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Das neue Canyon Endurace CFR: Das Rad des Paris-Roubaix 2026 Siegers?

9. April 2026 by Florian Nowak

Produktnews: Mit dem neuen Endurace CFR stellt Canyon ein Allroad-Rennrad vor, das Komfort, Kontrolle und Renntempo enger zusammenführen soll. Das Modell wurde für anspruchsvolle Straßen, lange Renntage und harte Bedingungen entwickelt und positioniert sich zwischen klassischem Endurance-Bike und konsequentem Race-Rennrad. Im Fokus stehen hohe Geschwindigkeit, breite Einsatzmöglichkeiten und eine Konstruktion, die auch auf rauem Untergrund möglichst wenig Kompromisse eingehen soll. Auch beim Paris-Roubaix am kommenden Sonntag soll das Rad unter anderem von Mathieu van der Poel gefahren werden.

Entwicklung mit Blick auf den Renneinsatz

Entstanden ist das Canyon Endurace CFR in enger Zusammenarbeit mit Alpecin–Premier Tech für die Frühjahrsklassiker. Der gesamte Entwicklungsprozess wurde nach Herstellerangaben stark vom Feedback der Profis geprägt. Gerade vor dem Hintergrund immer breiterer Reifen und höherer Geschwindigkeiten auf Kopfsteinpflaster sollte ein Rad entstehen, das unter schwierigen Bedingungen nicht nur schnell, sondern auch kontrollierbar und robust bleibt.

Canyon Endurace CFR



Das Endurace CFR geht damit klar als Rennrad für harte Einsätze ins Rennen. Das gilt insbesondere mit Blick auf Klassiker wie Paris–Roubaix, wo neben Aerodynamik und Steifigkeit auch Haltbarkeit, Traktion und Fahrstabilität eine entscheidende Rolle spielen.

Mehr Steifigkeit, mehr Robustheit

Canyon Endurace CFR

Beim Rahmen setzt Canyon auf ein CFR-Carbon-Layup mit Toray T1100- und T800-Fasern sowie zusätzlichen YS80-Pitch-Carbonfasern. Diese sollen vor allem im Bereich des Steuerrohrs für eine um 10 Prozent höhere Steifigkeit sorgen. Das soll sich vor allem bei kraftvollen Sprints, hoher Belastung auf schlechtem Asphalt und beim Fahren auf Kopfsteinpflaster bemerkbar machen. Ergänzend verweist Canyon auf umfangreiche Labortests, die über das für Rennräder übliche Maß hinausgehen. Genannt werden unter anderem Belastungstests an der Hinterachse, Fallmassen-Tests für Vorderrad und Gabel sowie Überlastungsprüfungen am Sitzrohr.



Aerodynamik auf Race-Niveau

Trotz des robusteren Konzepts soll das neue Canyon Endurace CFR aerodynamisch sehr nah am Aeroad CFR liegen. Canyon spricht von einem Systemwiderstand von 205 Watt bei 45 km/h im Windkanal. Damit soll das Rad nur ein Watt hinter dem Aeroad CFR liegen.

Canyon Endurace CFR



Für ein Allroad-Rennrad mit größerer Reifenfreiheit ist das ein zentraler Punkt der Positionierung: Canyon will nicht nur Komfort und Kontrolle bieten, sondern ausdrücklich auch ein Rad, das im Bereich der Aerodynamik an reinrassige Race-Modelle heranreicht.

Canyon Endurace CFR

35 Millimeter Reifenfreiheit für mehr Einsatzmöglichkeiten

Ein wichtiges Merkmal des neuen Modells ist die Reifenfreiheit von 35 Millimetern. Damit reagiert Canyon auf den Trend zu breiteren, schnell rollenden Reifen, die auf schlechtem Untergrund mehr Komfort, mehr Grip und mehr Reserven bieten. Zusätzlich spricht Canyon von mehr als 4 Millimetern zusätzlicher Reifenfreiheit, um auch bei Nässe und Schmutz ausreichend Platz zu schaffen.



Canyon Endurace CFR

Damit ist klar, dass das Endurace CFR nicht nur auf glattem Asphalt zuhause sein soll. Vielmehr richtet sich das Konzept an Fahrerinnen und Fahrer, die schlechte Nebenstraßen, aufgebrochene Beläge und leicht raues Terrain bewusst in ihre Runden integrieren. Und jeder Radsportliebhaber weiß, wenn dieses Rad Paris-Roubaix übersteht, ist es für fast jede Herausforderung gemacht.

VCLS-Sattelstütze als Komfortbaustein

Canyon Endurace CFR



Ein zentrales Element des Komfortkonzepts ist die neue  VCLS Aero-Sattelstütze. Laut Canyon bietet sie durch ihr Design und den gezielten Carbon-Layup über 25 Prozent mehr Federkomfort als vergleichbare starre Konstruktionen. Damit soll die Sattelstütze Vibrationen und Schläge besser absorbieren, ohne die aerodynamischen Eigenschaften des Bikes zu beeinträchtigen. Gerade auf langen Distanzen und im Einsatz auf rauen Straßen soll das zu geringerer Ermüdung beitragen.

Sportliche Geometrie und variables Cockpit

Canyon Endurace CFR

Geometrisch orientiert sich das Canyon Endurace CFR an der Sport Pro Geometrie, die bereits von Aeroad und Ultimate bekannt ist. Ziel ist eine sportliche, effiziente Position, die den Profis auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Modellen ein vertrautes Setup bieten soll.



Serienmäßig kommt der PACE Lenker zum Einsatz. Das PACE-System (Performance Adaptive Cockpit Ecosystem) soll eine vergleichsweise einfache Anpassung der Sitzposition ermöglichen. Canyon nennt eine Verstellung mit nur einem TX25-Werkzeug, ohne Kürzen des Gabelschafts, ohne hohe Spacer-Türme und ohne Entlüften der Bremsen. Dazu kommen verschiedene Unterlenkerformen für eine stärker individualisierbare Ergonomie.

Zusätzlich bietet Canyon mit dem  RACE Lenker eine neue Option für Fahrerinnen und Fahrer an, die eine noch konsequentere Rennposition suchen. Der Lenker ist als MyCanyon-Option sowie als Nachrüstlösung vorgesehen und soll durch seine Monocoque-Bauweise und V-Form eine hohe Steifigkeit bei reduziertem Materialeinsatz erreichen.



Im Vergleich zum PACE Lenker nennt Canyon einen um 20 Millimeter niedrigeren Stack, 10 Millimeter mehr Reach, 120 Gramm weniger Gewicht und einen Aero-Vorteil von 2 Watt bei 45 km/h. Beide Cockpit-Systeme sollen mit aktuellen Rädern der Aeroad-, Ultimate- und Endurace-Familien kompatibel sein.

Neu ist auch die serienmäßige Ausstattung mit kürzeren Kurbeln. In Größe M setzt Canyon nun auf 165 Millimeter statt 172,5 Millimeter. Das soll einen offeneren Hüftwinkel ermöglichen, die Gelenkbelastung reduzieren und höhere Trittfrequenzen begünstigen. Über MyCanyon lässt sich die Kurbellänge zudem individuell anpassen.



Erste Siege mit dem Canyon Endurace CFR

Wer genau hingesehen hat, konnte das Endurace CFR bereits bei ersten Rennen auf dem Podium sehen. Genannt werden ein Sieg von Carys Lloyd bei der Ronde van Brugge sowie ein Erfolg von Mathieu van der Poel bei der E3 Saxo Classic. Für Paris–Roubaix sollen die Profis von Alpecin-Premier Tech, Movistar und CANYON//SRAM zondacrypto frei zwischen Endurace CFR und Aeroad CFR wählen können. Damit unterstreicht Canyon die Rolle des Endurace CFR als voll renntaugliches Modell und nicht nur als komfortorientiertes Straßenrad.

Die Canyon Endurace CFR Modelle

Canyon Endurace CFR

Das Endurace CFR ist in zwei Ausstattungsvarianten erhältlich: entweder mit Shimano Dura-Ace Di2 oder mit SRAM Red AXS, jeweils inklusive Powermeter. Das Dura-Ace-Modell ist mit 52/36 Kettenblättern und 11–30 Kassette ausgestattet, die Red-AXS-Version mit 50/37 Kettenblättern und 10–33 Kassette.



Beide Modelle wiegen laut Canyon 7,5 Kilogramm und rollen auf DT Swiss ARC 1100 Aero-Laufrädern mit 65 Millimeter Felgenhöhe. Montiert sind 35 Millimeter breite Pirelli P Zero RS. Dazu kommen der CP0048 PACE Lenker mit Classic Drops, die SP0093 VCLS Aero-Sattelstütze und ein Selle Italia SLR Sattel.



Angeboten wird das Rad in drei Farben und sechs Größen von 2XS bis XL für Körpergrößen von 160 bis 196 Zentimetern. Der Preis liegt bei 9.000 Euro. In Europa beziehungsweise im EMEA-Raum ist das Endurace CFR zudem über MyCanyon individualisierbar.

Canyon Endurace CFR – Ein neues Topmodell zwischen Endurance und Race

Mit dem Endurace CFR schärft Canyon sein Profil im Segment sportlicher Langstrecken- und Allroad-Rennräder deutlich nach. Das neue Modell verbindet hohe Reifenfreiheit, rennorientierte Geometrie, gesteigerte Robustheit und eine Aerodynamik, die laut Hersteller sehr nah an reinen Race-Bikes liegt.

Canyon photo shoot in Flanders with Zoe BÄCKSTEDT (GBR/CANYON//SRAM zondacrypto) over the Ponteweg cobbles.
©kramon


Damit richtet sich das Endurace CFR an Fahrerinnen und Fahrer, die ein sehr schnelles Rennrad suchen, auf rauen Straßen und unter schwierigen Bedingungen aber mehr Reserven bei Komfort, Kontrolle und Vielseitigkeit verlangen als ein klassisches Aero-Bike bietet.

WEB: canyon.com

Stichworte:CanyonNewsParis-RoubaixRennrad

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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