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Schwalbe Pro One Allroad: Neuer Rennreifen für schlechten Belag

21. Januar 2026 by Caspar Gebel

Produkt-News Schwalbe Pro One Allroad: Das neue Modell greift auf einen frühen Reifen zurück, der sein Können bereits bei Paris-Roubaix unter Beweis stellte. Nun kommt eine optimierte Konstruktion dazu, die geringeren Rollwiderstand und höheren Pannenschutz verspricht.

Mit dem G-One Allround nahm „Gravel Tubeless“ bei Schwalbe vor mehr als zehn Jahren Fahrt auf. Der Reifen mit dem feinen Noppenprofil bot sich für unterschiedliche Untergründe von Asphalt bis hin zu nicht allzu anspruchsvollen Offroad-Strecken an und war bald an vielen Gravelbikes zu sehen – besonders an voll ausgestatteten Modellen für den Alltag. 2015 legte der Anbieter dann mit dem S-One eine Variante für den Rennsport vor: Der 30 mm breite Reifen wurde speziell für die rutschigen Pflasterstrecken der Frühjahrsklassiker entwickelt; bei Paris-Roubaix jenes Jahres fuhr der Schweizer Martin Elmiger vom Team IAM mit dem Tubeless-Reifen auf einen starken fünften Platz.

Schwalbe Pro One Allroad
In 35 mm Breite bietet das neue Modell Grip und Pannenschutz auf der einen und geringen RoWi auf der anderen Seite.


Als G-One Speed war dieser Reifen jahrelang ein fester Bestandteil im Gravel-Sortiment der Marke – und nun hat Schwalbe daraus ein Modell gemacht, das mit verbesserter Konstruktion noch stärker aufs Rennrad zugeschnitten ist bzw. auf Allroad- und Gravelbikes, die schnell auf festem Untergrund bewegt werden. Vorhang auf für den Schwalbe Pro One Allroad, der ab sofort in drei Breiten zwischen 30 und 40 mm angeboten wird. Das Profil mit den feinen, kreisrunden Noppen erscheint unverändert; anders als der G-One Speed setzt Schwalbe beim neuen Reifen jedoch auf die rollwiderstandsoptimierte „Addix Race“-Gummimischung, die auch den Nässegrip verbessern soll.

Schwalbe Pro One Allroad: Schneller Reifen mit hohem Seitenwandschutz

Dazu kommt mit „Race Pro“ ein Karkassenaufbau, der von den schnellen Gravel-Reifen der Marke stammt und im Vergleich zur „Super Race“-Karkasse der Rennrad-Pneus auf optimalen Seitenwandschutz ausgelegt ist. Hierbei ist die äußerste Schicht der dreilagigen Seitenwand weiter nach oben gezogen und überlappt etwas mit dem „V-Guard“-Pannenschutzstreifen. Das soll Beschädigungen durch kantige Pflastersteine oder ähnliches vorbeugen; gleichzeitig ist die Reifenmitte auf geringstmöglichen Rollwiderstand zugeschnitten.

Das feine Noppenprofil hat sich schon bei früheren Modellgenerationen bewährt.
Im Vergleich zu den Rennreifen von Schwalbe ist die Karkasse des Allroad (rechts) auf höheren Seitenwandschutz ausgelegt.


Der neue Schwalbe Pro One Allroad kann natürlich tubeless gefahren werden und ist mit hakenlosen Felgen kompatibel. Laut Hersteller wird er aus fair gehandeltem Naturkautschuk gefertigt und mit recyceltem Ruß eingefärbt – was sofort die Frage nach honigbraunen „Tanwall“-Varianten aufwirft. Und noch etwas könnte man sich von Schwalbe wünschen: eine 32 mm breite Version, denn diese würde den Bauraum vieler aktueller Rennmaschinen optimal ausnutzen. 30 mm breite Reifen sind für viele ohnehin der neue Standard; etwas mehr Volumen macht da beim Allroad-Reifen natürlich Sinn. 35 mm wiederum sind für die meisten Disc-Rennräder zu breit.

Der Schwalbe Pro One Allroad soll in 30 mm Breite 340 Gramm wiegen; für 35 und 40 mm lautet die Angabe 425 bzw. 465 Gramm. Alle drei Breiten kosten einheitlich 74,90 Euro und dürften demnächst im Fachhandel verfügbar sein.

www.schwalbe.com



 

 

 



S-One Speed

Stichworte:#VMgravelfeaturedGravelGravelreifenSchwalbe

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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