Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

KompletträderRennräderTests

Radon Spire 10.0: Superleicht und knapp kalkuliert

15. Mai 2026 by Caspar Gebel

Test Radon Spire 10.0: Der Bonner Versender hat eine Rennmaschine im Portfolio, die preis-leistungs-mäßig nicht zu toppen ist. Wie fährt sich die schlanke Rennmaschine, an der so ziemlich alles verbaut ist, was man sich aktuell wünschen kann?

Keine 5.000 Euro für ein Carbonrad mit Shimano Dura-Ace Di2? Das mag man kaum glauben, und den Wettbewerb wird es auch nicht trösten, dass das Radon Spire 10.0 eigentlich mit einem Streichpreis von 5.999 Euro ausgezeichnet ist. Dann wäre es immer noch extrem preiswert, aber immerhin hätte man nicht ganz so sehr das Gefühl, die Bonner hätten was zu verschenken. So aber kann man eine dicke Überraschung erleben, wenn man die Einzelteile zusammenrechnet: Die edle Komponentengruppe hat einen UVP von rund 3.900 Euro, der Newmen-Radsatz wird auf der Hersteller-Homepage mit 1.690 Euro gelistet. Das Carbon-Cockpit … aber eigentlich kann man bereits hier aufhören zu rechnen.

Radon Spire 10.0: Kundenfreundlichst kalkuliert

Hintergrund ist natürlich, das Radon als Radhersteller zu anderen Preisen einkauft als der Endkunde im Radladen. Dass es überhaupt möglich ist, ein Dura-Ace-Bike zu solch einem Preis anzubieten, kann einen allerdings schon nachdenklich machen, was die Kalkulation der Mitbewerber angeht. Können sich diese wenigstens damit trösten, dass man beim Radon angesichts des Hammerpreises Kompromisse eingehen muss?



Leider nein. Erst einmal ist das Rad extrem leicht – in Größe L für Fahrer ab ca. 1,80 Meter wiegt es gerade mal 6,85 Kilo. Das deutet auf ein geringes Rahmengewicht hin, das vom Anbieter mit 950 Gramm in kleinster Größe angegeben wird. Dann ist der Rahmen sehr modern gezeichnet, ohne extrem zu sein: Das Radon weist typische Aero-Merkmale wie ein ausgekehltes Sitzrohr und tief angebrachte Sitzstreben auf, das Steuerrohr ist sichtbar tailliert, ohne allerdings wie bei Aero-Bikes nach hinten verlängert zu sein. Auch der Übergang zur Gabel  ist nicht sonderlich fließend. Insgesamt ist das Radon recht schlank gehalten und dürfte damit gerade Sportlerinnen und Sportler ansprechen, die mit den modernen flächigen Formen nicht so viel anfangen können.

 



Radon Spire 10.0: Die Highlights

  • Rahmen: Radon Spire Carbon, Reifenfreiheit 30 mm
  • Schaltgruppe: Shimano Dura-Ace Di2
  • Laufradsatz: Newmen Streem Climbing Vonoa
  • Gewicht: 6,85 kg (Gr. L, ohne Pedale)
  • Preis: 4.999 Euro
  • Sportlich geschnittene Rennmaschine mit superstarkem Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Eine Dura-Ace-Gruppe ist in diesem Preisbereich eigentlich unbekannt, …
… ebenso ein 1.000-Gramm-Radsatz.


Sportliche Geometrie und sehr geringes Gewicht

Potenzielle Interessenten sollten allerdings ambitioniert sein, denn die Geometrie des Spire ist ziemlich kompromisslos. Mit knappem Stack und langem Reach sitzt man so gestreckt und gebeugt auf dem Radon, wie es sich für eine reinrassige Rennmaschine gehört. Kurzer Radstand und eher steiler Lenkwinkel führen zu handlichem Lenkverhalten und großer Agilität im Wiegetritt.

Rahmenhöhe4952545659
Sitzrohrlänge (mm)460490510530560
Oberrohrlänge horizontal (mm)515536548565587
Sitzwinkel75°74°73,5°73,2°73°
Steuerrohrwinkel71,5°72,5°73°73,5°73,5°
Kettenstrebenlänge (mm)408408408408408
Steuerrohrlänge (mm)110120140160180
Radstand (mm)9759759819941010
Tretlagerabsenkung (mm)6969696969
Überstandhöhe (mm)743767787808832
Reach (mm)379384388397406
Stack (mm)508523542563588
Gabelvorbiegung (mm)4545454545

Außerdem ist das Rad ausgesprochen vortriebsstark und lässt sich blitzschnell auf Touren bringen, was ebenso für solide Rahmensteifigkeit spricht, wie es dem geringen Gewicht zu verdanken ist. Gerade der kaum mehr als ein Kilo wiegende Radsatz dürfte sich hier hervortun. Die Newmen-Räder sind in erster Linie gewichtsoptimiert, mit vorne 35 und hinten 58 mm tiefer Felge aber definitiv nicht un-aerodynamisch. Außerdem kommen vorne gerade mal 15 und hinten auch nur 18 Speichen zum Einsatz. 22 mm Maulweite sind optimal für aktuelle Reifenbreiten, und die außen bis zu 29,5 mm breiten Felgen dürften im Fahrtwind sehr gut mit den schnellen 28er Conti-Reifen harmonieren, die Radon verbaut.



Wie viele andere Bauteile bekommt man am Spire 10.0 das Cockpit praktisch geschenkt.
Auch im Detail verbaut Radon Dura-Ace-Komponenten.

Eine optimale Positionierung auf dem Radon Spire wird etwas durch die stark nach hinten versetzte Sattelstütze erschwert, in der man den Sattel tendenziell ziemlich weit vorschiebt. Immerhin ist die Stütze trotz ihrer aerodynamischen Form durchaus komfortabel, wie auch das ganze Rad kein bisschen hart wirkt. Gut, denn mehr als 30 mm breite Reifen passen nicht rein, und so kann man aus dem Reifenvolumen nur bedingt weitere Stoßdämpfung rausholen.

Die Carbonstütze ist recht weit nach hinten orientiert.
Die große Öffnung des Selle-Italia-Sattels sorgt für merkliche Druckentlastung.


Profi-Komponenten mit langer Übersetzung

Wie ein Radprofi kann man sich mit der Shimano Dura-Ace Di2 fühlen. die Komponenten sind im Rennsport immer noch das Maß aller Dinge und überzeugen mit perfekter Funktion von Schaltung und Bremsen, wobei vor allem die Gangwechsel merklich geschmeidiger ablaufen als an der Shimano 105 Di2, die man an ähnlich ausgepreisten Rennrädern manch anderer Anbieter findet. Radon verbaut die Gruppe wirklich komplett inklusive dazugehöriger Bauteile wie Kassette und Kette; die Kettenblatt-Übersetzung von 52-36 Zähnen ist für heutige Verhältnisse lang, wird dem sportlichen Charakter des Radon allerdings gerecht.

Muss man beim Radon Spire 10.0 also irgendetwas vermissen? Wenn überhaupt ist es das auf eine Variante begrenzte Farbspektrum – in dieser Ausstattungsvariante bieten die Bonner das Rad nur in „Bizarreolive“ an. Andere Ausführungen gibt es in Mattschwarz (SRAM Force, 4.499 Euro) oder Weiß (Shimano Ultegra Di2, 3.699 Euro) – und jedes einzelne Modell ist so preisaggressiv, dass eigentlich immer noch ein paar Hundert Euro für eine individuelle Lackierung übrig sein müssten.



www.radon-bikes.de

Wahoo Elemnt Roam: der Radcomputer der Class Cool

Großer Funktionsumfang, leichte Bedienbarkeit und intuitives Set-up: Mit diesen Eigenschaften hat sich der Touchscreen-Tacho zum Liebling der Rennrad-Community entwickelt. Und auch Velomotion hat sich für die „Class Cool“ für das vielseitige Gerät entschieden.

Was die „Class Cool“ am Lenker hat? Klar, gute GPS-Tachos gibt es viele, doch dass immer mehr Radsportlerinnen und Radsportler auf Wahoo schwören, hat sicher nicht nur mit der Gausschen Normalverteilung zu tun. Eher liegt es wohl daran, dass der Anbieter nicht alles anders, aber vieles besser macht als die Konkurrenz – und los geht es bereits damit, dass bei Wahoo der Radsport absolut im Zentrum steht, statt nur ein Randaspekt der Modellpalette zu sein.



Das wohl beste Beispiel dafür ist der Wahoo Elemnt Roam, der in der Mitte der Range die Vorteile von Topmodell und Basisversion vereint. Wie letzterer ist er recht kompakt, dabei bereits mit größerem Bildschirm ausgestattet als der günstige Bolt. Und mit dem Topmodell teilt er sich die Funktionalität des Touchscreens, welche gerade bei der Navigation ein großer Vorbild ist, indem sie die Kartendarstellung mit Zoomen und Verschieben deutlich vereinfacht. Das scharf abbildende Farbdisplay ist in dieser Hinsicht in zusätzliches Plus.



Von der Bedienung über sechs Tasten lässt Wahoo trotz des hochwertigen Bildschirms nicht – und hier zeigt sich wieder die Radsport-Expertise des Anbieters. Auch mit Handschuhen und ohne langen Blickkontakt ist es möglich, die Anzeigenfenster zu wechseln oder die Anzahl der Datenfelder aus dem Display zu ändern. Und auch die Einrichtung könnte leichter kaum sein, wobei ein großer Vorzug der Wahoo-Oberfläche die optimalen Individualisierungsmöglichkeiten sind. Was und wie viel angezeigt wird, können die Nutzenden selbst festlegen – und daraus ergibt sich eine intuitive Bedienlogik, mit der man einfach unglaublich gut zurechtkommt. Damit spricht der Wahoo Elemnt Roam ebenso die jungen „Digital Natives“ an wie jene, die die Bedienung elektronischer Geräte noch nicht im Kindesalter gelernt haben und deshalb einfache Zugänglichkeit schätzen.

Hier geht’s zum Wahoo Elemnt Roam 3.



Fazit: Radon Spire 10.0

Pro

  • Extrem günstiger Preis
  • Sehr gut ausgestattet
  • Sportliche Geometrie
  • Sehr leicht

Contra

  • Nur eine Farbvariante

Fakten

RahmenmaterialCarbon
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Gewicht6,85 kg (o. P.)
Preis4.999 Euro
Web www.radon-bikes.de
Das Radon Spire 10.0 im Velomotion Fahrradmarkt
Eine Rennmaschine unter sieben Kilo mit Shimano Dura-Ace und 1.000-Gramm-Radsatz? Für so etwas ist in der Regel eine fünfstellige Summe fällig, doch bei Radon in Bonn geht’s auch für die Hälfte. Alleine schon damit ist das Spire 10.0 eine kleine Sensation, doch auch beim Fahrverhalten überzeugt es: Die sehr sportliche Geometrie kombiniert eine flache Haltung auf dem Rad mit großer Handlichkeit, und mit solider Steifigkeit und den superleichten Laufrädern lässt sich das Radon blitzschnell beschleunigen. Mehr kann man sich von einem Rennrad nicht wünschen – höchstens einen prestigereicheren Namen...
Stichworte:#VMroadfeaturedRadon Class CoolRennrad

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

Stevens Xenith: Ausgewogene Rennmaschine mit großer Individualität

Rocky Mountain Altitude Powerplay 3

Neuer Motor, mehr Power, ganz viel Fahrspaß: Rocky Mountain Altitude Powerplay 3

Yakuma Fahrradträger

Verlosung: Gewinne einen Yakima JustClick 2 Evo

Merida Scultura 5000: Sportlicher Charakter mit dezenter Optik

Giant Defy Advanced Pro 1: Sportives Allroad-Bike mit viel Komfort

Giro d'Italia 2026

Wettkampf um das begehrte Maglia Rosa: Giro d’Italia 2026 – Spannendste Italienrundfahrt der Geschichte?

Gobao Super-Charging

80 % Ladung in nur 20 Minuten: Gobao Super-Charging

Lego Rennrad

Dänischer Hersteller triumphiert mit neuer Laufradgröße: Das erste Rennrad von Lego

Wahoo X Komoot Live Sync: Für ein nahtloses Bikevergnügen

Scott Addict 30: Aero-Renner mit viel Komfort

Ghost Asket CF LTD: Vielseitiges Gravelbike vom MTB-Spezialisten

SQlab 612R Ergowave 2.0 Carbon: Der Rennradsattel mit Systemanspruch

So geht Shredden unter 3.300 €: Die zehn besten Bikepark-Maschinen

Durchblick auf jedem Terrain: Adidas Performance Sonnenbrille Alkator und Kentro

Ähnliche Beiträge

  • Stevens Xenith: Ausgewogene Rennmaschine mit großer Individualität
  • Lapierre Pulsium 8.0 2026: Allroad-Sportler aus Frankreich
  • Straßenrad mit Gravel-Genen: Bulls Machete R2 im Test
  • Giant Defy Advanced Pro 1: Sportives Allroad-Bike mit viel Komfort
  • Mehr als nur ein Einsteiger-Rennrad: Test Bulls Harrier 3
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH