Test Kompressorpumpe: Im Rahmen unserer Akku-Kompressorpumpen Bestenliste schickt die Zubehör-Marke Topeak ihre Interpretation einer elektrischen Minipumpe ins Rennen. Mit starken Leistungsversprechen und einem durchdachten Design möchte die E-Booster Digital die Messlatte für mobile Akkukompressoren ein ganzes Stück höher legen. Ob das gelingt und warum beim Pumpen ein Auge auf den Daumen gerichtet sein sollte, zeigt unser Test.
Per Fingerschnipp zwischen Auto- oder Sclaverand-Ventil wechseln
Typisch für Topeak präsentiert sich die E-Booster Digital bereits beim Auspacken als hochwertiges Werkzeug. Das Gehäuse wirkt solide verarbeitet, liegt satt in der Hand und strahlt genau die Zuverlässigkeit aus, die man sich im Falle eines Falles wünscht. Die Digital-Anzeige fügt sich sauber in das Design ein und lässt sich unter allen Lichtbedingungen einwandfrei ablesen. Die Tasten darunter sind gut dimensioniert und quittieren jeden Tastendruck mit einem klaren Feedback. Der absolute Clou der E-Booster Digital ist jedoch der Ventil-Kopf: statt wie bei vielen Konkurrenten fummelige Adapter mitschleppen oder den Schlauch mühsam aufschrauben zu müssen, verbaut Topeak ein integriertes System mit einem mechanischen Schieberegler namens SmartHead. Ein kurzes Schieben mit dem Finger genügt um die Pumpe blitzschnell an Auto- oder Sclaverand-Ventil anzupassen. Das spart Zeit und eliminiert das Risiko, für den Adapter benötigte Kleinteile zu verlieren.

Wenn es etwas schneller gehen muss: Top-Zeit für diese Geräteklasse
Die Bedienung der Pumpe ist nahezu selbsterklärend und nach dem Einstellen des Stopp-Wertes legt die Topeak E-Booster Digital Akku-Minipumpe auch entsprechend los. Nach nur 32 Sekunden stehen die 4 Bar auf der Anzeige. Beim zweiten Testwert mit 8 bar trennt sich der Spreu vom Weizen. Nicht alle Pumpen erreichen diesen Wert, selbst wenn es das Datenblatt verspricht. Wo andere Pumpen kapitulieren oder abschalten, marschiert die Topeak E-Booster Digital Akku-Minipumpe unbeirrt weiter. Nach exakt 2 Minuten und 1 Sekunde sind 8 bar erreicht. Das ist eine Top-Zeit für diese Geräteklasse – und wohlbemerkt: der Hersteller gibt 8 bar bei dieser Pumpe als Maximalwert an. Von der Geräuschkulisse unterscheidet sich die Topeak im Betrieb nicht von anderen elektrischen Minipumpen. Sie verrichtet ihre Arbeit laut, aber nicht außergewöhnlich unangenehm oder schrill.
Dann doch etwas Kritik am Design
Das Thermomanagement hält sich auch im Rahmen. Das Gehäuse wird unter Volllast zwar spürbar warm, bleibt aber im grünen Bereich. Einen kleinen, aber wichtigen Kritikpunkt müssen wir jedoch in Sachen Ergonomie verteilen. Die USB-Ladeschnittstelle ist leider so platziert, dass beim intuitiven Umgreifen des Gehäuses der Daumen genau auf dem Port zum Liegen kommt. Da die Pumpe genau dort ihre Luft zieht, besteht die Gefahr dem Kompressor im Betrieb sprichwörtlich die Luft abzudrehen. Die vorgesehene Daumenmulde oberhalb des Ventilkopfes ist auch nur bedingt hilfreich. Nutzt man diese, bleibt zwar der USB-Port frei, der Daumen verdeckt aber das Display. Allerdings ist das wirklich jammern auf sehr hohem Niveau.
Messwerte: Dauer des Aufpumpens eines 700x23C Reifens mit der Topeak E-Booster Digital
- 4 bar: 32 Sekunden
- 8 bar: 2:01 Minuten
Topeak E-Booster Digital Akku-Kompressorpumpe: Die Details im Überblick
- Gehäuse: 59×35×86 mm
- Gewicht: 165 Gramm
- Spannungsversorgung: 600 mAh Akku, 7,4 V, fest verbaut
- Max. Druck (laut Angabe): 8,0 bar / 120 PSI
- Anzeige: Digital, hintergrundbeleuchtet
- Autostopp-Funktion: Ja
- Lademöglichkeit: USB-C


