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Bulls Grinder 3: Gravel-Allrounder zum attraktiven Preis

21. Januar 2026 by Caspar Gebel

Test Bulls Grinder 3: Das Jubiläumsmodell zum 60. Geburtstag der Markeneignerin ZEG ist angesichts der wertigen Ausstattung sehr preiswert. Dazu gefällt das Bulls mit einem modernen Alu-Rahmen, der aktuelle Montagestandards bietet und mit Anbaumöglichkeiten sowie viel Reifenfreiheit Lust auf Tour, Trail und Bikepacking macht.

Die Kölner Marke hat ihr Gravel-Portfolio für 2026 deutlich erweitert. Neben dem bewährten Carbon-Modell Machete und dem Titan-Gravelbike Mache-Ti gibt es nun das rennsportliche Machete RX1, außerdem mit dem Grinder eine deutlich überarbeitete Alu-Plattform.

Bulls Grinder 3: Gravelbike mit zehn Jahren Geschichte

Bulls kann mit dem Grinder für sich in Anspruch nehmen, eines der ersten Gravelbikes eines deutschen Anbieters auf den Markt gebracht zu haben – das Urmodell wurde bereits 2015 vorgestellt. Seitdem hat es sich deutlich weiterentwickelt; an der 2026er Version finden sich nun alle Standards, die ein aktuelles Gravelbike auszeichnet.



Bulls Grinder 3

 

Bulls Grinder 3: die Highlights



  • Neuer Aluminiumrahmen mit modernen Montagestandards
  • Ausgewogene Geometrie für Tour und Trail
  • Ausstattung Shimano GRX RX822/610/410 1×12
  • Preis 1.499 Euro, Gewicht 11,8 Kilo (o. P.)

 

Die Kölner haben die Rahmengeometrie des Grinder weiter optimiert und vereint eine eher kommode Körperhaltung mit spielerischem Lenkverhalten. Im Test-Trimm mit kurzem Lenkervorbau und mehreren Distanzstücken („Spacern“) unter diesem sitzt man aufrecht und kompakt, wie es sich für ein Gravelbike dieser Kategorie gehört.

Mit kurzem Vorbau und Spacern darunter sitzt man kompakt auf dem Bulls.
Der neue Rahmen ist mit vielen Anbaumöglichkeiten gesegnet.


Neuer Rahmen mit vielen Anbaumöglichkeiten

Das Bulls ist nämlich ein echter Allrounder für Tour, Trail und Alltagsnutzung. Bulls geizt nicht mit Anbaumöglichkeiten, sodass Gabelhalterungen, Heckträger und Schutzbleche angebracht werden können; außerdem zwei Oberrohrtaschen und drei Flaschenhalter. Sogar ein Scheinwerfer lässt sich vorne an der Gabel anbringen, wobei dazu ein spezieller Sockel mit Zwei-Schrauben-Befestigung nötig ist.

Bulls spezifiziert den sehr griffigen, leicht rollenden Schwalbe G-One RX.
Alu-Stütze und einfacher Sattel sind in dieser Preisklasse okay.

Rechts unten am Gabelbein fällt die verdeckte Gewindebohrung der Steckachse auf, was ein schönes optisches Detail ist; am Hinterbau kann man nun eine UDH-Hinterradaufnahme bestaunen, mit der das Grinder auf zeitgemäße „Full mount“-Schaltwerke umgerüstet werden kann. Das Innenlager ist nach wie vor im bewährten BSA-Standard gehalten, den Bulls beim Grinder immer bevorzugt hat und zu dem inzwischen viele Hersteller zurückgekehrt sind.



Der 2026er Rahmen kann dank UDH-Hinterbau auch mit den neuen SRAM-Schaltwerken aufgebaut werden.
Das Achsgewinde an der Gabel ist elegant verkleidet.

Bewährtes GRX-Mix und bissige Schwalbe-Reifen

Wobei es angesichts der hochwertigen Bestückung keinen Grund dafür gibt: Bulls verbaut einen Shimano-GRX-Mix mit 1×12 Gängen und der breit abgestuften 10-51er Kassette, die das Bike zusammen mit den bissigen 45er Schwalbe G-One RX durchaus Trail-tauglich macht.

Die große Kassette passt zum „trailigen“ Charakter des Grinder.
Keinen spürbaren Unterschied gibt es zwischen 610er und 822er GRX-Hebeln.


Angesichts dieser Komplettierung macht auch der Preis hellhörig: 1.499 Euro sind für ein Gravelbike mit GRX 1×12 ausgesprochen günstig, und beim Bulls muss man nur beim Gewicht Kompromisse machen. Inklusive Pedalen wiegt das Rad rund zwölf Kilo, was jene, die vom Alltagsrad oder Mountainbike aufs Bulls Grinder 3 umsteigen aber nicht stören wird. Wer sportlich graveln will, ist ohnehin mit dem Bulls Machete RX besser beraten, das bereits als RX1 für 1.999 Euro rund 1,2 Kilo leichter ist.

www.bulls.de



Fazit: Bulls Grinder 3

Pro

  • Neuer Rahmen mit vielen Anbaumöglichkeiten und modernen Standards
  • Hochwertige GRX-Gruppe
  • Günstiger Preis
  • Angenehmes Fahrverhalten

Contra

  • Recht schwer

Fakten

RahmenmaterialAluminium
BremseScheibenbremse Hydraulisch
Gewicht11,8 Kilo (o. P.)
Preis1.499 Euro
Web www.bulls.de
Das Alu-Gravelbike mit zehnjähriger Geschichte bietet in seiner aktuellen Variante alle modernen Montagestandards und vielseitige Anbaumöglichkeiten für Träger und Zubehör; dazu ist es mit bewährten Shimano-GRX-Komponenten aufgebaut. All das gibt es zu einem ziemlich günstigen Preis, womit das Grinder 3 definitiv eine gute Wahl ist. Jedenfalls dann, wenn man sich nicht am recht hohen Gewicht stört – falls doch, hat Bulls auch deutlich leichtere Carbon-Modelle im Programm, die ebenfalls nicht die Welt kosten.
Stichworte:#VMgravelBulls GrinderfeaturedGravelbike

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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