Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

RennräderTests

Rennräder: Colnago C59 Disc: Italienische Visionen

19. September 2013 by die Redaktion

colnago c59 disc

Scheibenbremsen an Rennrädern nehmen immer mehr Schwung auf. Die Eurobike hat dies in diesem Jahr erneut gezeigt. [Link] Einer der Vorreiter in diese Richtung ist Ernesto Colnago. Bereits im vergangenen Jahr hat die italienische Rahmenbau-Legende in Friedrichshafen mit der Scheibenbremsversion des Top-Modells „C59 Disc“ ein Rad vorgestellt, welches es nunmehr in Serie gibt.

Ernesto Colnago war der erste Rahmenbauer, der sich der Einbeziehung von Carbon im Rahmenbau zuwendete. Er entwicklte dabei ein Konzept, dem er noch heute treu ist. „Der Muskelaufbau, die Flexibilität und die per­sön­lichen Präferenzen bezüglich der Position, kom­biniert mit aer­ober Leistungsfähigkeit und run­dem Tritt sind zu viele Variablen für einen Radfahrer, um in die Begrenzungen einiger weniger Rahmengrößen zu passen. Aus diesem Grund bieten alle Top-Rahmen von Colnago eine gemuffte Bauweise, die an jeden Fahrer angepasst wer­den kann“, heißt es dazu auf der firmeneigenen Website.



Wie vor dem Hintergrund dieser Äußerungen nicht anders zu erwarten, ist auch das „C59 Disc“ gemufft. Dies erlaubt es den Italienern, das Rad in einer Größenvielfalt anzubieten, die man am Markt in dieser Preiskategorie selten findet. Darüber hinaus wirkt das „C59 Disc“ bis ins letzte Detail hinein durchdacht gestaltet. Angefangen von der eher schlichten, aber dennoch knalligen rot-weißen Farbgebung, bis hin zu den gewählten Komponenten. Ganz klar, hier steht ein Renner, durch den reinrassiges italienisches Blut fließt!

colnagogeo

//Ausstattung

Unser Testmodell kommt in der Größe 48 und verfügt über ein Rahmen-Set, welches speziell für den Einsatz von Scheibenbremsen entwickelt wurde. An der im unteren Bereich verstärkten linken Gabelseite befindet sich ebenso wie im Strebendreieck eine Postmount-Aufnahme für Scheibenbremssockel. Hier können sowohl mechanische, wie auch hydraulische Sockel verbaut werden. Das „C59 Disc“ wäre jedoch nicht Colnagos Topmodell, würde es nicht über eine exzellente Ausstattung verfügen. Aus diesem Grund ist auch die von Colnago in Zusammenarbeit mit dem italienischen Scheibenbremsspezialisten Formula entwicklte hydraulische Di2-Variante montiert. Diese zeichnet sich den Sockeln durch ihren schlanken Körper und an den Hebeln durch ihre Adaption der Shimano Di2-Hebel aus. Neben den Bremsen, zu denen vorn und hinten je eine, im Durchmesser 140 Millimeter messende Scheibe gehört, entstammen auch die aus Carbon gefertigten „Artemis Disc“-Laufräder aus dem gemeinsamen Entwicklungsprozess.



colnago3

colnago2

Wie bereits angesprochen, wird am „C59 Disc“ mit Shimanos elektronischer „Dura-Ace“ geschaltet. Allerdings war an unserem Testrad noch nicht die aktuelle „9070 Di2“, sondern der Vorgänger, die „7970 Di2“ verbaut. Der Sattel stammt von Selle Italia, die Stütze von Colnago selbst. Zudem komplettiert eine hauseigene Lenker-Vorbau-Einheit aus „Nemesis“ und „HB 02“ das Rad an der Front.



colnago4

//Fahreindruck

Das „C59 Disc“ zeigt sich vom ersten Tritt weg sehr steif und spurtreu. Knackige Anstiege und enge Kurven meistert es ebenso spielerisch, wie flache Passagen und anspruchsvolle Abfahrten. Hier lädt das Rad zur rasanten Jagd über den Asphalt ein. Dies liegt einerseits am tadellosen Schaltverhalten der „Dura-Ace 7970 Di2“, andererseits aber auch an der Sicherheit, welche die Scheibenbremsen vermitteln. Neben einem sehr angenehmen Druckpunkt, der mit dem der aus dem MTB-Bereich bekannten Formula-Modelle R0 und R1 vergleichbar ist, ist dies vor allem dem verlässlich dosierbaren Bremsverhalten geschuldet. Zwar muss man sich erst einmal an den Einsatz von Scheibenbremsen am Rennrad gewöhnen, schließlich zügeln diese die Geschwindigkeit merklich stärker und präziser als die üblicherweise verbauten Felgenbremsmodelle. Ruppig, wie vielleicht zu befürchten wäre, wirkten sie zu keiner Zeit.

Etwas Probleme bereiteten uns die von Colnago und Formula designten Hebel. Zwar sind diese der Form nach ähnlich wie die Di2-Modelle von Shimano gestaltet, allerdings liefern die Japaner einen besseren Widerstand beim Schaltvorgang. Zudem ist der Unterschied der Adapter, mittels welcher man hoch beziehungsweise runter schaltet, bei Shimano deutlicher in den Fingerspitzen zu spüren. Die Bedienung der Hebel des „C59 Disc“ wirkt hier eher fummelig und lässt Spielraum für Verbesserung.



Die „Artemis Disc“-Laufräder ließen sich gut beschleunigen und zeigten während unseres Tests auch ein gutes Rollverhalten. Beschleunigungen beantworteten sie gutmütig und zuverlässig, bei Bremsvorgängen zeigten sie sich eher von ihrer steifen Seite.

colnago6

//Fazit

Colnago beschreibt das Bremssystem des „C59 Disc“ auf seiner Website als „das leistungsfähigste und am besten steuerbare“ System, welches derzeit im Rennrad-Bereich vorzufinden ist. Ein hoher Anspruch, dem das Rad aber zweifelsohne gerecht wird. Dank der gewohnt hochwertigen Verarbeitung bekommt man mit dem „C59 Disc“ ein traditionell angehauchtes Liebhaberrad, mit dem man sich gern seiner Leidenschaft hingibt. Zwar ist das Rad nicht für Lizenzrennen geeignet, die UCI verweigert nach wie vor den Einsatz von Scheibenbremsen bei derartigen Rennen, im Jedermann-Bereich braucht man sich darüber aber keine Gedanken zu machen. Im Gegenteil, mit dem „C59 Disc“ erregt man mit Sicherheit nicht nur Aufmerksamkeit, sondern hat auch mehr Kontrolle während der Fahrt im Pulk oder beim Alpencross auf nasser Straße.



Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt der wählbaren Rahmenhöhen, die es enorm erleichtert, das passende Rad zu finden. Wir durften dabei jedoch feststellen, dass die von Colnago angegebenen Größen etwas klein ausfallen. Sicher, auch das „C59 Disc“ ist keine „Eier legende Wollmilchsau“, es kommt dem Anspruch, ein echter Allrounder zu sein, dennoch sehr nahe. Fahrer, die auf Tradition und Moderne in einem schwören, die ein Rad suchen, dass durchdacht und zuverlässig ist, werden hier auf jeden Fall glücklich.

//Produkthighlights

  • kompaktes Handling
  • hohe Steifigkeit
  • sehr gute Bremsdruckdosierung
  • klassisch anmutende Optik
  • Systemkompatibilität

//Preis und Web

  • 3990,00 Euro (Rahmenset)
  • www.colnago.com
Stichworte:C59 DiscColnagoFormula

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

Wie einfach ist der Umbau von Campagnolo Ekar auf Record X? : Gravelgruppe Campagnolo Record X

Verlosung: Gewinne eines von 15 AXA Bike Faltschlössern!

Giant Anthem & Liv Pique XC-Performance der Extraklasse

Neue SE-Topmodelle mit CADEX Max XC Carbonlaufrädern: Giant Anthem & Liv Pique XC-Performance der Extraklasse

Die Lenker-Vorbau-Einheit ist extrem geformt, um die Hände auf eine vergleichbare Position wie am 29-Zoll-Bike zu bringen.

VAN RYSEL RCR-XC: Erstes XC-Bike der Franzosen – und dann gleich 32 Zoll!

Corratec Allroad A EQ

Corratec Allroad A EQ: Zwischen Abenteuer und Arbeitsweg

e*thirteen Plus Alu Flat MTB Pedals: Großes Lager für ein Plus an Steifigkeit

Das Bulls Gravelbike Programm: Vielseitig aufgestellt mit und ohne Motor

Oak Components HT4 Lever im Test: CNC-Upgrade für CNC-Bremse

Leistungsmessung an Rennrädern: Technik-Guide: 4iiii Precision 3+ Powermeter im Praxistest

Giant Trance Advanced E+: Trail-E-Bike unter 22 kg dank neuem Motor

E-Bike-Tuning

Warum Fahrer im Ernstfall ihre Existenz riskieren: E-Bike-Tuning ist mehr als nur illegal

Zéfal Shield G50 Gravel-Schutzbleche im Test: Einfache Montage, ehrlicher Schutz

Neue Buster- und Nyte-Modelle: SIGMA erweitert Smart Light Series

Aventon Naro

Starker Preis, geringes Gewicht, moderne Features: Aventons erstes City-E-Bike ist eine Kampfansage

Ähnliche Beiträge

  • Rose Blend 105 Di2 im Test: Shimano Di2 für 2.000 Euro – gibt es einen Haken?
  • Rose Shave FFX Red AXS: Leichtes Aero-Racebike zum Spitzenpreis
  • Van Rysel RCR-F Pro: Mit Kampfpreis zum Etappensieg
  • Giant Revolt Advanced SL: Neustart als Gravel Racer
  • Cannondale Synapse Carbon 3: Langstreckenrad mit Licht und großer Reifenfreiheit
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH