Test: Das Tiny Rock Master 24 sieht bereits aus wie ein richtiges Mountainbike für Erwachsene – doch fährt es sich auch so gut? Unsere kleinen Testpiloten haben sich das Fully mit 140 mm Federweg an Front und Heck aus den USA einmal genauer angesehen – und können dem Enduro-Bike volle Bikepark-Tauglichkeit bescheinigen.
In aller Kürze
- Federwegsstarkes Fully, das sich in Bikeparks am wohlsten fühlt
- Cooler Look, sicheres Fahrverhalten im Gelände, durchdachte Ausstattung
- Vier Farben, für Kids von 120 bis 155 cm
Für kleine Trailmeister – das Tiny Rock Master in der Übersicht
Das Master 24 Zoll Endurobike wirkt wie ein geschrumpftes Mountainbike für Erwachsene – und tatsächlich fährt es sich auch genauso sicher im Gelände. 140 mm Federweg bietet das Aluminium-Fully vorne wie hinten. Der Fahrer steht dabei sicher zwischen den 24 Zoll Laufrädern. Auf diesen sind griffige Reifen aufgezogen, die auch auf ruppigen Trails viel Sicherheit vermitteln. Damit ist das Tiny Rock Master 24 perfekt für Familienausflüge in den Bikepark und für Trailabenteuer mit den Kleinen. So viel Downhill-Potential will aber bezahlt werden: Tiny Rock ruft einen Preis von 2.199 € für das kleine Endurobike auf, bietet dafür aber auch eine sinnige Ausstattung und ein Bike mit einem sicheren Fahrverhalten auf den Trails.
- Rahmenmaterial Aluminium
- Federweg 140 mm vorne / hinten
- Größenempfehlung d. Herstellers 120 – 155 cm
- Gangschaltung SRAM X5 1×10
- Besonderheiten / Zubehör Vorbereitung für Dropperpost, auch als Rahmenset verfügbar
- Gesamtgewicht 13,4 kg
- Gewicht der Laufräder 4,7 kg
- Farben hellblau, orange, dunkelgrau, jadegrün
- www.tiny-rock.de
- Preis (UVP) 2.199 €

Das kleine Endurobike im Detail
Mit seinem martialischen Aussehen weiß das Tiny Rock zu überzeugen, auch wenn unsere jungen Testpiloten von der eher konservativen Farbe zuerst nicht sehr begeistert waren. Doch die Begeisterung kommt mit mit dem Fahren: Das Master 24 ist nicht bloß ein sehr robustes Fully, es fährt sich im Gelände auch richtig gut. Die kleinen Fahrer stehen gut integriert im Bike, und zusammen mit den 140 mm an Federweg vermittelt das Rad viel Sicherheit. Damit ist es die ideale Wahl, wenn es in den Bikepark geht.
Eignung als Endurobike
Für Enduro-Touren ist es dagegen nur eingeschränkt geeignet: Zwar bietet die Schaltung genügend leichte Berggänge für viele Steigungen und kann mit geringen Hebelkräften auftrumpfen, doch für den Enduro-Einsatz stört die starre Sattelstütze zu sehr. Hier ist mindestens ein Schnellspanner notwendig; der Rahmen wäre auch für eine Dropperpost vorbereitet. Um den Sattel im Bikepark tief genug versenkt zu bekommen, mussten wir die Stütze etwas kürzen.
Tops und Flops
Sehr angetan waren wir dagegen von den verbauten Bremsen: Diese bieten ausgezeichnete Dosierbarkeit, um die Kraft der Vierkolbenbremse auf den Boden zu bringen. Leider können die Hebel nicht nah genug an den Lenker verstellt werden. Insgesamt ist das Cockpit von der Ergonomie her vor allem für Fahrer zwischen 130 und 140 cm geeignet; darüber hinaus wird der Einbau eines Lenkers mit mehr Rise sinnvoll, um das flache Cockpit anzuheben. Typisch für Fully-Rahmen in dieser Größenordnung ist leider nirgends ein Platz für einen Flaschenhalter im Rahmen.

Ausstattung des Tiny Rock Master
Das Tiny Rock Master zählt zu den robustesten Bikes aus unserem Testpool und ist damit ideal für junge Shredder, die kein Rücksicht auf ihr Material nehmen. Am hochwertig gearbeiteten Aluminium-Rahmen sorgen eine Manitou Luftfedergabel sowie ein Luftdämpfer von XFusion für Komfort. Das Fahrwerk lässt sich gut an das Gewicht der leichten Fahrer anpassen – definitiv ein Pluspunkt. Ab einem Fahrergewicht von 30 kg kann hier viel Komfort mit dem richtigen Luftdruck erreicht werden.
Bremsen und Ergonomie
Außerdem verbaut Tiny Rock gut dosierbare Vierkolben-Bremsen, die das Bike sicher und leicht zum Stehen bringen. An unserem Testbike waren schön gefertigte Trickstuff-Imitate verbaut, serienmäßig kommt eine Tektro Bremse zum Einsatz. Eine Dropper Post ist ab Werk nicht verbaut – das schafft Übersichtlichkeit am Cockpit und hält das Gewicht unten. Der Sattel lässt sich allerdings nur dann wirklich tief absenken, wenn man die Stütze etwas kürzt. Der Rahmen ist aber für den Einbau einer absenkbaren Sattelstütze vorbereitet; Tiny Rock empfiehlt hier die 250 € teure XFusion Manic. Damit wird das Bike auch endurotauglich.
Zubehör wie einen Fahrradständer, Beleuchtung oder Schutzbleche gibt es am Tiny Rock Master nicht . Dort, wo das Bike am liebsten unterwegs ist, wären diese Extras aber Fehl am Platz! Für Touren mit den Eltern ist das kleine Enduro aber dennoch gut vorbereitet: Die Zehnfach-Schaltung von SRAM mit der 11-36t Kassette und dem 28t Kettenblatt bietet genügend kleine Gänge. Das ist etwa vergleichbar mit einer Eagle Schaltung mit 34t Kettenblatt an Mamas oder Papas Bike. So lassen sich Höhenmeter auch selbstständig in Angriff zu nehmen.
Übrigens: Tiny Rock wird im DACH Raum vom Bielefelder Unternehmen coolmobility vertrieben, das auch Marken wie Academy oder S’Cool im Portfolio hat. Dort hat man sich auf Kinderbikes spezialisiert und viel Knowhow darüber gesammelt, wie gute Fahrräder für Kinder auszusehen haben. Der Hersteller Tiny Rock selbst sitzt in den USA, wo man seit 2019 an der Entwicklung der besten Mountainbikes für Kinder arbeitet.
Nicht ganz das, wonach du suchst? Wir haben noch eine Menge anderer, sportlicher Kinderbikes getestet. Zur Übersicht geht es hier: Diese 24 Zoll Kinderbikes haben wir getestet.

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