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KomponentenTests

Komponenten: TRP HyRd: Das doppelte Lottchen

2. Januar 2014 by die Redaktion

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An immer mehr Cyclocross-Rädern finden sich Scheibenbremsen und auch die Anzahl sogenannter Komfortrenner, die derart bestückt sind, nimmt zu. Doch anders als im MTB-Bereich, wo das Non-plus-ultra mittlerweile Vollhydraulik heißt, kommen im Cyclocross- und Rennrad-Bereich immer noch Seilzug-Bremsen zum Einsatz. Dies hat einen einfachen Grund: Der Großteil der am Markt erhältlichen Bremsschalthebel funktioniert mit handelsüblichen Bowdenzügen.

Lösungen, wie Srams hydraulische Red 22 beziehungsweise Force 22, deren DoubleTap-Hebel mit einem Seilzug verbunden sind, oder Shimanos neue BR-R785, welche Umwerfer und Schaltwerk elektronisch ansteuert, sind relativ kostenintensiv. Im Gegensatz zu mechanischen Scheibenbremsen bieten deren Bremssättel aber die Möglichkeit einer automatischen Justierung sowie wesentlich mehr Bremsdruck – zwei Faktoren, die den Fahrspaß mit mechanischen Scheibenbremsen bisher minderten.



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Der US-amerikanische Bremsenspezialist TRP verspricht mit seinem Topmodell HyRd eine Lösung, welche die Vorzüge beider Varianten miteinander vereinen soll. So erhält man für relativ günstige 300 Euro zwei Bremssättel, die zwar per Seilzug, deren Bremsbelege jedoch hydraulisch bedient werden.

Die Montage der Bremssättel verläuft problemlos und geht schnell von der Hand. Das schleiffreie Einstellen der Bremse ist dank großzügiger Langlöcher innerhalb von 5 Minuten erledigt. Lediglich die mitgelieferten IS2000-Adapter wirken in diesem Zusammenhang etwas befremdlich, zumal an den meisten Rahmen PostMount-Aufnahmen mittelerweile Standard sind. Der Druckpunkt lässt sich über die Zugspannung des Bremszuges beliebig verstellen, sodass jeder den für sich passenden Druckpunkt finden kann.



Im Einsatz zeigt sich die HyRd schon nach kurzer Einbremszeit bissig. Dennoch lässt sie sich erstaunlich gut dosieren. Im Vergleich zu vollhydraulischen Scheibenbremsvarianten stört hier nur die leicht spürbare Reibung der Seilzüge. Durch die Verwendung teflonbeschichteter Züge lässt sich diese aber relativ stark minimieren. Unabhängig davon arbeitet die HyRd jedoch zuverlässig. Sie quietscht nur sehr selten und gibt auch im Wiegetritt kaum Geräusche von sich. Die Beläge stellen sich automatisch nach.

Einen weiteren Pluspunkt kann die HyRd durch ihre Wetterbeständigkeit für sich verbuchen. Allerdings sollte man bei extremen Bedingungen die Zugspannung nachstellen – ohne die Justierung wandert der Druckpunkt Richtung Lenker und erschwert dadurch harte Bremsmanöver. Praktisch erscheint in dieser Hinsicht der Einbau von Zugverstellungen, die eine leichte Anpassung ermöglichen und das Verstellen der Bremse am Sattel obsolet machen. 

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//Fazit

Abgesehen von den vollhydraulischen Scheibenbremslösungen der Hersteller Shimano und Sram bieten die TRP HyRd die wohl beste Bremsperformance, die es derzeit für Cyclocross- und Rennräder gibt, die mit Scheibenbremsen ausgerüstet sind. „Per Seilzug bedienbare Hydraulik mit ordentlich Druck“, so lässt sich die kostengünstige Lösung der US-Amerikaner wohl am einfachsten umreißen.

//Produkthighlights

  • leichte Montage, auch ohne beiliegenden IS2000-Adaptern
  • verbesserter Bremsdruck gegenüber reinen Seilzugvarianten
  • geräuscharm und pflegeleicht
  • kompatibel mit handelsüblichen Shimano-Bremsbelägen

//Preis und Web

  • 149,90 Euro (pro Bremssattel)
  • www.trpbrakes.com
Stichworte:BremssattelHydraulikHyRdScheibenbremseSeilzugTRP

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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