Test Cannondale Synapse Carbon 3: das Komfort-Rennrad der US-Marke macht mit neuen Merkmalen auf sich aufmerksam: Mit auf realistische Fahrgeschwindigkeiten abgestimmter Aerodynamik verspricht es, schneller zu sein, dazu ist es mit größerer Reifenfreiheit und Staufach im Unterrohr fast schon ein „Gravelbike light“. Nicht ganz verständlich ist, warum die SmartSense-Lichtanlage SRAM-Fahrern vorbehalten ist.
Nur schnell mal zwei Stunden Rad fahren? Darauf hat der US-Hersteller das aktuelle Synapse – voller Name Cannondale Synapse Carbon 3 SmartSense StVZO – nicht ausgelegt. Seit jeher ist dies ein auf hohen Fahrkomfort abgestimmtes Modell, dessen frühe Varianten mit quer zur Fahrtrichtung gestellten, flachen Gabelbeinen und Hinterbaustreben Stoß- und Vibrationsdämpfung bieten sollten. Auch ein etwas größerer Reifendurchlauf war schon immer Teil des Konzepts, ebenso eine im Vergleich zum Wettkampfrad entschärfte Rahmengeometrie. Sonderlich aerodynamisch war das Synapse bisher nicht – aber das hat sich neuerdings geändert.
Cannondale Synapse Carbon 3: Die Highlights
- Rahmen: Synapse Carbon, Reifenfreiheit 48/42 mm (v./h.) mit integriertem Akku
- Schaltgruppe: SRAM Rival AXS
- Laufradsatz: DT Swiss E1800 Spline
- Gewicht: 9,4 kg (Gr. 56, ohne Pedale)
- Preis: 4.499 Euro
- Komfortables Allroad-Bike mit großer Reifenfreiheit, angenehmer Sitzhaltung und Lichtanlage/Radar
„Real world aerodynamics“ ist das Stichwort, was bedeutet, dass die aktuelle Modellgeneration nicht auf die typische Fahrgeschwindigkeiten des Profisports optimiert wurde, sondern auf das, was Langstrecken-Spezialisten wie Lachlan Morton auf ihren endlosen Touren fahren. Dementsprechend weißt der Rahmen Merkmale wie ein leicht nach hinten gezogenes Steuerrohr mit Abrisskante im Übergang zum Unterrohr auf, ebenso flache Gabelbeine und tief angebrachte Sitzstreben. Gerade am Hinterbau ist auch der Fokus auf Fahrkomfort zu bemerken: Nach wie vor sind die Kettenstreben abgeflacht, die Sitzstreben nach oben gebogen und das Sitzrohr im unteren Bereich abgeflacht und nach vorne geschwungen. So soll das Hinterbaudreieck ein Maximum an Flex bieten können.
| Synapse Carbon | 44 | 48 | 51 | 54 | 56 | 58 | 61 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sitzrohrlänge (mm) | 407 | 407 | 443 | 480 | 520 | 550 | 590 | |
| Oberrohrlänge (mm) | 522 | 533 | 544 | 550 | 567 | 580 | 598 | |
| Oberrohrlänge horizontal (mm) | 478 | 486 | 497 | 509 | 523 | 537 | 556 | |
| Lenkwinkel | 69,8° | 70,9° | 71,3° | 71,3° | 71,3° | 71,3° | 71,3° | |
| Sitzwinkel | 73,0° | 73,0° | 73,0° | 73,0° | 73,0° | 73,0° | 73,0° | |
| Überstandshöhe (mm) | 714 | 722 | 752 | 785 | 815 | 843 | 878 | |
| Steuerrohrlänge (mm) | 91 | 108 | 127 | 150 | 171 | 196 | 227 | |
| Radstand (mm) | 1003 | 1005 | 1013 | 1026 | 1044 | 1058 | 1077 | |
| Kettenstrebenlänge (mm) | 425 | 425 | 425 | 425 | 430 | 430 | 430 | |
| Tretlagerabsenkung (mm) | 75 | 75 | 75 | 73 | 73 | 70 | 70 | |
| Tretlagerhöhe (mm) | 278 | 278 | 278 | 280 | 280 | 283 | 283 | |
| Gabelvorbiegung (mm) | 55 | 55 | 55 | 55 | 55 | 55 | 55 | |
| Nachlauf (mm) | 71 | 64 | 61 | 61 | 61 | 61 | 61 | |
| Stack (mm) | 510 | 530 | 550 | 570 | 590 | 610 | 640 | |
| Reach (mm) | 366 | 371 | 376 | 381 | 387 | 393 | 402 |
So breite Reifen wie manches Gravelbike
Ein auffälliges Merkmal des neuen Cannondale Synapse ist die deutlich vergrößerte Reifenfreiheit, die nun 48 mm an der Gabel und 42 mm am Hinterbau beträgt. Damit lässt sich das Rad so ziemlich ohne Einschränkungen als Gravelbike nutzen, und dass das beabsichtigt ist, deuten auch Anpassungen bei der Rahmengeometrie an. Die Werte von Stack und Reach haben sich seit Jahren nicht verändert und sorgen für eine kompakte Sitzhaltung mit nicht allzu tiefem Lenker. Während die Sitzgeometrie also gleich geblieben ist, hat sich die Lenkgeometrie deutlich verändert: Der Lenkwinkel ist deutlich flacher geworden, Kettenstreben und Radstand ein gutes Stück länger. Damit werden erst einmal die breiteren Reifen ermöglicht; andererseits ist das Rad nun aber auch stärker auf guten Geradeauslauf ausgerichtet, während ältere Modelle handlicher und etwas agiler erscheinen. Damit scheint der Wechsel vom Komfort-Rennrad zum „Allroad/Gravel light“-Modell vollzogen.
Fest montierte Lichtanlage mit Radarsystem hinten
Auch an weiteren Ausstattungsdetails des Cannondale Synapse Carbon 3 SmartSense StVZO lässt sich das erkennen. Die fest montierte Lichtanlage steckt bereits im Namen: 400-Lumen-Frontstrahler, Rückleuchte Am Sattel sowie Garmin-Radarsystem zur rückwärtigen Verkehrsüberwachung ergeben ein deutliches Plus an aktiver und passiver Sicherheit. Damit ist das Synapse in dieser Variante klar auf lange Touren zugeschnitten, die auch mal nach Sonnenuntergang enden; allerdings setzt der Anbieter nach wie vor auf einen Akku zur Stromversorgung statt auf einen Nabendynamo wie manche Mitbewerber. Die früher außen am Unterrohr montierte Batterie ist nun im Rohr untergebracht, wo sich ein zeittypisches Staufach mit einfach bedienbarem Arretierhebel befindet. Geladen wird sie per USB-C-Buchse unterhalb des Staufachs.
Ebenfalls vom Gravelbike übernommen hat das Synapse die zwei Gewinde auf dem Oberrohr zur Befestigung einer kleinen Tasche. Bei Nichtgebrauch verschwinden sie unter einem kleinen Deckel, was natürlich eleganter aussieht als die üblichen Schraubenköpfe. Überhaupt ist das Cannondale mit der zurückhaltenden Lackierung und den harmonischen Formen eine wirklich elegante Erscheinung, dazu mit Carbonstütze, DT-Swiss-Radsatz und SRAM Rival AXS wertig ausgestattet. Auch der Preis ist mit 4.499 Euro ziemlich knapp; eine Modellvariante mit Shimano 105 Di2 und ohne Lichtanlage kostet sogar nur 3.499 Euro.
Nur SRAM-Bikes haben SmartSense
Seltsamerweise werden alle SRAM-Synapses mit SmartSense-Lichtanlage ausgestattet und alle Shimano-Modelle ohne. Schade, denn wer das Licht nicht dauernd nutzt, muss es dennoch permanent mit sich herumfahren; dabei ist die Anbringung von Akkuleuchten heute einfach und formschön möglich. Auffällig ist, dass Cannondale den zentralen Akku auch dazu nutzt, die elektronischen SRAM-Schaltkomponenten mit Strom zu versorgen. Damit ist die drahtlose Schaltgruppe dann doch nicht mehr drahtlos…
Wahoo Elemnt Roam: der Radcomputer der Class Cool
Großer Funktionsumfang, leichte Bedienbarkeit und intuitives Set-up: Mit diesen Eigenschaften hat sich der Touchscreen-Tacho zum Liebling der Rennrad-Community entwickelt. Und auch Velomotion hat sich für die „Class Cool“ für das vielseitige Gerät entschieden.
Was die „Class Cool“ am Lenker hat? Klar, gute GPS-Tachos gibt es viele, doch dass immer mehr Radsportlerinnen und Radsportler auf Wahoo schwören, hat sicher nicht nur mit der Gausschen Normalverteilung zu tun. Eher liegt es wohl daran, dass der Anbieter nicht alles anders, aber vieles besser macht als die Konkurrenz – und los geht es bereits damit, dass bei Wahoo der Radsport absolut im Zentrum steht, statt nur ein Randaspekt der Modellpalette zu sein.

Das wohl beste Beispiel dafür ist der Wahoo Elemnt Roam, der in der Mitte der Range die Vorteile von Topmodell und Basisversion vereint. Wie letzterer ist er recht kompakt, dabei bereits mit größerem Bildschirm ausgestattet als der günstige Bolt. Und mit dem Topmodell teilt er sich die Funktionalität des Touchscreens, welche gerade bei der Navigation ein großer Vorbild ist, indem sie die Kartendarstellung mit Zoomen und Verschieben deutlich vereinfacht. Das scharf abbildende Farbdisplay ist in dieser Hinsicht in zusätzliches Plus.
Von der Bedienung über sechs Tasten lässt Wahoo trotz des hochwertigen Bildschirms nicht – und hier zeigt sich wieder die Radsport-Expertise des Anbieters. Auch mit Handschuhen und ohne langen Blickkontakt ist es möglich, die Anzeigenfenster zu wechseln oder die Anzahl der Datenfelder aus dem Display zu ändern. Und auch die Einrichtung könnte leichter kaum sein, wobei ein großer Vorzug der Wahoo-Oberfläche die optimalen Individualisierungsmöglichkeiten sind. Was und wie viel angezeigt wird, können die Nutzenden selbst festlegen – und daraus ergibt sich eine intuitive Bedienlogik, mit der man einfach unglaublich gut zurechtkommt. Damit spricht der Wahoo Elemnt Roam ebenso die jungen „Digital Natives“ an wie jene, die die Bedienung elektronischer Geräte noch nicht im Kindesalter gelernt haben und deshalb einfache Zugänglichkeit schätzen.
Hier geht’s zum Wahoo Elemnt Roam 3.
Stay hydrated: Die Velomotion Trinkflasche kehrt zurück
Ab sofort ist mit der Velomotion Trinkflasche wieder ein Must-Have für lange Ausfahrten verfügbar – jetzt mit praktischer Fidlock-Halterung. Sie verankert die 590 ml Flasche fast unsichtbar am Rahmen und sorgt für einen cleanen Look. Für 29,95 € (UVP) zzgl. 5,95 € Versand kannst du die Velomotion Flasche einfach per Mail an [email protected] bestellen – ab zwei Trinkflaschen sparst du dir auch die Versandgebühren.

















