Test Corratec CCT Team Pro: Mit dem CCT haben die Bayern einen sportlichen Allrounder im Programm, der weder zu stark auf den Renneinsatz zugeschnitten ist noch zu tourenmäßig daherkommt. Der aerodynamisch geformte Rahmen dient als Basis für eine breite Modellpalette, aus der dieses Modell mit optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis hervorsticht.
Der Hersteller aus dem Voralpenland spricht in Sachen Rennrad eine klare Sprache und bietet nur eine Plattform an, das CCT. Vom Factory EVO bis zum Team Race deckt Corratec damit eine riesiege Preisspanne ab, denn das Topmodell kostet knapp 11.000 Euro, die Einsteigerversion keine 3.000. Im Mittelfeld der Range liegt das Corratec CCT Team Pro, das zu einem Preis von 4.299 Euro mit elektronischer Shimano 105 Di2 sowie Ursus-Carbonlaufrädern aufwartet.
Corratec CCT Team Pro: Die Highlights
- Rahmen: Corratec Carbon, Reifenfreiheit 30 mm
- Schaltgruppe: Shimano 105 Di2
- Laufradsatz: Ursus Miura TC37
- Gewicht: ca. 8,6 kg (Herstellerangabe)
- Preis: 4.299 Euro
- Vielseitiges Rennrad mit aerodynamischen Details und Rahmenformen
Corratec CCT Team Pro: Sportliche Plattform zwischen Race und Endurance
Eine Rahmenplattform bedeutet auch eine Geometrie, und die fällt bei der Marke mit starkem Bezug nach Italien gewohnt sportlich aus. Das lange Oberrohr sorgt für merkliche Streckung; der moderate Sitzwinkel verleitet dazu, den Sattel etwas weiter nach vorne zu schieben, was im Sinne einer druckvollen Fahrweise die Kraftübertragung verbessert. Und dafür bedankt sich das Corratec CCT mit starkem Vortrieb und präzisem Handling, beides ein Resultat der gefühlt hohen Rahmensteifigkeit.
| 46 | 48 | 51 | 54 | 57 | 60 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lenkwinkel | 71 ° | 73 ° | 73 ° | 73 ° | 73 ° | 73 ° |
| Steuerrohrlänge | 119 mm | 130 mm | 144 mm | 153 mm | 170 mm | 192 mm |
| Oberrohrlänge hor. | 516 mm | 534 mm | 551 mm | 569 mm | 588 mm | 602 mm |
| Radstand | 974 mm | 973 mm | 978 mm | 991 mm | 1004 mm | 1021 mm |
| Sitzrohrwinkel | 75 ° | 74 ° | 74 ° | 73 ° | 73 ° | 73 ° |
| Kettenstrebenlänge | 407 mm | 407 mm | 407 mm | 407 mm | 407 mm | 407 mm |
| Reach | 373 mm | 381 mm | 386 mm | 399 mm | 407 mm | 418 mm |
| Stack | 518 mm | 534 mm | 550 mm | 558 mm | 575 mm | 595 mm |
Diese sieht man dem Rad durchaus an: Die Südbayern favorisieren flächige Formen, welche dem Rad eine klassisch aerodynamische Anmutung verleihen. Mit hochovalem, unten sehr breitem Unterrohr und Aero-Sitzrohr fährt sich das Bike eher straff und direkt als gelassen-tourig, Sitz- und Dämpfungskomfort treten hier hinter einer ganz klar sportlichen Ausrichtung zurück. Dafür stehen auch die rollwiderstandsarmen, mit 26 mm für heutige Verhältnisse schmalen Pirelli-Reifen (max. Reifengröße 30 mm). Optisch tragen zum schnellen Eindruck die verdeckten Achsgewinde bei; ein Aero-Merkmal ist die Option, den Flaschenhalter am Unterrohr in zwei Positionen zu montieren – weiter unten, um die Flasche aus dem Wind zu nehmen, oder weiter oben, damit sie leichter erreichbar ist.
Allzu extrem ist das Corratec CCT jedoch auch nicht konzipiert. Damit ist es insgesamt sehr komplette Rennmaschine, die Fahrer anspricht, welche die goldene Mitte zwischen Langstreckentauglichkeit und Tempomachen suchen – wenn ihnen die Rahmengeometrie entgegenkommt, sollte sie dieses Rad durchaus ansprechen. Die Bestückung mit Ursus-Carbonlaufrädern, die mit 37 mm Profiltiefe zwischen aerodynamischer Optimierung und reduziertem Gewicht vermitteln. Der Philosophie des italienischen Laufradherstellers folgend, ist der Radsatz dabei auf Solidität und lange Haltbarkeit optimiert.
Preislich Attraktives Mittelklasse-Modell
Auch preislich steht das Corratec CCT Team Pro gut da, zumal im Vergleich zum den anderen Modellen in der Kollektion. Das CCT Team Elite mit mechanischer Shimano 105 und Alu-Radsatz kostet bereits 3.499 Euro; das CCT Evo Pro Di2 mit Shimano Ultegra Di2 und etwas tiefer profilierten Laufrädern wird mit 6.699 Euro gehandelt. In Sachen Preis-Leistung-Fahrgefühl ist das hier vorgestellte Corratec damit das wohl interessanteste Rad der Marke – und ein starker Gegner für die großen Anbieter.

Wahoo Elemnt Roam: der Radcomputer der Class Cool
Großer Funktionsumfang, leichte Bedienbarkeit und intuitives Set-up: Mit diesen Eigenschaften hat sich der Touchscreen-Tacho zum Liebling der Rennrad-Community entwickelt. Und auch Velomotion hat sich für die „Class Cool“ für das vielseitige Gerät entschieden.
Was die „Class Cool“ am Lenker hat? Klar, gute GPS-Tachos gibt es viele, doch dass immer mehr Radsportlerinnen und Radsportler auf Wahoo schwören, hat sicher nicht nur mit der Gausschen Normalverteilung zu tun. Eher liegt es wohl daran, dass der Anbieter nicht alles anders, aber vieles besser macht als die Konkurrenz – und los geht es bereits damit, dass bei Wahoo der Radsport absolut im Zentrum steht, statt nur ein Randaspekt der Modellpalette zu sein.

Das wohl beste Beispiel dafür ist der Wahoo Elemnt Roam, der in der Mitte der Range die Vorteile von Topmodell und Basisversion vereint. Wie letzterer ist er recht kompakt, dabei bereits mit größerem Bildschirm ausgestattet als der günstige Bolt. Und mit dem Topmodell teilt er sich die Funktionalität des Touchscreens, welche gerade bei der Navigation ein großer Vorbild ist, indem sie die Kartendarstellung mit Zoomen und Verschieben deutlich vereinfacht. Das scharf abbildende Farbdisplay ist in dieser Hinsicht in zusätzliches Plus.
Von der Bedienung über sechs Tasten lässt Wahoo trotz des hochwertigen Bildschirms nicht – und hier zeigt sich wieder die Radsport-Expertise des Anbieters. Auch mit Handschuhen und ohne langen Blickkontakt ist es möglich, die Anzeigenfenster zu wechseln oder die Anzahl der Datenfelder aus dem Display zu ändern. Und auch die Einrichtung könnte leichter kaum sein, wobei ein großer Vorzug der Wahoo-Oberfläche die optimalen Individualisierungsmöglichkeiten sind. Was und wie viel angezeigt wird, können die Nutzenden selbst festlegen – und daraus ergibt sich eine intuitive Bedienlogik, mit der man einfach unglaublich gut zurechtkommt. Damit spricht der Wahoo Elemnt Roam ebenso die jungen „Digital Natives“ an wie jene, die die Bedienung elektronischer Geräte noch nicht im Kindesalter gelernt haben und deshalb einfache Zugänglichkeit schätzen.
Hier geht’s zum Wahoo Elemnt Roam 3.








