Der Sommer kommt, und damit die Zeit für Fahrradausflüge mit den Kindern. Fahrradbegeisterte Eltern planen vielleicht sogar einen Urlaub im Bikepark – und in die Schule radeln, das lässt das Wetter nun auch wieder zu. Doch was, wenn das Fahrrad dem Nachwuchs schon wieder zu klein ist? Für Kinder ab etwa 125 cm ist dann der Schritt zu einem Fahrrad mit 24 Zoll Laufrädern sinnvoll. Wir haben 15 Modelle in diesem Größenbereich eingehend getestet. Welches Bike für wen geeignet ist und was die Tops und Flops sind, das erfahrt ihr den nächsten Wochen in unserem großen 24 Zoll Kinder-Mountainbike-Test!
Wann braucht es 24 Zoll Laufräder?
Ab welchem Alter, oder genauer gesagt, welcher Körpergröße, eine bestimmte Laufradgröße ideal ist, da sind sich die Hersteller nicht vollends einig. Ab einer Größe von etwa 125 cm empfehlen die meisten Bikehersteller ein 24 Zoll Bike. In unseren Testpool haben sich auch zwei 26 Zoll Bikes eingeschlichen: VPace will hier auf den gleichen Effekt setzen, den 29 Zoll Laufrädern für Erwachsene haben: Große Laufräder geben mehr Sicherheit im Gelände und rollen leichter über Hindernisse. Wir sind dennoch auch von den Handling-Vorteilen der kleineren Laufräder überzeugt. Für wen weder 24 noch 26 Zoll in Frage kommt, der wird in unserem 20 Zoll Kinderfahrrad-Test fündig.
Fully, Hardtail, oder doch ganz ohne Federung?
Für unseren Kinder-Mountainbike-Test haben wir in erster Linie sportliche Räder ausgewählt. Aber nicht jedes Mountainbike ist gleich: Während vollgefederte Räder (Fullys) wie das Commencal Clash oder das Scott Ransom definitiv waschechte Mountainbikes sind, richtig cool aussehen, und im Gelände am meisten Spaß machen, braucht nicht jedes Kind ein solches Rad. Für den Weg zur Schule reichen auch definitiv Bikes wie das Woom Off 5 oder das Academy Trail 5. Übrigens: Für den Fahrkomfort ist vor allem der passende Reifenluftdruck entscheidend. Wie dieser lautet? Das weiß zum Beispiel Pirelli. Hier gehts zum Reifenluftdruckrechner.
24 Zoll Mountainbike: Was muss ich bei der Ausstattung beachten?
Das ist natürlich vom gewählten Einsatzbereich abhängig. Wer mit dem Bike in die Schule fahren will, für den ist Zubehör wie Beleuchtung, Schutzbleche, Fahrradständer und Gepäckträger wichtig. Wer dagegen im Bikepark fahren möchte, der sollte auf Federelemente achten, die auch in der Gewichtsklasse von Kinder gut funktionieren. Ergonomische Bremsen und gute Reifen zählen ebenfalls zu den wichtigsten Komponenten.
Was die Schaltung anbelangt: Hier haben sich zurecht Einfach-Schaltungen etabliert – d.h., vorne am Kettenblatt gibt es keinen Umwerfer; geschaltet wird nur hinten an der Kassette. Die Schaltlogik ist nicht nur einfacher für Kinder zu verstehen, es kann auch weniger kaputt gehen! Wer mit seinen Kindern längere Touren fahren will, sollte aber auf Kassetten mit großer Bandbreite achten: 11-36t sind mindestens angebracht. Ein Schaltwerk mit Kettenspanner ist gerade im Gelände wichtig, damit die Kette nicht vom Kettenblatt fällt.
Wie wichtig ist das Gewicht bei Kinder-Mountainbikes?
Die Bedeutung des Fahrradgewichts wird sowohl über- als auch unterschätzt. In unserem Testfeld fallen besonders die vollgefederten Mountainbikes mit Gewichten über 13 kg auf. Die Abfahrtsfähigkeiten dieser Bikes rechtfertigen dieses Gewicht aber wieder. Bei dedizierten Touren- oder Cross-Country-Rennbikes spielt das Gewicht hingegen eine größere Rolle. Hier tun sich gerade Räder wie das Cube Elite 240, das VPace Matz26C oder das Woom Off 5 hervor. Ihr geringes Gewicht lässt die Kinder nicht so schnell ermüden und führt zu mehr Fahrspaß. Ganz besonders relevant ist das Gewicht der Laufräder. Sind sie leicht, beschleunigt das Bike spürbar besser – dann ist es auch egal, wenn der Rahmen etwas schwerer ausfällt. Leider bietet mit Ausnahme der eben genannten Rädern kaum eines der Testbikes besonders leichte Laufräder.
Wie steht es um die StVZO-Konformität?
Genau genommen muss ein Rad, das im öffentlichen Verkehrsraum genutzt wird, natürlich auch der StVZO entsprechen und geeignete Lichtanlagen und Reflektoren aufweisen. Die meisten Bikes sind zumindest mit Reflektoren ausgestattet, eine Beleuchtung muss aber nachgerüstet werden. Von acht bis zehn Jahren dürfen Kinder sowohl Gehwege als auch Radwege und Fahrbahnen befahren. Ab zehn Jahren ist die Nutzung von Gehwegen dann nicht mehr erlaubt. Gerade Mountainbikes werden aber vor allem da genutzt, wo es eine StVZO-konforme Beleuchtung nicht braucht. Wichtig ist, dass die Kinder dann mit Lichtern und Co. ausgerüstet sind, wenn sie sich doch einmal im Straßenverkehr bewegen.
Diese 15 Modelle haben wir getestet:
Für den Schulweg:
Berlin Bike MTB 1
Decathlon Rockrider
Frog MTB 62
RadioBikeCD Zuma-24
Allrounder:
Academy Trail 5
Bulls Tokee Disc 24
Checker Pig Little Pig
Giant STP
Woom Off 5
Cross-Country:
Cube Elite 240 C:62 SLX
VPace Matz26C
Bike-Park:
Commencal Clash 24
Scott Ransom 400
Tiny Rock Master 24
VPace Fred26
Was ist das beste 24 Zoll Fahrrad in unserem Kinder-Mountainbike-Test?
So verlockend es ist, in unserem Kinder-Mountainbike-Test simple, zugespitzte Antworten zu geben: Was das beste Bike für ein Kind ist, hängt immer auch vom Einsatzbereich ab. Unter den getesteten 24 Zoll Kinderrädern haben sich besonders das Bull Tokee und das Woom Off 5 als Allrounder hervorgetan, die auf dem Schulweg, bei Touren und auf leichten Trails eine gute Figur machen. Bikes wie das Scott Ransom oder das VPace Fred26 zählen in unseren Augen zu den besten Mountainbikes für den Bikepark, während für XC-Fahrer am leichten Cube Elite 240 kein Weg vorbeiführt. Einen Testsieger küren wir allerdings nicht – dafür ist das Testfeld zu vielfältig und die Einsatzzwecke zu unterschiedlich. Hier geht es zu den verschiedenen Tests:
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Wie sind wir bei unserem Kinder-Mountainbike-Test vorgegangen?
Alle 15 Räder wurden rigorosen Prüfungen durch unsere jungen Tester unterzogen. Auf Pumptracks, Feldwegen, Bikeparks und überall dazwischen hat unsere Testkommission mit einem Altersdurchschnitt von sieben bis acht Jahren die Räder auf Herz und Nieren geprüft. Außerdem haben wir jedes Bike genau unter die Lupe genommen, das Gesamtgewicht sowie das Gewicht der Laufräder gemessen und natürlich auch die Aufbauqualität der Räder genauestens beäugt.











