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Radsport: Paris – Roubaix Vorschau: Wer jubelt in der Hölle des Nordens?

12. April 2019 by Michael Behringer

Paris - Roubaix Vorschau Kopfsteinpflaster

Radsport: La Reine des Classiques: Paris – Roubaix ist die Königin aller Klassiker. Am Sonntag ist es wieder soweit. 25 Teams kämpfen sich durch die Hölle des Nordens. Der Preis? Ein Pflasterstein! Wir blicken in unserer Paris – Roubaix Vorschau auf die Strecke und die Favoriten.

Paris - Roubaix Vorschau

Die Strecke: 54,5 km Kopfsteinpflaster

1896 wurde Paris – Roubaix zum ersten Mal ausgetragen. Im April jeden Jahres kämpfen sich die Fahrer bei oftmals schwierigen Witterungsverhältnissen durch den Norden Frankreichs. Den Beinamen „die Hölle des Nordens“ verdient sich das Rennen aber vor allem dank der Kopfsteinpflaster-Passagen. 2019 gilt es 54,5 Kilometer verteilt auf 29 Pavé-Abschnitte zu überstehen. Als wäre dies noch nicht genug, müssen insgesamt nicht weniger als 257 Kilometer von Compiègne nach Roubaix zurückgelegt werden. Im dortigen Vélodrome darf sich nur einer von 175 Profis als König der „Reine des Classiques“ feiern lassen. Wie immer wird es im Wald von Arenberg 95 Kilometer vor dem Ziel eine erste Selektion geben. Wenn sich die Fahrer wieder sortiert haben, geht es anschließend Schlag auf Schlag. 14 Kopfsteinpflaster-Passagen warten innerhalb der letzten 65 Kilometer. Die Abschnitte #12 und #11 eignen sich für Attacken auf Grund ihrer Länge und Schwierigkeit besonders, ebenso wie die Sektoren #5 und #4.



Die Favoriten: Deceuninck – Quick-Step scheint angeknockt

Deceuninck – Quick-Step hat in den vergangenen Monaten fast alle wichtigen Rennen gewonnen. Bei der Flandern-Rundfahrt am vergangenen Sonntag jedoch enttäuschte die belgische Equipe. Zwar sprang in Person von Kasper Asgreen Rang zwei heraus, doch den hohen Ansprüchen des blau-weißen Wolfsrudels genügte dies natürlich nicht. Dennoch ist mit dieser Mannschaft auch bei Paris – Roubaix zu rechnen. Neben Kapitän Zdenek Stybar und dem eben erwähnten Kasper Asgreen können auch Tim Declercq, Yves Lampaert und Philippe Gilbert eine tragende Rolle spielen. Die unangefochtenen Favoriten sind sie jedoch nicht. Mit Greg van Avermaet (CCC), Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), John Degenkolb (Trek – Segafredo) und Peter Sagan (Bora – hansgrohe) müssen sie drei sprintstarke Kontrahenten vor dem Vélodrome in Roubaix abschütteln. Wout van Aert (Jumbo – Visma), Nils Politt (Katusha – Alpecin), Oliver Naesen (AG2R La Mondiale) und Tiesj Benoot (Lotto – Soudal) werden zudem nicht mit Attacken geizen.

Die Velomotion-Prognose: John Degenkolb macht’s noch einmal

2015 gewann John Degenkolb Mailand – Sanremo und Paris – Roubaix. Nach seinem schweren Unfall im Training kam er in der vergangenen Saison eindrucksvoll zurück und gewann endlich eine Etappe bei der Tour de France – ausgerechnet in Roubaix. In diesem Jahr gibt es zahlreiche Siegkandidaten. Anders als in den Vorjahren gibt es keine klaren Topfavoriten. Durchaus möglich, dass in Roubaix eine größere Gruppe ins Vélodrome einbiegen wird. Zuletzt war dies 2015 der Fall, als eben jener John Degenkolb im Sprint gewann. Wir trauen ihm dies erneut zu, da sich der Deutsche in einer guten Verfassung präsentiert und die vielen starken Sprinter ein Interesse an einer gemeinsamen Ankunft haben.

* * * John Degenkolb
* * Zdenek Stybar, Greg van Avermaet
* Nils Politt, Alexander Kristoff, Peter Sagan



Paris – Roubaix live im TV

Wer sich das Spektakel bei Paris – Roubaix 2019 nicht entgehen lassen möchte, kann die Hölle des Nordens über sechs Stunden lang bequem vor dem Fernseher genießen. Am Sonntag wird das Monument nämlich in voller Länge auf Eurosport 1 übertragen. Auf Grund der tollen Aufnahmen und der begeisterten Zuschauer lohnt sich das Einschalten bereits um 11:00 Uhr. Mit einer Zielankunft wird in etwa gegen 17:30 Uhr gerechnet.

Stichworte:NewsParis-Roubaix

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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