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KomponentenTests

WTB Wavelength im Test: Der unaufgeregte Alleskönner für den Trail

24. Januar 2026 by Michael Faiß

WTB Wavelength

Test / Griffe für Mountainbiker: Der WTB Wavelength markiert im aktuellen Testfeld den Anspruch, ein echter Allrounder zu sein. Weder reiner Racer noch reiner Komfort-Sofa-Griff, versucht er mit einer speziellen Lamellen-Struktur und großzügigen Abmessungen die goldene Mitte zu treffen. Wir haben gecheckt, ob das Konzept auf dem Trail aufgeht oder ob man zwischen den Stühlen sitzt.

Abmessungen und Form: WTB Wavelength

Durchmesser: 32 mm
Länge: 142 mm
Gewicht: 114 g
Preis: 29,95 €

Der WTB Wavelength präsentiert sich auf dem Papier als klassischer „Brot-und-Butter“-Griff, was hier keinesfalls abwertend gemeint ist. Mit einem Durchmesser von 32 mm liegt er exakt im Durchschnitt des Marktes und dürfte damit die breite Masse an Fahrerhänden zufriedenstellen. Auffällig ist hingegen die Breite: Mit satten 142 mm fällt der Wavelength sehr großzügig aus. Das ist eine gute Nachricht für Piloten mit großen Händen, die sich auf Standard-Griffen oft eingeengt fühlen. Gewichtstechnisch landet das Paar bei 114 g – ein solider Wert im Mittelfeld, der weder Leichtbauer in Ekstase versetzt noch an einem schweren E-Enduro negativ auffällt.



Verarbeitungstechnisch gibt es, typisch für WTB, nichts zu meckern. Das Design setzt auf eine Mischung aus Quer- und Längslamellen in unterschiedlichen Geometrien. WTB nennt das auch „Anti-Rotational“, um Drehbewegungen der Hand entgegenzuwirken. Der Griff ist komplett rund ausgeführt, ergonomische Flügel sucht man hier vergebens. Ein wichtiges Detail: Der Griffgummi ist über die Außenseite gezogen. Bei Stürzen oder unsanftem Ablegen könnte der Griff leiden.

WTB Wavelength
WTB Wavelength
WTB Wavelength
WTB Wavelength

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

In der Praxis bestätigt der WTB Wavelength schnell das Bild, das seine technischen Daten bereits skizziert haben: Er ist ein absoluter „No-Brainer“. Anschrauben, wohlfühlen, vergessen. Das Lamellen-Design entpuppt sich als cleverer Schachzug für alle, die eine Balance suchen. Die Lamellen sind kurz genug gehalten, um nicht schwammig wegzuknicken, bieten aber deutlich mehr Dämpfung als ein klassisches Rautenprofil. Kleine Vibrationen, wie man sie auf Schotterwegen oder feinen Wurzelteppichen findet, werden effektiv geschluckt. Das sorgt für spürbaren Komfort, ohne dass das Fahrgefühl indirekt wirkt.



Dennoch: Wer auf der Suche nach maximalem, ungefiltertem Feedback vom Untergrund ist, wird den Wavelength eventuell als zu gedämpft empfinden. Er ist kein rasiermesserscharfer Race-Griff, sondern ein treuer Begleiter für lange Tage im Sattel. Das 32-mm-Maß in Kombination mit der Überbreite von 142 mm vermittelt viel Sicherheit und erlaubt es, die Handposition während der Fahrt auch mal leicht zu variieren. Die Griffigkeit ist hoch, auch ohne dass man die Handschuhe festkrallen muss.

Insgesamt positioniert sich der Wavelength als unauffälliger Held. Er ist kein Spezialist für eine Nische, sondern macht an fast jedem Bike – vom Touren-Hardtail bis zum All-Mountain-Fully – eine gute Figur. Die Haltbarkeit des Gummis an der Außenseite sollte man bei häufigem Bodenkontakt im Auge behalten, ansonsten ist der Griff ein Musterbeispiel für „Draufschrauben und Ruhe haben“.

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Fazit: WTB Wavelength

Pro

  • Ausgewogenes Dämpfungsverhalten durch Lamellen-Design
  • Universell einsetzbar
  • Sicherer Grip

Contra

  • Geschlossenes Gummi-Ende anfällig bei Stürzen
  • Zu wenig direktes Feedback für Puristen

Fakten

Produktjahr2025
Preis29,95 Euro
Web www.wtb.eu

Gesamtwertung

85%

Preis-/Leistung

86%
Der WTB Wavelength ist der Inbegriff eines soliden Allrounders. Er leistet sich keine wirklichen Schwächen und bietet mit seinem Lamellen-Profil einen sehr guten Kompromiss aus Dämpfung und Kontrolle. Besonders Fahrer mit großen Händen profitieren von der 142 mm breiten Auflagefläche. Mit knapp 30 Euro ist er fair bepreist und eine sichere Bank für alle, die keine Lust auf Experimente haben.
Stichworte:Griffgriffe25MTBWTB

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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