Eine ziemlich typischen Mountainbike-Geschichte: Mitte der 90er-Jahre beginnen die Gründer von DMR Bikes mit der Entwicklung von Komponenten für BMX und Dirt Bikes. Aus den kleinen Anfängen ist über die Jahre ein breit aufgestellter Hersteller geworden. Neben Mountainbikes und Dirt-Jump-Bikes gehören heute weiterhin Komponenten wie Lenker, Kurbeln oder Laufräder zum Programm. Besonders Pedale haben sich dabei zu einem echten Markenzeichen von DMR entwickelt, allen voran das Vault und das legendäre V12.
Mit dem Vault hat DMR ein Flatpedal im Programm, das sich vor allem an Trail-, All-Mountain-, Enduro- und Downhill-Fahrer richtet. Die Plattform misst 105 × 105 Millimeter und ist mit 17 Millimetern angenehm flach. Der aus Aluminium gefertigte Pedalkörper sitzt auf einer robusten CroMo-Achse und bringt es auf stolze 430 Gramm pro Paar. Die leicht konkave Plattform und insgesamt 11 Pins pro Seite sorgen für reichlich Halt. Interessant sind dabei die beiden Pins beziehungsweise Schraubenköpfe in der Mitte: Sie sind keine zusätzlichen Gewindestifte, sondern die Köpfe der Schrauben, mit denen der Pedalkörper befestigt wird. Die eigentlichen Pins lassen sich austauschen und bei Bedarf in ihrer Länge beziehungsweise Position anpassen. Für die Lagerung setzt DMR auf eine Kombination aus DU-Buchse und Cartridge-Lager. Und auch beim Thema Wartung gibt sich das Vault unkompliziert: Lager, Buchse, Achse und Pins sind als Ersatzteile erhältlich. Das Pedal muss also bei Verschleiß nicht gleich in den Ruhestand.
Schon beim Auspacken macht das Vault einen sehr sauber verarbeiteten und robusten Eindruck. Gleichzeitig fällt die asymmetrische Form auf, die nicht nur sportlich aussieht, sondern auf dem Trail einen praktischen Nebeneffekt hat: Steine, Äste und andere Hindernisse werden gut vom Pedal abgeleitet, statt sich daran festzuhaken. Noch wichtiger ist aber, was unter dem Schuh passiert. Das Vault liefert richtig viel Grip und klebt sowohl im Uphill als auch im Downhill zuverlässig am Fuß. Gerade wenn eine technische Passage etwas Mut verlangt, vermittelt das Pedal die nötige Sicherheit, um einfach drüberzufahren. Trotzdem fühlt sich der Fuß nicht wie festgeschraubt an. Im Vergleich zu anderen ausgewiesenen „Grip-Monstern“ lässt er sich erstaunlich leicht neu positionieren. Genau diese Mischung macht den Reiz des Vault aus: viel Halt, ohne die Beweglichkeit des Fußes unnötig einzuschränken. Und ganz nebenbei sieht das Pedal mit seiner cleanen Form auch noch richtig gut und hochwertig aus.
Vault ist nicht gleich Vault: DMR bietet das erfolgreiche Pedal inzwischen in mehreren Varianten an. Neben dem klassischen Vault aus Aluminium gibt es das rund 10 Prozent kleinere Vault Midi, das sich vor allem für kleinere Füße oder Fahrer eignet, die eine kompaktere Plattform bevorzugen. Mit dem Vault Mag setzt DMR auf einen Druckguss-Körper aus Magnesium und drückt das Gewicht auf rund 404 Gramm pro Paar. Noch leichter wird es beim Vault Mag SL mit Titanachse und einem Gewicht von nur 318 Gramm. Für spezielle Ansprüche gibt es außerdem Varianten wie das Vault Brendog, das mit zusätzlichen Moto-Pins auf besonders viel Grip ausgelegt ist, sowie verschiedene Sondereditionen. Die grundsätzliche DNA bleibt bei allen Modellen gleich: eine flache, konkave Plattform, viel Grip und eine vollständig wartbare Konstruktion.





