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Test Bulls Sharptail Street 2 27,5: Mit dem Mountainbike durch den Alltag

27. Dezember 2022 by Caspar Gebel

Test Bulls Sharptail Street 2 27,5: Mit alltagstauglicher Ausstattung ist das Bulls-MTB ein idealer Begleiter auf dem Weg zur Schule, zum Sport und in der Freizeit. Und auch vor Ausflügen ins Gelände schreckt das Bike mit langem Federweg und griffigen Reifen nicht zurück.

Sportliche Material nur bei sportlichen Einsätzen nutzen? Das ist fast ein bisschen Verschwendung, und außerdem – mal ganz ehrlich: Kinder und Jugendliche, die Rad fahren, finden Mountainbikes meist faszinierend, auch wenn sie selbst keine aktiven Offroad-Fahrer sind. Und so kann man vor den Schulen und an den Sportplätzen vielleicht mehr Mountainbikes begegnen, als sportlich auf Trails und Downhills unterwegs sind.



Bulls Sharptail Street 2 27,5: Ein Mountainbike für den Alltag

Da liegt es natürlich nahe, MTBs speziell für den Alltagseinsatz zu konzipieren – und Bulls tut das mit den „Street“-Modellen der Baureihe Sharptail. Die Offroad-Bikes im mittleren Preissegment sind keine dezidierten Jugendräder, aber gerade durch das Größenspektrum, das beim 27,5-Zoll-Rad je nach Modell bis hinter zur Größe XS geht, eignen sie sich vorzüglich für jüngere Radler. Und Kids, die zur Schule, zum Sport oder zu Freunden unterwegs sind, kommen mit einem Sharptail Street in den Genuss echter MTB-Technik, kombiniert mit einer verkehrssicheren und alltagstauglichen Ausstattung.

Am hochwertigen Rahmen lässt sich weiteres Zubehör montieren.
Die mechanische Scheibenbremse ist kaum weniger bissig als eine hydraulische.

Kompakter Rahmen und viel Federweg

Erst einmal zu den Mountainbike-Merkmalen des Bulls: Das Rad mit der kompakten Rahmenform, deren Plus eine niedrige Überstandshöhe ist, zeichnet sich durch eine Federgabel mit satten 100 mm Weg aus – wenn es also doch einmal wirklich ins Gelände geht, ist das Bulls für alles gerüstet. Auch die großvolumigen Reifen sind auf lockeren Untergrund abgestimmt, wobei sie auf der Straße durchaus leicht rollen. Scheibenbremen dürfen natürlich auch nicht fehlen, wobei der Hersteller hier auf eine mechanisch aktivierte Variante setzt. Außerdem ist das Rad mit einer offroad-typischen 3×7-Schaltung ausgestattet, deren Übersetzungsbandbreite freilich nicht ganz so groß ist wie beim „echten“ Mountainbike. Was auch nicht nötig ist, wenn das Rad größtenteils im Alltag bzw. auf Asphalt eingesetzt wird.



Die Rückleute sitzt auf dem Schutzblech, weshalb dieses nicht abgebaut werden kann.
Der Nabendynamo liefert verlässlich Strom uns produziert dabei kaum merklichen Widerstand.

Die Steckschutzbleche bleiben dran

Die eher aufrechte Sitzhaltung ist durchaus ein Merkmal moderner Trailbikes und im Stadtverkehr natürlich optimal – hier liegen Mountainbike und Alltagsrad nah beieinander. Und mit letzteren teilt sich das Sharptail eine ganze Reihe von Ausstattungsdetails. Erst einmal ist das Bulls mit kurzen, sportlich anmutenden Kunststoff- bzw. Steckschutzblechen versehen: Der vordere Schützer kommt ganz ohne Streben aus, und hinten klemmt das Teil mit einer Klammer am Unterrohr. Der vordere Schützer kann abgenommen werden; hinten klappt das allerdings nicht, denn daran ist die Rückleuchte montiert, deren Kabel an der Strebe entlang geführt wird. Den Strom fürs Rücklicht und den recht hellen (30 Lux) Scheinwerfer liefert natürlich ein ausfallsicherer Nabendynamo, der per Schalter an der Frontleuchte aktiviert werden kann. Wobei der Dynamo so widerstandsarm läuft, dass man getrost mit Dauerlicht fahren kann – also auch am Tag.



Ein Parkständer am Hinterbau rundet die Alltagsausstattung des Sharptail Street ab, und dieses Bauteil ist gerade für Jugendliche wichtiger als ein Gepäckträger, der nicht zur sportlichen Anmutung des Bulls passen würde. Heute ist man schließlich mit dem Rucksack unterwegs, und vor der Schule und am Sportplatz entsprechen die Abstellanlagen längst nicht immer modernen Standards. Wobei für ein wertiges Bike wie das Bulls Sharptail Street 2 natürlich der Grundsatz gilt, es nicht nur ab-, sondern anzuschließen, damit man möglichst lange etwas von ihm hat.

Viele Farben, Größen, Varianten

Neben der hier gezeigten Variante in Blau gibt es das sportliche Alltags-Bike (oder alltagstaugliche Mountainbike) übrigens auch in Grau, Schwarz und Hellgrau mit orangen Farbakzenten; dazu kommen diverse Schwestermodelle, die sich bei Ausstattung, Größenspektrum und Laufradgröße unterscheiden. Größere bekommen das Bike auch mit 29-Zoll-Laufrädern, Kleinere als 26er Modell. So dürfte das Sharptail Street viele Freunde finden.

Web

www.bulls.de



 

Fazit: Bulls Sharptail Street 2 27,5

Pro

  • Hochwertiger Rahmen
  • Sportlicher Look
  • Alltagstauglich
  • Solide Ausstattung

Contra

  • Schutzblech hinten kann nicht abgenommen werden

Fakten

RahmenmaterialAluminium
Laufradgröße27.5" oder 29"
Federweg100 mm
Gewichtk. A.
Preis799,95 Euro
Web www.bulls.de
DownhillUphill
 
LaufruhigAgil
 
Das Bulls Sharptail Street 2 27,5 überzeugt als alltagstaugliches Mountainbike, das sich vor allem an Jugendliche richtet. Doch auch Erwachsene, die eine sportliche Alternative zum klassischen Citybike suchen, könnten sich für das preiswerte MTB interessieren, das mit 100 mm Federweg und breiten Reifen auch vor leichtem Gelände nicht zurückschreckt.

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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