände

26. November 2025 by Michael Faiß

Wolf Tooth Fat Paw

Der Name ist Programm: Der Wolf Tooth Fat Paw Lock-on macht keine Gefangenen und ist mit gewaltigen 37 Millimetern Durchmesser der unangefochtene Schwergewichts-Champion in unserem Testfeld. Er richtet sich unmissverständlich an Fahrer mit großen Händen, die maximale Dämpfung suchen. Doch unter der dicken Silikonhaut steckt ein überraschend vielschichtiger Charakter, der Komfort und direktes Feedback auf einzigartige Weise verbindet.

Abmessungen und Form

  • Gewicht: 156 g
  • Durchmesser: 37 mm
  • Länge: 132 mm
  • Preis: 49,99 €
  • Farben: Griffkörper in Schwarz, Klemmschellen in diversen Eloxalfarben

Die Abmessungen des Fat Paw sind eine Ansage. Der durchgehende Durchmesser von 37 Millimetern macht ihn zu einer wahren Wohltat für alle, denen Standardgriffe zu dünn sind. Dem gegenüber steht eine mit 132 Millimetern eher kurze Baulänge. Für unsere Tester mit Handschuhgröße 11 war das kein Problem, Fahrer mit extrem großen „Handtellern“ könnten hier aber an die Grenzen stoßen. Das hohe Volumen und die soliden Lock-On-Klemmen fordern ihren Tribut auf der Waage: Mit 156 Gramm ist er ein echtes Schwergewicht.

Die große Besonderheit ist das Material. Wolf Tooth setzt auf einen speziellen Silikonschaum, der satte 5,5 Millimeter dick ist. Die Form ist dabei klassisch rund und verzichtet auf jegliche ergonomische Ausformung. Die Verarbeitung ist, wie von Wolf Tooth gewohnt, absolut herausragend. Die Klemmschellen und Schrauben sind erstklassig und die Montage gelingt problemlos.



Wolf Tooth Fat Paw
Wolf Tooth Fat Paw
Wolf Tooth Fat Paw
Wolf Tooth Fat Paw

Auf dem Trail: Der Wolf Tooth Fat Paw

Auf dem Trail offenbart der Fat Paw seinen widersprüchlichen Charakter. Zunächst einmal ist die Dämpfung phänomenal. Der dicke Silikonschaum schluckt Vibrationen extrem effektiv und sorgt für ein sattes, ruhiges Gefühl in den Händen. Gleichzeitig ist der Griff aber keineswegs schwammig. Man bekommt erstaunlich viel Feedback vom Untergrund – ein Gefühl, das anfangs gewöhnungsbedürftig ist. Er ist weich, aber nicht entkoppelt.

Die Silikonoberfläche generiert dabei ein enormes Grip-Niveau. Egal ob mit oder ohne Handschuhe, selbst bei Nässe hat man stets das Gefühl, die absolute Kontrolle zu haben. Diese einzigartige Kombination macht ihn zu einem interessanten Kandidaten, der nicht nur auf Komfort ausgelegt ist. Selbst performance-orientierte Fahrer, die einen dicken Griff bevorzugen, könnten mit dem Fat Paw glücklich werden, da er die Präzision nicht im Weichgummi ertränkt.



Einen kleinen, aber ärgerlichen Patzer leistete sich Wolf Tooth bei den mitgelieferten Lenkerendstopfen. Die Kunststoff-Stopfen waren im Durchmesser zu groß für unseren dickwandigen Carbonlenker und ließen sich auch mit Gewalt nicht zur Kooperation überreden – einer zerbrach beim Versuch. Bei einem Griff dieser Preisklasse ist das ein unnötiger Fauxpas.

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Fazit: Wolf Tooth Fat Paw

Pro

  • Hervorragende Dämpfung bei gleichzeitig gutem Feedback
  • Enormer Grip durch Silikon-Material
  • Exzellente Verarbeitungsqualität

Contra

  • Hoher Preis
  • Hohes Gewicht
  • Lenkerendstopfen etwas groß

Fakten

Produktjahr2025
Preis49,99 Euro
Web www.wolftoothcomponents.com

Gesamtwertung

88%

Preis-/Leistung

72%
Der Wolf Tooth Fat Paw ist kein Allrounder, sondern ein hochspezialisierter Problemlöser. Er ist die perfekte Wahl für Fahrer mit großen Händen, die eine einzigartige Mischung aus massiver Dämpfung, überragendem Grip und direktem Fahrgefühl suchen. Für diese spitze Zielgruppe ist er trotz des hohen Preises von fast 50 € eine lohnende Investition, da es kaum ein vergleichbares Produkt auf dem Markt gibt. Alle anderen werden sein extremes Konzept und Gewicht eher befremdlich finden.
Stichworte:E-MTBGriffgriffe25MTBvmmtb

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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