Test Trek Madone SL 7 Gen 8: Mit dem SL-Rahmenset bietet Trek seine erfolgreiche Top-Rennmaschine bereits in Preiskategorien ab 3.000 Euro an. in der oberen Mittelklasse gefällt das Madone mit markentypisch sportlicher Geometrie, solider Komplettierung und annehmbarem Gewicht.
Trek hat sein Modellprogramm in den letzten Jahren deutlich verschlankt und dabei auch vor den Rennrädern nicht Halt gemacht. Das Leichtbau-Modell Émonda ist dem neuen Trend im Radsport zum Opfer gefallen, geringes Gewicht und Aerodynamik in einer Plattform zu vereinen; gleichzeitig wurde das Flaggschiff Trek Madone deutlich überarbeitet. Es hat an Gewicht verloren und ist graziler geworden, ohne dabei im Fahrtwind merklich an Performance einzubüßen. Damit entspricht die 8. Generation des Madone genau den Anforderungen, die inzwischen im Wettkampfsport ans Material gestellt werden. Als Alternative bietet sich nach wie vor das Trek Domane mit der IsoSpeed-Stoßdämpfung an, das inzwischen mit 38 mm Reifenfreiheit und Staufach im Unterrohr in Richtung Gravel weiterentwickelt wurde.
Trek Madone SL 7 Gen 8: die Highlights
- Rahmen: OCLV 500 Carbon, Rahmengewicht ca. 1.050 g
- Schaltgruppe: Shimano Ultegra Di2
- Laufradsatz: Bontrager Aeolus Pro 51 OCLV Carbon
- Gewicht: 8,0 Kilo (o. P.)
- Preis: 5.999 Euro
Aerodynamisch optimierte Rennmaschine mit hohem Komfort
Auch ins Trek Madone SL 7 Gen 8 passen mittlerweile 32 mm breite Reifen rein – einen Komfort-Nachteil gegenüber anderen Road-Aero-Bikes muss man also nicht fürchten. Eher im Gegenteil, denn die IsoFlow-Technologie, die seit der 7. Generation ohne bewegliche Elemente Stöße und Vibrationen dämpfen soll, wurde beim Madone weiter verbessert. IsoFlow entkoppelt den oberen vom unteren Teil des Sitzrohres, wobei eine Öffnung entsteht, die sich auch aerodynamisch positiv auswirken soll: Sie lässt Luft kanalisiert abfließen, die sonst aufs Sitzrohr prallen würde.
Trek setzt beim Madone seit jeher auf eine sportliche, dabei nicht extreme Sitzposition, die von einer auf große Handlichkeit und Agilität zugeschnittene Lenkgeometrie flankiert wird. Dazu zählen kurze Kettenstreben und ein insgesamt knapper Radstand, außerdem der gerade bei den größeren Rahmen eher steile Lenkwinkel. Das breit bauende Unterrohr steht für hohe Rahmensteifigkeit; statt eines eingepressten Innenlagers setzt Trek seit langem auf den T47-Standard, der die einfache Montage geschraubter Lagerschalen mit einem breiten Tretlagergehäuse in Einklang bringt.
Trek Madone: Geringe Unterschiede beim Reach erleichtern die Größenwahl
Was die Größenfindung angeht, wächst der Reach der sechs Rahmengrößen um nur jeweils 5 bis 8 mm. Ja nach gewünschter Cockpit-Höhe kann man also bedenkenlos einen etwas größeren oder kleineren Rahmen wählen. Allerdings muss der maximale Auszug des Sitzturms beachtet werden, den Trek in zwei Längen anbietet. insgesamt dürfte die Anpassung jedoch keine Probleme bereiten.
| Rahmengröße | XS | S | M | ML | L | XL |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sitzrohrlänge (cm) | 40,4 | 44 | 47,6 | 51,2 | 54,8 | 60,9 |
| Sitzwinkel | 73,8° | 73,8° | 73,6° | 73,4° | 73,4° | 73,4° |
| Steuerrohrlänge (cm) | 10,0 | 12,1 | 13,6 | 15,0 | 17,2 | 20,1 |
| Lenkwinkel | 71,6° | 72,2° | 72.9* | 73,5° | 73,8° | 73,9° |
| Effektive Oberrohrlänge (cm) | 51,7 | 53,2 | 54,5 | 55,7 | 56,8 | 58,4 |
| Tretlagerabsenkung (cm) | 7,2 | 7,2 | 7,0 | 7,0 | 6,8 | 6,8 |
| Kettenstrebenlänge (cm) | 41,0 | 41,0 | 41,0 | 41,0 | 41,1 | 41,2 |
| Gabel-Offset (cm) | 5,0 | 4,5 | 4,5 | 4,0 | 4,0 | 4,0 |
| Nachlauf (cm) | 6,1 | 6,2 | 5,8 | 5,9 | 5,7 | 5,7 |
| Radstand (cm) | 97,1 | 97,6 | 98,1 | 98,0 | 99,0 | 100,7 |
| Überstandshöhe (cm) | 70,4 | 73,4 | 76,2 | 79,0 | 82,0 | 86,3 |
| Reach (cm) | 37,0 | 37,8 | 38,4 | 38,9 | 39,4 | 40,2 |
| Stack (cm) | 50,7 | 53,0 | 54,6 | 56,2 | 58,2 | 61,0 |
| Front-Center (cm) | 57,2 | 57,7 | 58,2 | 58,1 | 58,9 | 60,4 |

Trek bietet das Madone SL mit ca. 1.050 Gramm schwerem Rahmen ab 2.999 Euro an – das einzeln erhältliche Rahmenset kostet genauso viel, sodass ein Komplettrad immer die bessere Wahl ist (zumal beim Rahmenset der Sattelstützen-Aufsatz für 440 Euro dazugekauft werden muss). Das SL 7 ist das Topmodell und eigentlich mit so ziemlich allem ausgestattet, was man sich von einer modernen Rennmaschine wünschen kann. Die US-Marke komplettiert das Rad mit der bewährten Shimano Ultegra Di2, die sich haptisch wie optisch kaum mehr von der Topgruppe Dura-Ace unterscheidet; dazu gibt es einen hauseigenen Carbon-Radsatz mit 51 mm tiefen und außen 31 mm breiten Felgen.
Recht leichter Tubeless-Radsatz mit breiten Felgen beim Trek Madone
Deren Innenweite ist mit 23 mm auf moderne Reifenbreiten optimiert; mit rund 1.600 Gramm ist dies angesichts der Felgenform auch ein recht leichter Radsatz. Das Komplettrad bringt in mittlerer Größe genau acht Kilo auf die Waage; das identisch ausgestattete Trek Madone SLR 7 Gen 8 wiegt keine 400 Gramm weniger, ist aber 2.000 Euro teurer. Einen merklichen Unterschied beim Fahrgefühl dürfte der leichtere Rahmen nicht bringen.
Überhaupt, der Preis: Trek kalkuliert das Madone SL 7 Gen 8 nicht allzu knapp, wobei man den Preis von knapp 6.000 Euro in Relation zu den Topmodellen sehen muss: Für diese kann man nämlich über 14 Tausender ausgeben. so gesehen ist das in vier Farbvarianten verfügbare Aero-Rennrad dann doch nicht sehr teuer.
Wahoo Elemnt Roam: der Radcomputer der Class Cool
Großer Funktionsumfang, leichte Bedienbarkeit und intuitives Set-up: Mit diesen Eigenschaften hat sich der Touchscreen-Tacho zum Liebling der Rennrad-Community entwickelt. Und auch Velomotion hat sich für die „Class Cool“ für das vielseitige Gerät entschieden.
Was die „Class Cool“ am Lenker hat? Klar, gute GPS-Tachos gibt es viele, doch dass immer mehr Radsportlerinnen und Radsportler auf Wahoo schwören, hat sicher nicht nur mit der Gausschen Normalverteilung zu tun. Eher liegt es wohl daran, dass der Anbieter nicht alles anders, aber vieles besser macht als die Konkurrenz – und los geht es bereits damit, dass bei Wahoo der Radsport absolut im Zentrum steht, statt nur ein Randaspekt der Modellpalette zu sein.

Das wohl beste Beispiel dafür ist der Wahoo Elemnt Roam, der in der Mitte der Range die Vorteile von Topmodell und Basisversion vereint. Wie letzterer ist er recht kompakt, dabei bereits mit größerem Bildschirm ausgestattet als der günstige Bolt. Und mit dem Topmodell teilt er sich die Funktionalität des Touchscreens, welche gerade bei der Navigation ein großer Vorbild ist, indem sie die Kartendarstellung mit Zoomen und Verschieben deutlich vereinfacht. Das scharf abbildende Farbdisplay ist in dieser Hinsicht in zusätzliches Plus.
Von der Bedienung über sechs Tasten lässt Wahoo trotz des hochwertigen Bildschirms nicht – und hier zeigt sich wieder die Radsport-Expertise des Anbieters. Auch mit Handschuhen und ohne langen Blickkontakt ist es möglich, die Anzeigenfenster zu wechseln oder die Anzahl der Datenfelder aus dem Display zu ändern. Und auch die Einrichtung könnte leichter kaum sein, wobei ein großer Vorzug der Wahoo-Oberfläche die optimalen Individualisierungsmöglichkeiten sind. Was und wie viel angezeigt wird, können die Nutzenden selbst festlegen – und daraus ergibt sich eine intuitive Bedienlogik, mit der man einfach unglaublich gut zurechtkommt. Damit spricht der Wahoo Elemnt Roam ebenso die jungen „Digital Natives“ an wie jene, die die Bedienung elektronischer Geräte noch nicht im Kindesalter gelernt haben und deshalb einfache Zugänglichkeit schätzen.
Hier geht’s zum Wahoo Elemnt Roam 3.
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