Specialized S-Works Evade 4: Das neue Modell des wegweisenden Aero-Road-Helms wartet mit diversen Detailverbesserungen auf, zu denen auch eine leicht erhöhte Belüftung gehört. Der Helm kommt gerade rechtzeitig für jene, die sich vor vier Jahren den Evade 3 kauften – schließlich sollte ein Radhelm nur drei bis fünf Jahre verwendet werden.
Mit dem Evade 1 begann vor zwölf Jahren bei Specialized die Zeit der dezidierten Road-Aero-Helme. Und in der Tat war es in den Jahren zuvor branchenweit in erster Linie um Belüftung und Leichtbau gegangen, wobei man sich fragen kann, ob es wirklich ein erstrebenswertes Ziel war, einen Fahrradhelm weit unter 200 Gramm zu bringen. Heute darf ein Radhelm zum Glück schwerer (und damit sicher auch stabiler) sein, vor allem aber flächiger und damit aerodynamisch optimiert. Dass das Sinn macht, sollte klar sein: Der Kopf ist beim Radfahren ja ziemlich exponiert und steht eigentlich immer im Wind – auch in der Gruppe, wenn Laufräder und Rahmen von den Vorausfahrenden abgeschirmt werden. Die Investition in einen Aero-Helm ist also ziemlich klug.

Specialized S-Works Evade 4: Jetzt wieder mit mit seitlichen Öffnungen und Lufthutze
Aber zurück zum Specialized S-Works Evade 4: Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten Version legte der US-Hersteller im Vier-Jahres-Ryhthmus Nachfolger auf, und heuer ist es wieder soweit. Was bringt die neue Version also mit? Auffälligste Merkmal ist eine lang gezogene Entlüftungsöffnung an der Seite, wo der 3er Evade komplett geschlossen war. Was sich nicht bewährt zu haben scheint, denn auch die älteren Modelle verfügen hier über eine Öffnung.
Die vorderen Lufteinlässe sind kleiner bzw. schmaler geworden, dazu gibt es nun oben am Kopf wieder eine Lufthutze, die wiederum auf Evade 1 und 2 zurückgreift. Subtile Änderungen gibt es auch am Heck, wo der senkrechte Mittelsteg verschwunden ist und kleine „Finnen“ Verwirbelungen reduzieren sollen.
Etwas bessere Belüftung und BOA-Drehverschluss
All diese Maßnahmen führen zu einer verbesserten Kühlung von 2,4 %, was jetzt natürlich erstmal nicht überwältigend klingt. Doch dazu kommen weitere Updates, so eine optimierte Passform, bessere Schweißableitung durch die Polsterung und die Reduzierung von Druckstellen am Kopfring, der jetzt mit BOA-Drehverschluss ausgestattet ist, wobei uns das Drehrad etwas größer vorkommt. Nach wie vor nutzt Specialized das Mips-System, um den Helm sicherer zu machen. Auch das Einstecken der Radbrille vorne in den Helm soll am Evade 4 besser funktionieren. Das Gewicht wird mit 290 Gramm in der europäischen CE-Version angegeben und dürfte damit in etwa auf dem Niveau des Evade 3 liegen.

Insgesamt bietet der Specialized S-Works Evade 4 damit genug Upgrades, um nach vier Jahren einen neuen Helm zu rechtfertigen. Ohnehin ist dies der mittlere Zeitraum, nach dem ein Fahrradhelm ausgetauscht werden sollte (3-5 Jahre, je nach Nutzungsintensität) – der Modellzyklus des Evade ist also klug gewählt. Der Preis des neuen Modells liegt bei 329 Euro, womit der Evade etwas teurer geworden ist.




