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Neue Rennrad-Plattform: Das Rose Shave im Überblick

5. Februar 2026 by Florian Nowak

Produktnews: Mit dem Rose Shave stellt der deutsche Hersteller aus Bocholt eine komplett neue Rennrad-Plattform vor – und zwar ausdrücklich nicht als weiteres Modell für eine eng definierte Nische, sondern als Baukasten mit klarer DNA für sehr unterschiedliche Einsätze: vom „Allday-fast“-Renner bis zur kompromisslosen Race-Maschine. Die Leitidee dabei: eine konsequente All-in-One-Philosophie, die Aerodynamik, Gewicht, Agilität und Kraftübertragung in Balance bringen soll.

Das neue Rose Shave Rennrad – Eine Plattform, drei Ausprägungen

Rose Shave

Kern des Konzepts ist, mit einer gemeinsamen Basis zwei Rahmenkonzepte abzudecken. So kommt das Shave als „Aero + Ergonomie“-Interpretation für lange, schnelle Ausfahrten und die Varianten Shave FF  beziehungsweise Shave FFX als „Fast Forward“-Race-Linie, bei der Aero-Form konsequent der Funktion folgt.



Für das „Standard“-Shave betont Rose besonders das AergoConcept: Erstmals soll damit die Aero-Performance eines wettkampforientierten Rennrads mit den ergonomischen Vorteilen einer Endurance-Geometrie zusammengeführt werden – also kein klassisches „Aero vs. Endurance“ mehr. Praktisch unterfüttert wird das Ganze über eine Reifenfreiheit bis 36 mm, eine Carbon-Sattelstütze mit 14 mm Setback zur Vibrationsdämpfung und ein auf Langstrecke ausgelegtes Geometrie-Setup.



Cockpit, Integration, Ausstattung: einheitliche Standards über die Rose Shave Modellpalette

Ein zentrales Bauteil der Plattform ist das überarbeitete, vollintegrierte Shave-Cockpit. Rose nennt als Eckpunkte: aerodynamisch und ergonomisch optimiert, oben schmaler ausgeführt, unten mit 13° Flare für Kontrolle in Sprint- und Ausreißerposition; dazu eine texturierte Oberseite für Grip sowie die Option, Computer-Mount oder sogar Auflieger zu montieren.
Passend zur Plattformlogik setzt Rose bei allen Shave-Modellen konsequent auf elektronische Schaltgruppen von Shimano und SRAM. Außerdem: Powermeter an allen Modellen – ein in dieser Breite durchaus sportlicher Serien-Anspruch, gerade in den Einstiegskonfigurationen.

Rose Shave

Shave FF & FFX: Aerodynamic-first

In der FF/FFX-Linie schiebt Rose den Fokus klar Richtung Race. Von einem „Aerodynamic First Design“ ist die Rede – ohne Gewicht, Steifigkeit und Optik aus dem Blick zu verlieren.
Spannend ist hier die konkrete Messzahl: Im Windkanaltest bei 45 km/h werden 205 W für das Shave FFX (mit RC55-Laufrädern und 28-mm-Reifen) genannt – gegenüber 215 W beim Vorgänger Xlite 06 (mit RC60 und 28-mm-Reifen). Das entspricht 10 Watt Ersparnis bzw. einer Reduktion des Gesamtwiderstands um 4,7 %.
Im Whitepaper wird diese Aero-Entwicklung außerdem methodisch eingerahmt: intensiver CFD-Einsatz (virtueller Windkanal), Validierung im realen Windkanal sowie ergänzende Strukturbetrachtungen per FEM – mit dem Ziel, den Zielkonflikt aus Aerodynamik, Gewicht und Steifigkeit systematisch zu lösen.



Rose Shave

Laufräder RC55 und RC55CS: 55 mm, 23 mm Innenweite – und Seitenwind im Fokus

Parallel zum Rahmen wurde ein eigener Laufradsatz entwickelt: der neue RC55. Genannt werden 55 mm Felgentiefe und eine Innenmaulweite von 23 mm. Beim Topmodell, dem Shave FFX, setzt Rose zusätzlich auf die RC55CS, die exklusiv dort verbaut sind. Carbon-Speichen sollen das Systemgewicht nochmals um 80 Gramm reduzieren.

Modellübersicht, Preise und Konfigurationen



Das Shave FFX markiert die Speerspitze: Rose nennt Torayca M40X Carbon als Hightech-Faser mit hoher Steifigkeit bei minimalem Gewicht und positioniert das Rad als leichtestes und effizientestes Modell im Shave-Portfolio. Beim Gewicht wird für das FFX ab ca. 6,6 kg kommuniziert (modell- und ausstattungsabhängig).

Rose listet die Plattform in insgesamt vier „Shave“-Modellen plus zwei FF- und zwei FFX-Optionen.

Shave (Allround / AergoConcept, Reifenfreiheit bis 36 mm):

  • Shave 105 Di2 – 3.600 €
  • Shave Rival AXS – 3.800 €
  • Shave Ultegra Di2 – 5.000 €
  • Shave Force AXS – 5.200 €

Shave FF (Race / Aero-optimiert):

  • Shave FF Ultegra Di2 – 5.600 €
  • Shave FF Force AXS – 5.900 €

Shave FFX (Topmodell / Leichtbau):

  • Shave FFX Dura-Ace Di2 – 8.000 €
  • Shave FFX Red AXS – 8.500 €

Das neue Rose Shave – Unser Fazit

Rose Shave



Unterm Strich wirkt das Shave weniger wie ein einzelnes „neues Modell“ als wie ein Strategiewechsel: weg von starren Kategorien, hin zu einer Plattform, die über definierte Setups unterschiedliche Fahrerprofile adressiert – mit harten Aero-Zahlen als Legitimation und spürbarem Anspruch an Serienausstattung wie elektronische Schaltung und Powermeter über die gesamte Range hinweg. Wir sind auf den ersten Test gespannt.

WEB: rosebikes.de

Stichworte:NewsRennradRoseRose Shave

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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